Archiv für ‘Hobby: Reflexion’

April 30, 2012

Relation between Forever and Today

| Forever is our today … ←→ vice versa ←→ … Today is our forever |

 

Live for today, tommorrow is the day after today, not after tommorrow.

Hedonism as celebrating life in response to perishability and respect for life as such and as cultural phenomenon.

April 28, 2012

Im Park

Wege, Wiesen, Bänke und Nischen

Der Mann läuft schnellen Schrittes über den gepflasterten Weg durch die Naherholungsgrünanlage. Er schaut auf den Weg und scheint fokussiert zu sein. Auf sein Vorankommen, zumindest das zu Fuß. Er schaut kurz herüber zu der Person, die auf der Bank neben dem Weg sitzt. Der Bereich mit der Bank ist eine Heterotopie zum und in dazugehörigem Bezug zum Weg – vorgesehen als Raum/Örtlichkeit des Verweilens und mit angelegtem Anschluss zum Weg. Vielleicht ist es eine Frage der Zeit, wie lange man auf der Bank sitzt, wo (bzw. wann) die Grenze/der Übergang/der Unterschied zwischen Verweilen (Pause) und Abweichung liegt. Der Mensch kann nicht nur Pausieren. Ohne Gegenstück keine Pause, so ist der allgültige (aber vielleicht nicht vollständig untranszendierbare) Dualismus. Aber wo ist liegt der inhaltliche Gehalt der Pause, das Heterotope, wenn alles vorgegeben ist? Weg, Arbeit, Pause, (Weg,) Arbeit, Weg, Pause etc. Sind die Pausen normiert ist der Mensch frustriert? Weniger oder mehr oberflächliche Stabilität zum Preis der nicht gesuchten Qualität?

April 23, 2012

Fraktale und der Einzelne

Bin ich nur ein Fraktal meines Urvorfahren? Und wer mag das sein? In meiner Vorstellung bevorzuge ich ein Wesen, auf welches sich heute u.a. das Faultier und das Fingertier zurückführen lassen – und ich.

April 8, 2012

Stichwörter erzählen

Meine derzeitigen ‘Tags‘ als “tag-cloud” kommen mir gerade cooler vor, als meine eigenen Texte. Das liegt vermutlich am offenen, unbestimmten Charakter einer formalen Aufzählung von Stichwörtern. Eine tag-cloud ist ein unfestgelegtes, fantasie-offenes Andeuten, durch Assoziationen hervorrufende Wörter und Begriffe, ohne diese näher oder weiter zu beschreiben – und damit den Reiz der Ungebundenheit (der Wörter) zu entzaubern. Meine tag-Wolke ergab sich als von (“objektiver”?) Computertechnik erstellte Aneinanderreihung von Wörtern aus meinen verschiedenen – zunächst meist unverbundenen, wenn auch alle von mir als Ursprungsperspektive stammenden – Texten. Die so entstandene Wortliste ist eine neue Verarbeitung und maschinell erstellte Interpretation einiger meiner Texte und damit ein eigener Text. Ein Synkretismus oder Hybrid aus menschlichen und maschinellen Wort-Verwendungen.

März 20, 2012

Permanente Herausforderung und Recht auf Pause

Michel Foucault → Abweichung ist Trumpf. Permanent minority report. Minderheit und Potenzial des Menschen in der und durch die Abweichung (U.a. Marcuse [Herbert]: Randgruppen als Träger des/eines kritischen Potenzials).

Permanent deconstruction – nicht immer (weil anstrengend) aber grundsätzlich immer möglich (zeitlich) und auf alle Themen bezogen bzw. anwendbar (und grundsätzlich auch allem gegenüber egalitär anzuwenden). Not saving any topic from having the right to be deconstructed (just because you like it) → no conservation or Aussparung der jeweils eigenen Lieblinge etc. (But) at the same time teilweise Akzeptanz of some kind of partial construction: Als Referenz (und praktische Grundlage etc.) ‘A‘, auf die sich die jeweilige Dekonstruktion von Thema ‘B‘ beziehen kann. Denn man kann nicht (oder doch?, aber wäre das Nihilismus?) alles gleichzeitig – und zeitunabhängig vermutlich überhaupt nie inhaltlich alles dekonstruieren. Irgend einen Anker des Bezugs braucht der kritischste Mensch. Viele vermeintliche Supra-Kritiker sind sogar sehr verankert (bishin zu ideologisch zementiert) in bestimmten Urteils-”Gewissheiten”. Reflektierter und (selbst-)kritikoffener Steckenpferds-Konservatismus ist also praktischer und menschennäher als die postulierte Gewissheit, keine liebgewonnenen Gewohnheiten zu haben. Oasen der persönlichen Vorliebe (als lebendiger oder auch schläfrig-müßiggängerischer Garten oder Museum etc.) sind es, die uns offen machen für neue Eindrücke. Wer keine Oase hat, der sucht den Halt oft dort, wo er die Offenheit pflegen sollte und projiziert das Museum der Privatheit in eine Ideologie des öffentichen Raums.

