Archiv für ‘Struktur und Akteur’

Mai 3, 2012

L’Européanisation par la dette

Angela chante à l’oreille de Nicolas: «Boy, vous devez apprendre à vivre sans dette.»

Nicolas dit: «Peut-on faire une division du travail?»

Angela demande: «Qui fait quoi?»

Nicolas: «Cette année, l’art cher d’épargner est à vous. L’année prochaine, vous avez des élections. Et voilà, nous allons recommencer à épargner. Au moins, nous sauvons les apparences.»

Angela: «Cela ressemble à un judicieux Realpolitik.»

 

Nicolas 2012, Angela 2013. Francois 2012, Frank-Walter 2013.
Les élections pourraient obtenir une légère touche européanisé.

Mai 2, 2012

Großvater erzählt (,) postmodern

20xx? Irgendwann, in einer Zeit nach dem Ende des gesellschaftlichen Umbruchs. In einer Zeit, in der die Strukturierungen wieder etabliert sind. Horst, Mensch und ‘Akteur in Strukturen’, und als solcher ein Veteran des Umbruchs gewesen, erzählt:

“Die Republik der wilden, offenen Jahre. Die Umstände waren offen, weil sie für die Menschen in ihrer Entwicklung nicht genauer vorhersagbar waren. Sowohl was die Zeit als Gesamtes, noch was ihre Lebensgeschichten anbetraf. Was waren wir wild gewesen. Natürlich nicht wir als solche oder an sich, nicht mehr oder weniger als Andere in anderen Generationen jedenfalls. Die Strukturen waren es. Sie waren beweglich zu jener Zeit, sie tanzten durch die Tage und Monate, wie der Kongress vorder Restauration, hier allerdings am Ende der wilden Umbruchphase und zu Beginn der Re-Strukturierung. Aber immerhin und unbenommen waren wir – per Zufall und ohne Verdienst, also ohne Stolz, aber mit Glück, wie ich subjektiv meine – die Träger der Strukturen. Ob wir mal Wasser oder mal Wein trugen – beides ist notwendig vorhanden, also bedingt und Teil des Ganzen. Manche von uns trugen Fahnen, andere T-Shirts, mal als (post-)moderne Uniform, mal als Ausdruck naiver Individualität. Es wurde viel vor sich her-, und der Zeit hinterher-, getragen. Dafür wurde »this time« nicht so viel geschlagen – die Demographie war ruhig. Und trotzdem der Umbruch. Das stimmt doch in gewisser Weise optimistisch. Auch die demographisch saturierte Gesellschaft erlebte eine grundstrukturelle Veränderung. Oder ist das ‘saturiert-Werden’ selbst der Umbruch? Bzw. der Grund für diesen? Ich glaube Nein. Denn das Demographisch-Saturiertsein ist ein Element, ein wichtiges, aber nicht das Einzige, in der Komposition der Grundstruktur. Das Element ist nicht die Gesamtheit, wenn auch einzelne Elemente für Erklärungen leichter zugänglich und konkretisierbar sind. Den Pudding anhand eines seiner möglichen Zutaten an die Wand nageln, sozusagen. Die Gesamtheit ist es, in ihrer nichteinfachen, nichteindeutigen Form, die die Sozialsituation darstellt, durch welche die jeweils aktuelle Grundstruktur bedingt ist. Ob in ihrer Stabilität oder in ihrem Umbrechen zu einer neuen Grundstruktur.

April 27, 2012

Dialog der Narrative

Sturm und Drang: “Da muss doch was passieren!”

Biedermeier: “Immer schön mit Ruhe und Ordnung!”

Ominöse Mitte: “Wenn es so bedingt ist, also strukturell in der Zeit, dann tut sich was. Sonst nicht.
Aber ziert Euch nicht zu sehr wegen sozialer Unterschiede und kommunizieret miteinander und Ihr werdet Euch vielleicht inspirieren. Oder zumindest geistig transpiriert haben, wenn auch eventuell nur mit dem Ergebnis, dass ihr hinterher wieder zu wissen glauben dürft, warum Eure Vorurteile eben doch “recht” haben.”

April 23, 2012

Fraktale und der Einzelne

Bin ich nur ein Fraktal meines Urvorfahren? Und wer mag das sein? In meiner Vorstellung bevorzuge ich ein Wesen, auf welches sich heute u.a. das Faultier und das Fingertier zurückführen lassen – und ich.

April 18, 2012

Stability through elaborated flexibility

 

Che Schäuble Stability by Realpolitik

 

April 14, 2012

Unschuldigkeits-Rituale

Aufgrund vieler ähnlicher Sprüche mal (wieder) was kritisch-sophistisches:

Bürgerin und Bürger, zugleich gerne involviert und distanziert, je nach Bedarf.

