Archiv für ‘Uncategorized’

Mai 18, 2012

Heterotopien: Der Kanal

Musik in der Wiener Kanalisation von oder via Isabellla

Inspirativ. Surreal und daher auch real. Musik aus der transnationalen Kanalisation.

Wenn sie oder er hinuntergeht steigt ein jeder Mensch in seine subjektiv eigene Kanalisation. Aber physikalisch es ist parallel dazu eine Kanalisation – one world. Die Verbindung von Innenwelt und Außenwelt (in subjektiver Gebundenheit) bzw. Innenwelten und Außenwelten (aus theoretischer, inter-subjektiver Vogelperspektive) gelingt sehr gut – vielleicht am Besten? – in Heterotopien. Diese im Sinne von ‘Anders-Orten’, die einerseits abgesondert sind und andererseits Teil des Ganzen. Nur mit ihrer Ergänzung, dem Gegenüber der Welt “da draußen”, werden sie – sowohl grob dualistisch als auch differenzierter pluralistisch – zu einem Kontrast. Einem Ort, den wir unterscheiden können. An solchen Orten sind Kontemplation und Treffen von subjektiven Perspektiven möglich. Zumindest theoretisch. Ob aus dieser ‘vita contemplativa’ auch eine Wirkung auf die ‘vita activa’ ausgeht ist offen.

Januar 15, 2012

Thomas Strobl (virtuell) verschollen

Formfrei

Thomas Strobl

An dieser Stelle bloggt Publizist und FAZ-Autor Thomas Strobl über die großen und kleinen Dinge des Lebens. Mal kurz und knapp. Mal mit vielen Worten. Nicht Ökonomie. Nicht Politik. Ausser wenn es gar nicht anders geht. Dafür alles andere umso lieber.

So wird Thomas Strobls Blog aka Artikel-Seite auf FAZ online beschrieben. Da datiert der letzte Eintrag vom 27. September 2011. Ist Thomas Strobl im Urlaub? Weiß jemand was, hat er was gesagt? Ich schaue die letzten Monate in unregelmäßigen Abständen nach, ob sich was tut. Aber bisher Funkstille. Vielleicht ist das ja auch so gedacht. Aber ich bin (oberflächlich und dezent) neugierig.

Urlaub, Auswanderung, Weltreise?

Ich hoffe, es geht ihm so weit gut. Er darf sich gerne auch hier melden, muss aber nicht sein. Wäre halt nett um meine Neugier und inzwischen abstrakte Sorge zu bedienen.

 

Dezember 31, 2011

Markt der Illusionen

“Einen interessanten Fang haben wir uns hier eingefangen,” sagte der Hobby-Kryptozoologe Dornkaat Wallenstein. “Aber Markt Euch keine Illusionen,” fuhr er rhetorludisch fort. “Wir brauchen mehr als das, um vom wirtschaftlichen System Support zu erhalten. Nur eine gute Geschichte zählt heute nicht mehr. Wir brauchen eine gute Mischung aus Sex, Intrige und Volksnähe.”

“Wie sollen wir das alles in unser Projekt integrieren?” fragte Lohbichler Michi sorgenvoll.

“Vielleicht müssen wir unser ‘Projekt’ auch in den heute gefragten Standard integrieren.” mutmaßte Manfred.

“Wissenschaft schafft Arbeitskraft, also Motivation, aber auch Arbeit. Das sind zwei Seiten eines Tetraeders.” sagte Dornkaat.

“So lange das Paradigma stimmt, würde Kuhn vielleicht sagen, passt das.”

“Der Eine verteidigt zwanghaft das Bestehende, der andere propagiert ebenso zwanghaft das Neue.”

“Der Eine betreibt eine Routine und konstituiert sie dadurch. Der Andere wird davon angetrieben, letztlich eine neue Routine zu etablieren.”

“Bring Dich auf einen allgemeinen Überblick über den Stand unseres auskonstruierten Fachgebietes. Dann entscheide Dich: Routine und sichere Wege zu etabliertem Ansehen und Position im Betrieb. Oder Herausforderung des Alten um der Herausforderung willen. Neuer, steiniger Weg, mit dem ambivalenten Ruhm des Außenseiters. Mit der Möglichkeit sozial bekannt zu Scheitern oder zu Obsiegen. Als Vorreiter eines neuen Paradigmas.”

“Is eigentlich egal.”

“Könnte eine Typfrage sein.”

“Letztlich entscheidet also wohl wieder die Psychologie innerhalb der soziologischen Strukturen über Position und Positionierung. In der Religion wie in der Wissenschaft.”

“Wissenskonstruktion und Glaubenskonstruktion sind nicht weit auseinander. Und doch zwei verschiedene gesellschaftliche Funktionsbereiche.”