November 26, 2011

Spiel ohne Würfel

Vergiss die Spiele. Die Vorstellung von Zufall und Wahl. Spiele hier und da. Aber eben nicht da. Die Spieltheorien, das Rational Choice etc. Die Sprachspiele auch? Sieh es als Sprachgebundenheit und es passt. »Wir« sind die Realität. »Wir«, die Dir entgegentreten, im Alltag des Wortes (und im wahrsten Sinne des All-Tages). Die, die Dir vorschreiben, was “man tun soll” und was Du zu lassen hast. Die Dir Deine Grenzen malen. Die Dich zum Laufen im Hamsterrad bewegen, ohne dass da überhaupt ein Hamsterrad sein muss. Und siehe da – guess what: Für ‘uns’ ist es genauso (wenn auch aufgrund der Subjektivität perspektivisch nicht genau so). Wenn ‘wir’ morgen aufwachen, steht »Wir« uns auch gegenüber und sagt uns, wer wir »sind«. Hosen anziehen!, sonst großes Geschrei. Falsch angezogen?, anzügliche Blicke → die soziale Schere im Kopf gilt auch für Dich, uns, ‘wir’. »Wir« verdienen weder Geld damit, noch macht es uns “Spaß”, noch ‘haben’ »Wir« irgend etwas anderes davon. Sein und Haben sind aus »Wir«-Sicht zwei Phänomene. »Wir« ‘brauchen’ es auch nicht. Aber trotzdem ist es. Das hat schon fast etwas Transzendentales. Ist aber trotzdem genauso auch profan. Von der Morgentoilette bis zur abendlichen Reflexion.

»Wir« ist viel mehr als 99%. »Wir« ist 100%. Intern kann man »Wir«,  zur Schaffung von Ordnung definiert, in Kontraste unterteilen. »Wir« bestehen aus Vielem in Vielem. ‘Unsere’ Rollen darin sind Rollen. Aber wir füllen sie brav aus.
Ob nun die eine ‘gute’ Partei die Wahl gewinnt, oder die andere ‘gute’ Partei. Als “PositivistIn” der Gegenwart ist man immer auch, und “im Zweifel” immer, auf der ‘richtigen’ Seite. Als “KritikerIn” ist man entweder kritisch oder pseudokritischer Opportunist. Als Opportunist ist man entweder erfolgreich oder nicht. In ersterem Falle gilt man als “authentisch”. ‘Wir’ sind zum Beispiel der Zeit zu 99% gut, → und die eigentlich kontrastiv notwendigen 1% solidarisieren sich mit uns und der Gutheit.

  • Entweder die nicht-guten 1% geben sich selbst – bzw. ihre Rolle – auf, und wechseln auf die gute Seite. (Aber) dann wären die 100% voll und alle(s) wäre(n) ‘gut’. Und damit wäre wohl entweder das Ende der Sprache (des Kontrasts, der Differenz etc.) gekommen oder es würden sich just in diesem Moment neue Kontraste ergeben (logisch und menschlich bedingt).
  • Oder die 1% werden sich ihrer Verantwortung “bewusst” und “gerecht” und bleiben auf Weiteres/noch (etwas) länger der Kontrast, der die 99% des Guten erst möglich macht. Für andere Prozentzahlen gilt das Gleiche, wenn nicht sogar – logisch und prinzipiell – das Selbe.

 

Ob 10%, 51 oder 99, das ist ein Frage der sozialsituationär bedingten Verteilung und Zuschreibung. Aber 100% ist – es kann nicht konstruiert, ohne Kontrast nicht einmal gedacht, und praktisch nicht “gemacht” werden. Für die 100% gilt, dass sie vor und nach einer Revolution stabil sind. Die “Revolution” als mit Worten füllbarer Begriff kann u.a. als Mythos erzählt werden. Die eigentliche Revolution ist im Hegel’schen Sinne eher Weltgeist in Aktion, als eine Tat. Man kann sich die “Welt”, bzw. seine Welt, anders denken, wenn die ‘Welt’ anders in einen fährt. Aber auch wenn ‘wir’ (von Zeit zu Zeit) in anderen Strukturen bzw. in einer persönlich veränderten konkreten Situation sind, ist »Wir« immer noch das, was uns gegenübersteht – und dessen Teil ‘wir’ gleichzeitig sind. Zeit- und »Wir«-gebunden.

Juli 14, 2011

Vermischung als Treffen der Subjektivitäten

Eine interessant klingende Veranstaltung im Rahmen der literatur-sozialen Reihe ‘Wertewelten‘:

Ähnlichkeiten. Mischungen. Synkretismen.
Auf dem Weg zu einer globalen Gesellschaft.

Juli 13, 2011

Konformismus als Treffen der Perspektiven

“Revolution ist zwecklos!” Der Mensch kann und wird es trotzdem immer wieder versuchen. Scheitern ist (oft) nichts Unsympathisches. Wir verstehen es, denn es ist menschlich.

“Versuch die aktive Veränderung.” Jede Generation wieder.

Aber heute nicht. Nicht jeden Tag. Es ist: Heute: Es ist auch mal wieder Zeit für: Konformismus-Party. Lebe bewusst den Moment in der Gegebenheit. “Konterrevolutionär” ?