Sagen, ohne nach weiteren Faktoren gar zu fragen.

Was auch verständlich, da kompliziert die Welt, und zu Komplexen fähig ist,

der Mensch

Ich bin an allem unschuldig, ich bin Wechselwähler.

April 10, 2012

Kunst der ungreifbaren Mitte auch in der Kultur

Die ‘ominöse Mitte’ ist nicht greifbar, nicht klar und ein-deutig definierbar. Das macht sie aus und das macht sie zur Kunst(herausforderung) im psychologischen (Innen-)Bereich wie auch in sozialen Kontexten.

Laissez autoritaire b

Auch und besonders in der Kulturdebatte gibt es die – für mich klassische, menschheits-traditionelle – (zumindest theoretische) Pol-Linie (z.B. als Stufenmodell oder Kontinuum darstellbar) zwischen Laissez-Faire und Autoritarismus:

- Ist “der Mensch” fähig, seine eigenen Potenziale und das “was gut für ihn ist” selbst zu suchen? (Von “Wir haben es gefunden” sprechen oftmals die Ideolog[i]en.)
- Oder muss ein Mensch, von ‘Individuum’ bis ‘Masse’, erst kulturell gebildet und erzogen werden, gezeigt bekommen, was “richtige” und was “falsche” Kultur, Lebensweise und Geschmack sind? Aber, da es keine im Voraus gesetzte Objektivität gibt, wer mögen die “auserwählten” Menschen sein, die den Menschen erziehen, wie Jean-Jaques [Rosseau] “seinen” Emile? Wie es Max Stirner radikal kritisiert.

Die “Kulturindustrie” (als abstrakte Zusammenfassung aller [offensichtlich] “kommerziellen” Unterhaltungen) hat hegemoniale Tendenzen (vgl. Adorno). Die “Wahre Kultur”, wenn sie bloße arrogante Gegenkonstruktion bleibt, ist aber ebenso nicht inter-subjektiv orientiert, sondern projiziert eigene Vorstellungen und ein subjektives “Das ist Kultur und das nicht” auf die gesamte Gesellschaft.

April 8, 2012

CRS (2.0?)

Kapitalism Realism Socialism. One Idealism (idealism as such).

KRS-One. He’s a personality. Now also available as KRS 2.0. ;-)

Will there be Capitalism, Socialism and (more or less pragmatic) Realism after the break – when the dust of the turmoil phase of society has settled? Probably yes. But their abstract and theoretical meaning and interpretation, as well as their practical application, will have another shape.

You can have ideals – in some way everybody has some – and you  ought to think logical*. But don’t be ideological – because we are on a wrong track if only isolating our temporary world view and just repeating it instead of being open for inspiration.

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* But remember the justified skepticism of Supertramp: The Logical Song.

April 7, 2012

Y lichtendzrin

Ostern

Dualistisch formuliert hat alles zwei Pole. Zwischen denen man sich bewegen kann, und manchmal entscheiden muss, was seine Lebensphilosophie angeht. Da wären: Ideeller Absolutismus* versus Pragmatischer Relativismus.

Wir suchen das Schöne, Wahre, Gute (siehe Goethe, Antike, etc.) und erhalten doch das, was wir erhalten. Von Verdienen kann hier keine Rede sein. Das Leben ist keine Ökonomie. Eher eine große Suche nach dem Osternest des Lebens. Die Suche ist das Ziel. Zwischendurch gibt es Geschenke.

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* Zum ideellen Absolutismus [in gewisser Weise auch: Rigorismus] zähle ich den radikalen (konsequenten und am Ideal als Maßstab orientierten) Idealismus, wie auch den radikalen Relativismus (als Absolutismus, der den Idealismus als Anti-Idealismus bzw. Negations-Idealismus spiegelt).

April 6, 2012

Ka-Ching!

Das Lied “Ka Ching!” von Shania Twain ist irgendwie postmodern. Es erzählt vom Leben in einer Kredit- und Konsumgesellschaft. Dabei ist der Text bzw. Gehalt des Liedes vielleicht sogar postmodernistisch-reflektiert – bewusst oder unbewusst. Text und Melodie könnten eine Satire sein, die selbstkritisch (auf der mikrosozialen Ebene) und allgemein-kritisch (bezogen auf die makrosoziale Ebene) die eigene und allgemeine Verstrickung in Konsum-Strukturen beschreibt. Es könnte aber auch – zumindest in der ursprünglichen Absicht der Autoren des Liedtextes – ein oberflächlicher Text sein, der in herkömmlicher Weise (und dabei, da er aus einer [bisher noch] voll etablierten Unterhaltungsindustrie kommt: heuchlerisch) über die “Verfehlungen” der Masse lamentieren soll, mit denen man natürlich “nichts zu tun” hat.