Mai 11, 2011
Das Leben spielt sich zwischen, durch und entgegen unseren Vorstellungen ab.
Eine Frage ist, ob wir eher unser Leben unseren Vorstellungen oder unsere Vorstellungen unserem Leben anpassen.
Eine weitere Frage ist, ob wir diese Frage selbst (mit)beantworten können.
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Oktober 21, 2009
Zitat aus einem Basketball-Blog: “Oben und unten ist relativ”.
Das stimmt. Man kann finanziell in wohlständigen Verhältnissen leben und trotzdem unzufrieden sein, man kann arm sein, aber glücklich – und umgekehrt. Wenn man aber oben und unten austauscht bzw. die Verhältnisse durchmischt ist bald wieder alles so wie es war. Oben A und unten B = Oben B und unten A. Nicht individuell, hier gibt es deutliche Unterschiede: Ein guter Monarch bedeutet für seine Untertanen etwas deutlich anderes als ein schlechter Monarch oder gar ein bösartiger Herrscher. Aber in der Masse (Durchschnitt) und nach einer gewissen Zeit (x) führt der Austausch von oben und unten, vermutlich egal in welchem Bereich, zu keiner Veränderung der Gesamtverhältnisse. Das könnte man erschreckend nennen – oder beruhigend, weil verlässlich.
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Oktober 16, 2009
These: Nur mit Diesseits-Jenseits-Vorstellung ausgestattete, also klassisch-gläubige Menschen haben das Recht, das Leben puristisch (sozusagen quasi-ideologisch) anzugehen – und sich dem Diesseits abzuwenden, das heißt auch von Forderungen an das Diesseitige und an die Diesseitigen. Das irdische Leben allein ist – neben allen intersubjektiven Argumenten – zu kurz, um eine Ideologie für das Diesseits rechtfertigen zu können.
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Oktober 14, 2009
Was bedeutet neu im historio-kulturell-evolutionären Kontext? Hier kann man u.a. zwischen zwei Fragestellungen unterscheiden:
- Kann es noch etwas wirklich Neues auf der Welt geben oder ist alles “Neue” eine neue Form eines bereits Gewesenen?
- (Wenn es nach Frage 1 theoretisch möglich ist:) Gibt es in den heutigen Rahmenbedigungen und Möglichkeiten der Kultur noch etwas Neues?
Die Frage kann nicht nur im kunstkulturellen Bereich gestellt werden, sondern auch in der Politik, in der Geschichte, in der gesamten Bandbreite menschlicher Kultur und der gesamten Entwicklungsgeschichte des Menschen. Bei der Entwicklungsgeschichte des Menschen kann man natürlich nur die heute bekannte(n) Geschichte(n) vergleichen, was im geschichtlichen Dunkel liegt leider nicht. Aber sollte man beim Vergleich geschichtlicher Abläufe auf allgemeine Regeln treffen, würden diese vermutlich allgemein für Bekanntes und Unbekanntes in der Geschichte und vermutlich auch für die Zukunft gelten. Oder kann der Mensch durch kulturelle Evolutionssprünge sich selbst quasi aus seinen menschlichen geschichtlichen Wiederholungsmustern katapultieren?
Die Frage, die mich auf so allgemeine Sinnierung brachte, stellte sich nach Betrachtung eines Musikvideos: Sind die ‘The Ting Tings’ die neuen ‘The White Stripes’? Oder sind die The White Stripes einfach immer noch The White Stripes? Und neue Dinge sollten lieber neu sein oder gar nicht?
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