Dezember 24, 2011

AmazonInnen und Weihnachten

Wildgewordene und teils wild gewordene AmazonInnen ziehen durch die Straßen und Landschaften. Sie überfallen Menschen und nötigen Sie, Grimassen zu schneiden oder über Ihr Leben nachzudenken (nicht höflich, vor allem aber: In vielen Fällen nicht nett). Sie steigern sich in ihrem Aktionismus in mehreren Etappen bis zum Plündern von Zitaten und Aufrufen der Revolutionsgeschichte – von Versuch über Darstellung und Pose. Wer sich Ihnen in den Weg stellt wird mit einem Stimmen-Gewirr von Fragen ge- und über-fordert. “Bist Du glücklich?” “Was ist Dein erster Lebensinhalt?” “Was willst Du erreichen?” “Was fehlt Dir in Deinem Leben?” etc. Dabei wird mit der Du-Form die übliche Distanz überschritten, was unangenehm sein kann. Oder es wird gelacht, der Vorbeigehende betrachtet und in seinen Reaktionen beobachtet. Danach zieht die Horde weiter und ver-un-sichert die nächste soziale Situation.

Heute ist Weihnachts-Abend. Allen Menschen einen ruhigen oder unruhigen Abend, so wie Sie ihn sich wünschen.

Dezember 20, 2011

Große Welt in den kleinen Welten

Wolfgang I. war der Slavoj Žižek des Gymnasiums A., fällt mir gerade assoziativ ein. Volker K. vielleicht ein bisschen der Antonio Gramsci und aber auch die friedliche Version von Leo Trotzki.

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Oktober 27, 2011

“Pofallaisierung” der Politik?

Pofalla-Symbolik und zivilgesellschaftliche Empörung als Ausdruck der Bewegung und Unklarheit in der Zeit des Strukturwandels. “Hip-Hoppisierung” zugespitzter Äußerungen in der Politik. Nicht gut oder schlecht, aber Ausdruck der Zeit.

Berlusconi “disst” Merkel, Sarkozy sagt indirekt, Cameron (nicht Diaz, sondern David) solle die “Fresse” halten. Pofalla konnte Bosbach nicht mehr ertragen, obwohl er ihn körperlich durchaus sehen konnte. Sarkozy disst immer wieder Merkel.

Verunsicherung entspricht hier Unklarheit. Bei politischer Ebene wie in der Gesellschaft.

Keine Angst: Danach treffen sich alle beim EU-Gipfel und machen ein Gruppenbild. Auf den Straßen sammeln sich verunsicherte Menschen und die Zivilgesellschaft erfüllt nonintentional (nicht wie bei Gramsci negativ oder im Republikanischen Ideal positiv erzählt) ihren Zweck. Zweck aber im Sinne von “Die Geschichte geht weiter” nicht in einem näher konkretisierbaren technischen Sinn.

Mai 8, 2011

Virtuelle Verbindung

Internet-Suchmaschinen sind und erzeugen eine faszinierende Konstruktion: Eine empfundenermaßen und praktisch wirkende direkte (mit technisch geringen Hürden) Verbindung zwischen Welten. Diese Verbindung selbst schafft wiederum eine Welt, deren Charakteristikum das Verbundene bzw. die konstruierte Möglichkeit der weltweiten Verbindung zwischen verschiedensten Gedanken und Perspektiven ist. Dass diese Welten sich deshalb gleich alle besser verstehen ist wohl keine automatische Folge. Man kann auch innerhalb der Welt der möglichen Verbindungen, des virtuellen Austauschs, aneinander vorbei kommunizieren und die Perspektiven fremd sein lassen. Aber er/sie/es ist möglich. Das ist für mich schon faszinierend. Die Berührung und gelegentliche Herstellung von Kontakt zwischen verschiedenen Perspektiven und subjektiven Welten.

Als ein Song zur virtuell verbundenen Welt kann für mich interpretiert werden: Die Sterne – Stell’ die Verbindung her. Sozusagen visionär aus dem Jahre und aus der Welt von 1996.

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September 30, 2010

Jubilae

19 Jahre Green Tree Records. Wir gratulieren.

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Dezember 15, 2009

Goodle

Wie mir das Google Doodle Logo vom heutigen 15. Dezember 2009 informativerweise mitteilte, ist heute der 150. Geburtstag von Ludwik Lejzer Zamenhof [dt.: Ludwig Lazarus Samenhof, Esperanto: Ludoviko Lazaro Zamenhof]. Vor 150 Jahren wurde der Mann geboren, der die Idee einer internationalen Sprache zur besseren Verständigung der Menschheit hatte.

Möge die Idee bzw. der Geist der Verständigung im Sinne Zamenhofs in Zeiten weltweiter Kommunikation weiter belebt und gelebt werden. Nicht nur in der Oberfläche, obwohl die auch wichtig und wahr ist, sondern ab und zu und interkulturell auch in der Tiefe.

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Dezember 14, 2009

Shimanov über die Utopie des Liberalismus

Im Liberalismus setzt auch das politische Recht am Individuum an. Der einzelne Mensch hat in dieser Theorie viele bzw, starke Rechte, die nicht zur Disposition stehen sollen. In der Realität, also der Praxis des Regierens aber entscheidet über alle Fragen, die zur Entscheidung stehen auch die Macht. Es wird praktische Realität, was durchgesetzt wird. Sei es von einer Herrschaft, die eine aktive Mehrheit zu sammeln weiß, oder sei es eine passive Mehrheit, die diese Praxis duldet. Das Recht ist nur so viel wert, wie es durchgesetzt werden kann.

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