Monat: Mai 2011

Ideal des Differenzierens

Man kann es so sehen: In der theoretischen Beschäftigung (nicht auf der lebenspraktischen Handlungsebene) mit prinzipiell allem kann man und sollte man (in einem möglichst weitgehenden, so weit subjektiv menschenmöglichen Maß) die soziale Einbettung und den jeweiligen Kontext der Dinge differenzieren.

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Erfolg kommt aufs System an

Oscar: Hörst, Du alter Walzenbummler. Was machst Du denn da draußen? Gibt’s kein Morgen mehr oder hast Du das alles nur für eine Woche eingekauft?
Fred: Ich weiß auch nicht, was in mich gefahren is. Ich hab nur ein wenig zum Leben kaufen wollen und nun hat mich der Genuss gepackt! Ich hab alles gekauft, was ich schon immer nicht haben musste.
Oscar: Fin de siècle am Anfang des Jahrhunderts, sogar am Anfang des millenio?
Fred: Man kann ja nicht ewig streben. Wenn man Karriere macht, macht man das ja nicht der Karriere wegen, sondern aus egoistischen Gründen.
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Schreiben, Stil, Test, Roboter, Neue Welt


Dietmar Dath

Ich entschuldige mich bei Dietmar Dath. Der Test wird aber von einem gut programmierten Roboter durchgeführt. So gesehen in mehrfachem Sinne die Stilkritik einer neuen Zeit. In gewisser Weise basisdemokratisch, heute als virtuelle Klick- und Kommentar-Variante durchaus praktisch möglich: Jeder darf was reinschreiben, erhält eine (Ein- und Zu-)Ordnung durch Stil, und wird wahrgenommen. Und das Ganze passiert in der neu konstruierten virtuellen Großgesellschaft / „Welt“, und durch eine programmierte Maschine. Die Zukunft ist hier durchaus nicht mehr ganz futuristisch.

Virtuelle Verbindung

Internet-Suchmaschinen sind und erzeugen eine faszinierende Konstruktion: Eine empfundenermaßen und praktisch wirkende direkte (mit technisch geringen Hürden) Verbindung zwischen Welten. Diese Verbindung selbst schafft wiederum eine Welt, deren Charakteristikum das Verbundene bzw. die konstruierte Möglichkeit der weltweiten Verbindung zwischen verschiedensten Gedanken und Perspektiven ist. Dass diese Welten sich deshalb gleich alle besser verstehen ist wohl keine automatische Folge. Man kann auch innerhalb der Welt der möglichen Verbindungen, des virtuellen Austauschs, aneinander vorbei kommunizieren und die Perspektiven fremd sein lassen. Aber er/sie/es ist möglich. Das ist für mich schon faszinierend. Die Berührung und gelegentliche Herstellung von Kontakt zwischen verschiedenen Perspektiven und subjektiven Welten.

Als ein Song zur virtuell verbundenen Welt kann für mich interpretiert werden: Die Sterne – Stell‘ die Verbindung her. Sozusagen visionär aus dem Jahre und aus der Welt von 1996.

Lebenspraxis

Churchill-Film

Churchill hält vor seinem Kabinett eine Rede zum Kampf des englischen Staates gegen den Überfall des Deutschen Reiches auf Europa. Mit vielleicht nicht unnützem Pathos beschwört er den Kampf gegen die Besetzung bis zum Tod aller anwesenden Zuhörer. Das wirkt wegen seiner heldenartigen Absolutheit befremdlich für differenzierungsgewöhnte Ohren und erlernt (bzw. konditioniert) mehrperspektivisches bzw. reflexives Denken. Es mag gleichzeitig (zum Staatserhalt) notwendig gewesen sein, und gegenüber der Bedrohung ist das „Notwendige“ (Zweckmäßige) in diesem Fall wohl intersubjektiv segensreich gewesen. Keine Kapitulation. Aber es ist in dieser Form (der instrumentellen Vereinfachung) nichts, was meine Emotion gewinnt.

Szenenwechsel. Nun steigt Churchill nach dem Baden aus dem Meer und lässt sich mit dem ersten Schritt von seinem Leibwächter Feuer für seine Zigarre geben. Er ist mir sympathisch.