AmazonInnen und Weihnachten


Wildgewordene und teils wild gewordene AmazonInnen ziehen durch die Straßen und Landschaften. Sie überfallen Menschen und nötigen Sie, Grimassen zu schneiden oder über Ihr Leben nachzudenken (nicht höflich, vor allem aber: In vielen Fällen nicht nett). Sie steigern sich in ihrem Aktionismus in mehreren Etappen bis zum Plündern von Zitaten und Aufrufen der Revolutionsgeschichte – von Versuch über Darstellung und Pose. Wer sich Ihnen in den Weg stellt wird mit einem Stimmen-Gewirr von Fragen ge- und über-fordert. „Bist Du glücklich?“ „Was ist Dein erster Lebensinhalt?“ „Was willst Du erreichen?“ „Was fehlt Dir in Deinem Leben?“ etc. Dabei wird mit der Du-Form die übliche Distanz überschritten, was unangenehm sein kann. Oder es wird gelacht, der Vorbeigehende betrachtet und in seinen Reaktionen beobachtet. Danach zieht die Horde weiter und ver-un-sichert die nächste soziale Situation.

Heute ist Weihnachts-Abend. Allen Menschen einen ruhigen oder unruhigen Abend, so wie Sie ihn sich wünschen.

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