Archive for April, 2011

24. April 2011

Österlicher Dialog

Das Verhältnis zwischen Leistung und Entspannung

Fred: Waast, mit da Disziplin, des is es, mit da Disziplin, daas die heut kaaner meea hott, des hott oeß ins Wanken bracht.
Oscar: Wissen Sie, Herr Fred, der Witz is hjo daas: Des stimmt aach noch. Es klingt nach allfelliger Kulturkritik-Routiine. Isses vielläächt auch – aba nicht in diesämm Zusammenhaange.
Fred: Germanien als Sparta, wer hätte das zu römischer Zäät gedacht? Durch das Wirtschaftssparta zum „Wirtschaftswunder“. Höötezutage als lässiges „Komm ich hööt nicht, komm ich moagen – vielläächt.“
Oscar: Vom Wirtschaftssparta zum Zaahlmäista würden maanche EU-Defaitisten sagn.
Fred: Vielleicht ham die Teutschen die Disziplin abgelegt, aber nicht die dazu gehörende Kultur entwickelt. Eine Kultur der Relativität des Läästungsgedankns.
Oscar: So wie sie zum Bäschpill die Italiener haben.
Fred: Ja, also Kultur, nicht pauschal jedes einzelne Individuum oder jede Region und so wääta.
Oscar: Oder wie die Franzosen – die Probleme einfach wegstreiken.
Fred: Währenddessen die Italiener sich einfach nicht zu sehr damit beschäftigen.
Oscar: Die sand mit ihrär kultuviertn Gelossenheit viellächt ganz gut auf die zukümftigen Enderungn vorberätet.
Fred: Italianità per Urbi et Orbi?
Oscar: Per haps.

23. April 2011

Punks könnten Merkel bevorzugen

Ein möglicher (fiktiver) pragmatischer Punkphilosoph sagt: Ist Angela Merkel nicht die beste, erfolgversprechendste, weil vielleicht schnellste unter heutigen Bedingungen gegebene Möglichkeit zur Zerstörung dieser „unserer“ Gesellschaft mit ihren eigenen Waffen?

Diese Waffen sind die selbst gewählte und gewollte Beliebigkeit. Und es ist die Widersprüchlichkeit als Grundgegebenheit der menschlichen Kultur. Die Widersprüchlichkeit kann aber so stark werden, oder die integrativen Kräfte des Ausgleichs so schwach, dass es über das zu exzentrisch Auseinanderdriftende ins Auseinanderfallende übergeht. Eine offen zu Tage tretende, die Schwerkraft der Mitte temporär verlassende, Auslebung einzelner Teile des vormals zusammen gebundenen Widerspruchs der Idee des Staates als Ordnung aller auf Kosten der Freiheit aller (frei nach Frédéric Bastiat).

Ein vielleicht drohendes Implodieren der biedermeierlich-bürgerlichen ausgewogen konstruierten Ordnung – Zusammen- und Auseinanderfallen im wirtschaftlichen wie kulturellen Bereich, auf Basis der sozialen Desintegration. Diese Desintegration läuft teils bewusst angestoßen und teils sozialdynamisch und in Wechselwirkung selbständig ab. Keine Explosion, da die demographische Struktur der deutschen und europäischen Gegenwart keine größeren Explosionen spekulativ vermuten lässt.

„Angela Merkel, eine Gefahr für die heutige Struktur?”
Wir sagen Ja. Wir sagen aber auch: Warum nicht?

Punks pro Merkel

18. April 2011

Bundeswehr ist Freiwilligenarmee

Die militärischen Ränge bei der Bundeswehr sollen reformiert werden.

So soll u.a. die laut Bundeswehr-Marketingkorps veraltete“ Bezeichnung Oberstleutnant durch die neue Rangbezeichnug „Commander“ abgelöst werden. Offiziere im Rang des Oberst sollen in besonderer Verwendung den Zusatztitel „Total Commander“ erhalten.
Für Fregattenkapitäne sollen „Master and Commander“ die neuem Bezeichnung(en) sein.
Für Oberste der Luftwaffe soll entsprechend der Titel „Wing Commander“ gelten.

Mit dieser zukunftsweisenden Reform will die Bundeswehr wieder attraktiver für junge Leute der heutigen „Generation Internet“ werden, so ein Sprecher der oliv-grünen Vereinigung. Ob gezielt auch Mitglieder der pädagogisch umstrittenen „Generation Counterstrike“ angeworben werden sollen, ließ der Sprecher noch offen: „Wir sind aber auf jeden Fall eine bunte Truppe,“ fügte er lächelnd hinzu. „Outdoor-fun“ und „Indoor-Internet“ passten gut zusammen, wolle man den potenziellen neuen „comrades“ signalisieren.

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5. April 2011

Fred und Oscar

Fred: Wenn die Linksradikalen „kulturkritisch“ werden, ist das natürlich eine nihilistisch-absurde Situation. Aber vielleicht steht es dann wirklich einmal – oder gar ein Mal – ernst um die Gesellschaft als solche -> und es ist nicht nur die ewige Nörgelei, dass gestern noch alles besser war.

Oscar: Dass man sich theoretisch manchmal wünschen würd, an dem Niedergang sei was dran, weil dann auch das dumme Geschwätz niederginge, das kann ich verstehen. Aber Dein Ansinnen hört sich ein wenig nach folgendem an: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos?“ Bist Du zum Pruteniker geworden?

Fred: Nein, so weit geht die soziale Neurose noch nicht. 😉 Zumindest hilft die natürliche Gelassenheit – die nicht Zynismus ist, aber doch „Eisicht in die Gegebenheit hat“ – hier, nicht in individualistische Verzweiflung oder soziale Hysterie zu verfallen.

Oscar: Der Mensch als homo sociologicus neuroticus.

Fred: Ja. Der Mensch ist – auch – abhängig und abgestoßen von seiner sozialen Gebundenheit.

Der kleine Mann im Kopf

Was wir sind | Was wir sein wollen | Was wir tun

Die Kieker (Die Spoekenkiekerei )

Blick in die Zukunft des politisch-medialen Komplexes

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Moabiter Seefahrten

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Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

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