Kapitel X – Rituale


E demonstrierte als Ein-Mann-Demonstration für das öffentliche Gelöbnis. „Die Gesellschaft braucht Rituale.“ sagte er. Sowohl das Gelöbnis als auch die Demonstrationen dagegen sollten erhalten bleiben. Forderte er nicht. Aber er hielt es für dem logischen und empirischen Dualismus entsprechend.

Eine individuelle Lanze für das gemeinschaftliche Ritual. Für das Zelebrieren des Ist-Zustandes des Gruppenwesens Mensch. Das Ritual des Gelöbnis an X. Bestehend aus den Teilmengen Gelöbnis und X. X in diesem Fall das Grundgesetz. Aus mancher Perspektive war das Gelöbnis „überkommen“. Aber in der Interpretation des E war dieses konkrete Ritual und in dieser Konstellation (noch) nicht anachronistisch. E glaubte an die konstitutive Wirkung von Ritualen.

„In welcher Verfassung ist eigentlich das Grundgesetz?“ fragte der Schelm.

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