La Grèce: Je ne veux pas travailler (trop).
L’Union européenne: Si c’est le cas – moi non plus.
Achtung: Déviance pourrait être contagieuse
Wien ist nicht überall und doch
La Grèce: Je ne veux pas travailler (trop).
L’Union européenne: Si c’est le cas – moi non plus.
Achtung: Déviance pourrait être contagieuse
A: Ich mache keine faulen Kompromisse. Annähernd alles was ich mache, mache ich aus Faulheit.
B: Der Fleiß des Faulen. Sollte auch mehr gewürdigt werden eigentlich.
A: In der Tat bzw. in der Nicht-Tat. Durch Taten soll man sie erkennen. Allerdings in diesem Fall nicht, weil man so viel von irgend etwas tut, sondern weil man es nicht tut. Auch wenn das vielleicht nicht Pareto-zufrieden macht. Mit der Zeit oft auch sehr unzufrieden.
B: Die tatsächliche Pflege der Faulheit ist nicht einfach. Eine Herausforderung. Vielleicht besonders in unserer Zeit, wo allem einen Sinn beigemessen wird. Wenn er fehlt, muss man ihn suchen. Oder zumindest eine glaubwürdige Attrappe aufstellen.
A: Heute ist auch die Faulheit komplex.
B: Eine Frage, wie man sich und sein Leben in einer Umwelt austariert, die ständig damit beschäftigt ist, sich mehr oder weniger gut auszutarieren.
A: Das ist Arbeit. Für die Griechen und Römer kam die Muße noch vor der Arbeit. Also in der Hierarchie der Beschäftigungen.
B: Allerdings basierte die Denkbarkeit eines für größere Bevölkerungsteile möglichen Müßiggangs, als ausgedehnte Beschäftigung, auf der Sklavenwirtschaft. Die einen “arbeiten”, die anderen “Denken”. Zwar denken viele beim Arbeiten und intensives Denken ist auch Arbeit. Aber diese Arbeitsteilung gibt es öfters.
A: Ja, Arbeitsteilung. Dann teilt man die Arbeit. Aber es bleibt Arbeit. Ob gut oder schlecht.
B: Mir deucht, die Arbeit in einem weiteren Sinne ist unentrinnbar.
A: Vielleicht hilft dann nur noch eine Umdefinition.
B: Arbeit abschaffen durch Veränderung des Begriffs bzw. seiner sozialen Deutung. Sozusagen eine diskursive Methode.
A: Die Arbeit abschaffen? Warum nicht? Natürlich fällt einem viel ein, ‘warum nicht’. Aber die Frage bleibt trotzdem bestehen. Vielleicht gerade, weil sie perspektivisch unterschiedlich beantwortbar ist.
B: Oder die Arbeit zu etwas machen, was mehr hergibt, was erfüllender ist als „herkömmliche Arbeit“.
A: Marketing und subversive Diskurs-Beiträge verbinden, das klingt gut. Kann etwas, das gut klingt, praktikabel sein?
Das Verhältnis zwischen Leistung und Entspannung
Fred: Waast, mit da Disziplin, des is es, mit da Disziplin, daas die heut kaaner meea hott, des hott oeß ins Wanken bracht.
Oscar: Wissen Sie, Herr Fred, der Witz is hjo daas: Des stimmt aach noch. Es klingt nach allfelliger Kulturkritik-Routiine. Isses vielläächt auch – aba nicht in diesämm Zusammenhaange.
Fred: Germanien als Sparta, wer hätte das zu römischer Zäät gedacht? Durch das Wirtschaftssparta zum “Wirtschaftswunder”. Höötezutage als lässiges “Komm ich hööt nicht, komm ich moagen – vielläächt.”
Oscar: Vom Wirtschaftssparta zum Zaahlmäista würden maanche EU-Defaitisten sagn.
Fred: Vielleicht ham die Teutschen die Disziplin abgelegt, aber nicht die dazu gehörende Kultur entwickelt. Eine Kultur der Relativität des Läästungsgedankns.
Oscar: So wie sie zum Bäschpill die Italiener haben.
Fred: Ja, also Kultur, nicht pauschal jedes einzelne Individuum oder jede Region und so wääta.
Oscar: Oder wie die Franzosen – die Probleme einfach wegstreiken.
Fred: Währenddessen die Italiener sich einfach nicht zu sehr damit beschäftigen.
Oscar: Die sand mit ihrär kultuviertn Gelossenheit viellächt ganz gut auf die zukümftigen Enderungn vorberätet.
Fred: Italianità per Urbi et Orbi?
Oscar: Per haps.