Artikel getaggt mit ‘Politik’

Mai 1, 2012

Fußball zwischen Moral und Ethik

Kurz vor der Tür der Ausführung steht die Männer-Fußball-EM 2012. Bisherige geplante (abstrakte) Gastgeber sind die Staaten Polen und Ukraine. Viele Menschen sind nun, eher aktuell, aus moralischen Gründen für den Entzug der Spiele für die (bzw. in der) Ukraine. Manche freuen sich schon auf die Verlegung der Spiele nach Deutschland.

Aus dieser Sicht schlägt Fußball also doch Politik. Selbst in unserer ungeordnet-politisierten Umbruchzeit.

April 26, 2012

Französisch Film 1970er

Hallo allerseits,

Ich suche einen vielleicht französischen oder italienischen Film, von vermutlich Anfang bis Mitte 1970er-Jahre (vielleicht auch Ende 60er). Ich versuche so die Handlung wiederzugeben:

Einige Gauner treffen sich in einer Kneippe, ich glaube in Paris, und planen eine Geschäftsumstrukturierung. Sie erkennen den Geist ihrer Zeit und wollen, um auch etwas vom Kuchen abzubekommen, eine Gewerkschaft gründen. Das tun sie glaube ich auch.
Es gibt auch eine Prostituierten-Versammlung im Stile der Zeit, auf der die Damen neue und bessere Rechte von ihren Zuhältern fordern.
Zwischendurch machen die Hauptrollen auch Geschäfte mit einem korrupten Politiker, der gerade Diktator in vermutlich Afrika oder der Karibik ist.
Am Ende betätigen sich einige der Ganoven als umjubelte Revolutionsführer in Afrika.

Geiler Film, der so ziemlich alles in Politik, Macht und Korruption auf sehr unterhaltsame Weise darstellt. Leider Titel vergessen.

März 8, 2010

Showbiz

Wenn es Westerwelle nicht gäbe, müssten die Konkurrenzparteien und die Medien ihn erfinden.

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Dezember 5, 2009

2009 – 60 Jahre BRD

Bundeskanzlerin Merkel: „BRD ist Erfolgsgeschichte

Oder ist der Erfolg der BRD Geschichte?

Wollen wir’s nicht hoffen. Denn viele von uns leben schließlich vom Erfolg dieser Geschichte – und alle (außer Aussteigern, die bildlich in den Garten vor dem Haus der Gesellschaft gezogen [worden] sind) leben in dieser Geschichte. Nur die Erzählungen über das Buch, dessen Teil wir sind, unterscheiden sich nach verschiedenen Perspektiven.

Mal einige positive Aspekte: Von den finanziellen und sozialkonstruktiven Grundsicherungen des Sozialstaates (mit seiner Integrations- und Exklusions-Ambivalenz) können die (nach heute gültigen Kriterien sozial „gemessen“) weniger Fleißigen und die (nach heutigen Maßstäben) weniger Leistungsfähigen (die nichts dafür können) heute im Allgemeinen zumindest besser leben, als in wirtschaftlich nicht so produktiven Zeiten. Es gibt heute einen (im historischen Vergleich gesehen) relativ allgemein die Rechtsgleichheit respektierenden (und gleichzeitig institutionell darstellenden) Rechtsstaat. Die auf Grundlage der Verrechtlichung des Eigentums organisierte Wirtschaft ermöglicht eine relativ große (materielle) Angebotsvielfalt und relative Innovationsdynamik (ich schätze dabei besonders die Entwicklungen in Medizin und Forschung und deren relativ große Massenzugänglichkeit).

Optimistisch betrachtet haben wir in unserer Zeit (an die wir, je nach Interpretation, mehr oder weniger stark gebunden sind) auch eine kulturelle Vielfalt. Wenn wohl auch heute (und vermutlichst nicht weniger als in anderen Zeiten) mit der Tendenz zu sozialer Konformität, die dem Sozialwesen Mensch eigen zu sein scheint. Die wohl auch wichtig ist. Die aber theoretisch kulturell eine Einschränkung darstellt. Aber immerhin auch eine Grenze, an der man sich (theoretisch) reiben kann.

Wir leben (in Deutschland und Europa) in demographisch „saturierten“ Zeiten (siehe Gunnar Heinsohn und andere). Das ermöglichte 60 Jahre friedliche Zeit für die Menschen. Wie sind die mittelfristigen wirtschaftlich-sozialen Aussichten? Hier mal (unter vielen anderen [inter-]subjektiven Betrachtungspositionen) eine optimistische Perspektive:

Auch wenn es in manchen Bereichen aufgrund menschlicher Schwächen und politischer Kurzfristigkeitsorientierung nicht so gut aussieht: Irgendwie gehts immer weiter. Wenn die Phase der Illusionen (im ökonomischen Bereich: „Häuser zum Nulltarif, Zentralbankgeld zum Nulltarif, Wohlstand aus der Notenpresse“ etc.) – einem möglicherweise immer wieder beobachtbaren Wellenverlauf entsprechend – einmal wieder in eine etwas „solidere“ Phase übergeht, kann der Stand der Entwicklung (wie auch immer man zu diesem steht) eventuell auch in einer alternden und „gesetzten“ Gesellschaft erhalten werden. Für Innovationen darüber hinaus braucht es in einer gesetzten und demographisch ruhigen Gesellschaft vermutlich auch passende – sozusagen innovationsinnovative – Ansätze. Menschen waren aber schon immer kreativ. Dynamisch waren und sind sie nicht immer, sondern nur unter bestimmten Umständen. Die Kreativität müsste sich also etwas einfallen lassen, um die Dynamik zu ersetzen oder auf anderen Wegen als bisher zu simulieren/generieren. Dies scheint im Angesicht der Selbsterhaltungsfähgkeit von sozialen Systemen (bis zu gewissen Grenzzuständen) möglich.