Monat: Februar 2010

Przimbels Abenteuer in einer Welt

Göktan Przimbel hat es letztens noch klar zum Ausdruck gebracht. Als der Besitzer des Copy-Shops (welcher nicht unbedingt der Eigentümer sein musste) sagte: „Wie viele Kopien wollen Sie davon?“, sagte Gökke, so sein Spitzname, einfach, aber doch tiefgehend: „So viele, wie die FED erlaubt.“

Die Bankangestellten der örtlichen Bank, die gerade am Copyshop vorbeiliefen lächelten ob dieser Worte.

Advertisements

Berufsentscheidungen

„Nicht denken, lenken.“ So heißt es nicht nur beim Autofahren, wenn viel Verkehr ist.
„You can’t stop deutsch“ said somebody. „Test the best, forget the rest.“ I thought of Rolf Zacher, a legendary witty mensch. Udo Lindenberg seems to be a bit alike.
Eigentlich wollte (oder will immer noch aber mache derzeit was anderes/ es nicht) ich das Lustige Taschenbuch zum nihilistischen Kampfblatt machen. Aber es gefiel mir mit der Zeit so – ich wusste bereits nicht mehr was mir gefiel, aber ich mochte den Zustand und wollte ihn vorläufig beibehalten.

Schein in Konsequenzen real

Possibilistisch pragmatistisch:
Der (An)schein kann in seinen Konsequenzen real sein.
„Der Schein bestimmt das Bewusstsein.
Und ich meine nicht den Geldschein. Der ist auch nur ein kleines Rädchen im Wind der Fahnen, Farben und Symbole, mit denen sich menschliche Wünsche, Sehnsüchte und Illusionen verdinglichen.“

Im Stile der 1960er-Jahre wäre es also möglich, ein Schein-in zu veranstalten, oder es einfach zu sein.

Solidarität mit dem Pilotenstreik

Ein Kommentar,
nicht von Hugo Müller Nikolaus von Wagner

Sie glauben vielleicht, „Diese Piloten, überbezahlte Säcke. Die brauchen doch nicht zu streiken, die verdienen doch genug und brauchen nicht noch eine Gehaltserhöhung.“ Und subjektiv stimmt das vielleicht auch. Aber darum geht es nicht.

Es geht ums Ganze. Nicht darum, das „Ganze“ zu erhalten, sondern es ist das Ganze all-immerda. Es ist, es braucht nicht gerettet und kann nicht im eigentlichen Sinne verändert werden. „Dann wäre es ja egal, ob die Lufthansen nun streiken oder nicht.“ Das könnte man meinen.

Aber: Wenn es der Lufthansa und der Seite (der Medaille) der Manager gelingt, den Piloten das streiken zu verbieten, dann…
Es könnte ein Präzedenzfall für die gesamte Situation werden.

Denken Sie darüber nicht weiter nach, es bleibt mithin eh subjektiv. Daher: Solidarität mit den streikenden Piloten. Polis for Pilots!

Menschen

„Wegen der zeitlichen Verzögerung wird der Gedankenaustausch mit entfernten außerirdischen Zivilisationen nicht einfach sein. Aber allein die Tatsache, dass es sie gibt, wird unser Selbstbild so grundlegend verändern, wie es Kopernikus vor fünf Jahrhunderten gelang. Und trotz der Entfernung werden wir natürlich versuchen, mit ihnen zu reden. Ein Drittel von uns wird sie erobern, ein Drittel bekehren wollen. Und der Rest wird versuchen, ihnen irgendetwas zu verkaufen.“

Paul Saffo

Wirklich bedingungsloses Grundeinkommen

Ist ein wirklich bedingungsloses Grundeinkommen möglich? Aus viva-zentristischer Sicht vielleicht nicht.

Sayadin brachte einen (zumindest nach „tradiertem Denken“ verständlichen) Einwand dagegen, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen möglich sei:
Man müsse zumindest die Bedingung erfüllen, zu leben, um Anspruch darauf haben zu können. Diese Sichtweise ist für die heutige Gesellschaft symptomatisch, und zeigt auch die einseitige Fokussierung der Debatte auf Lebende, das heißt, auf eine sowieso schon privilegierte Form der Existenz.

Einen Ausweg aus der strukturellen Diskriminierung der Nichtlebenden, nennen wir es das Existenz-Dilemma,  könnte die innere Logik des deutschen Rechts liefern:
Im positiven deutschen Recht gibt es Pflichten, die nicht einfach mit dem Tod enden. Der Logik dieser Konstruktion nach könnte es auch Rechte geben, die nicht mit dem Tod enden. Rechte, die den Menschen von einem eventuell von einer „Vitae-Lobby“ beeinflussten Staat vorenthalten werden. Man hat ja theoretisch auch das Recht, dass man nach dem Tod etwas an den Staat vererbt (Recht auf Erbschaftssteuer) und den Rest an Personen seiner Wahl (bis auf den Pflichtteil an undankbare Verwandte). Oder auch das Recht, dass Angehörige einen nach vorgeschriebenem Ritus beerdigen müssen.
Daher wäre ein Recht auf ‚Bedingungsloses Grundeinkommen‘ auch nach dem Tod (oder sogar vor der Geburt) durchaus ein Schritt zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Dieser Anti-Nekroismus ist sowieso lange nicht thematisiert und bekämpft worden in einer viviarchalisch geprägten westlichen Welt.

Endgültige Überwindung der Knappheit

„Nur, falls jemand eine Rangliste macht,“ sagte Ermin Peraschcik. „Und es dabei auf den Zeitpunkt der Mitteilung des rechtlichen Anspruchs macht: Ich melde mich hiermit fürs ‚Bedingungslose Grundeinkommen‘ an.“
„Spätestens seit Mancur Olson wissen wir, dass die konkret organisierten Gruppeninteressen sich im demokratischen Umverteilungsstaat am Besten durchsetzen. Daher: Ran an die Fiktion – im Sinne von Frederic Bastiat.“