Lebenspraxis


Churchill-Film

Churchill hält vor seinem Kabinett eine Rede zum Kampf des englischen Staates gegen den Überfall des Deutschen Reiches auf Europa. Mit vielleicht nicht unnützem Pathos beschwört er den Kampf gegen die Besetzung bis zum Tod aller anwesenden Zuhörer. Das wirkt wegen seiner heldenartigen Absolutheit befremdlich für differenzierungsgewöhnte Ohren und erlernt (bzw. konditioniert) mehrperspektivisches bzw. reflexives Denken. Es mag gleichzeitig (zum Staatserhalt) notwendig gewesen sein, und gegenüber der Bedrohung ist das „Notwendige“ (Zweckmäßige) in diesem Fall wohl intersubjektiv segensreich gewesen. Keine Kapitulation. Aber es ist in dieser Form (der instrumentellen Vereinfachung) nichts, was meine Emotion gewinnt.

Szenenwechsel. Nun steigt Churchill nach dem Baden aus dem Meer und lässt sich mit dem ersten Schritt von seinem Leibwächter Feuer für seine Zigarre geben. Er ist mir sympathisch.

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