Archive for Juni, 2012

29. Juni 2012

Nietzsche lebt

Mögliche Fortsetzungsgeschichte:

Fortsetzungsgeschichte oder Geschichte?: Friedrich Nietzsche ist nicht tot. Er wurde vom exekutiven Arm der (katholischen?!, → um den „Welt(en)sinn“ besorgten) Kirche entführt und versteckt. Nun lebt er, unter Einfluss von scheinbar- und halb wirksamen Vergessensdrogen, in einem Kloster. Dort vergisst er die Abgründe und Entdeckung der Seichtgründe durch eine nihilistische radikale Ergründung der Welt. Als Friedrich, nicht als institutionalisierter und historisierter „Nietzsche„, entdeckt er langsam auch die Sinnhaftigkeit bestimmter subjektiver und EU-Seniorischer Lebensform(en) (wieder): Aus bestimmten, konkreten, aber (immer) unvollständigen Eindrücken vom Leben eine ganzheitliche Bewertung (subjektiv willkürlich konstruieren, aber auch) wagen. Und: Folgerungen für das Handeln daraus ziehen! Right or wrong, my Eindruck.

Unterdessen breitet sich eine bestimmte, Zeitgeist-Struktur-passende Version (als eine Interpretation) seines Werkes in der ‚westlichen Welt‘ aus. Während der Nihilismus als Plattform für subjektiv-objektivierenden Existenzialismus als Land „beseelt“ entfernt sich Nietzsche im Kloster davon. Sein neuer Existenzialismus – als Prozess eines existenzialistischen Handelns (nicht des Seins, sondern des Tuns → poststrukturalistisch angehaucht) – sucht die Seelenruhe in der kollektiven Gleichtaktung, nicht im Neben-, Zwischen- und Durch-Einander der ‚Idiorrythmie’**. Das Kloster ist okzidental-koinobitisch** geprägt. Die Welt(en) pendelt(n) zwischen Gleichstrom und Wechselströmungen.

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* Eine Interpretation und Verwendung seines Werkes als abstrakte Gesamtheit („das Nietzscheianische“ etc.). Oder auch (nur, oder sogar) von bestimmten konkreten Gedanken daraus.
** Begriffe nach Roland Barthes: Wie zusammen leben.

28. Juni 2012

EU Krise und Sätze

Konstruktion Europa, EU - Krise und Sätze

EU Krise und Sätze

28. Juni 2012

Die Achse des (zu wenigen und zu vielen) Guten

Verbildlichung: Die ‚Achse des Guten‚ als Kosher Nostra 2.0* im virtuellen öffentlichen Raum

* Nicht abwertend, sondern metaphorisch und bewertend gemeint.
Kosher Nostra: Juden, die sich nicht so brav benehmen, wie mancher sie gerne hätte. Keine harmlosen Händler, kleinen Krämer, fleißigen Kaufleute → teilweise auch dieses, nur in einem Bereich, der von der Schattenwirtschaft ins Dunkel des Unbekannten reicht. Sie machten ihr eigenes „Mafia“-Ding. Kosher Nostra steht daher für mich einerseits für Verbrechen, andererseits für Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit. Für die Möglichkeit, böse oder gut oder anders zu sein, außerhalb gesellschaftlich zugeordneter Klischee-Rollen.

In gewisser Weise ist hier ähnlich die ‚Achse des Guten‘ – als bunte Blog-Gruppe. Eigen. Manchmal inspirierend – und/oder provozierend, ennervierend, echauffierend, polemisierend, analysierend. Als intellektuell-unterhaltsame**, weil ernsthafte, von der Sache motivierte*** [trotz einer gewissen Vorliebe von Henryk M. Broder für Ad hominem-Attacken] Stimme(n) im Internet. Im unvollständigen, selektiven, aber potenziell vielfältigen „virtuellen ‚Öffentlichen Raum‘ „.


Die Achse des Guten – eine Seite (technisch und perspektivisch) der konservativen Kritik-Kritik

Warum ist sie (neo-neo-)konservativ?
Weil sie gegen ernste und inszenierte, tiefergehende oder oberflächliche, differenzierte und pauschalisierende (etc.) kritische TheoretikerInnen und PraktikerInnen – und gegen politische Akteure, aus inhaltlichen Gründen meist solchen aus dem „Fortschritts“-Spektrum – Gegen- und Anders-Ansichten entwirft. Als ‚Kritiker der Kritiker‘ – u.a. das macht (siehe u.a. Edmund Burke, aber vermutlich schon seit der Steinzeit) den intellektuellen Konservativen aus. Der vulgäre Konservative sagt intuitiv (und pragmatisch und/oder struktur-ignorant), dass es halt so ist und so sein solle. Ähnliches kann man bei „Linken“ und allen anderen auch beobachten.

Warum ist sie kritisch?
U.a. weil Sie Selbstdarstellungen und eitle Projektionen der „Gegenseite“ auf scharfe, oft unterhaltsame Weise aufspießt.

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** Auch nicht-intellektuelle Unterhaltung ist wichtig. Diese gibt es aber ja in der „Kultur-Industrie“ durchaus auch.
*** Von der Sache angetrieben. Zumindest, im Vergleich zu manchen anderen Akteuren im öffentlichen Diskurs, relativ weitreichend.

26. Juni 2012

Translator tools create an own language

Reisen und leben vom Land. Johnny steckt oben seine Gedanken rein und unten kommt Sie gut. Nichts ist schöner. Vieles ist gleich schön. Oder ist da etwas Schöneres? Wir würden es finden wollen. Hähnchen und Katze. Dünn und dick. Groß und klein. Hoch und kurz. I love this sport. Leben ist handeln ist faulenzen ist handeln ist verhandeln ist Republik ist Trägheit ist Biedermeier ist Mischung ist Pendelschläge ist Suche nach Ausgewogenheit ist Prozess ist Bewegung ist Leben.

Travel and live off the land. Johnny puts up his thoughts pure, and below you is good. Nothing is more beautiful. Much is equally beautiful. Or is there something better? We would want to find it. Chicken and cat. Thick and thin. Big and small. Tall and short. I love this sport. Life is to act is to act is lazy negotiate Republic inertia is Biedermeier mixture is beating pendulum is finding a balance is process is movement is life.

26. Juni 2012

Passion und Selbstkonstruktion

Es wäre interessant zu wissen, wie die Gewichte in der Gesellschaft sind. Dann wüsste man, auf welche Seite man sich als notorischer Advocatus minoritatis – so schätze ich mich ein – setzen, stellen und (wenn nicht vermeidbar) bewegen müsste.

Die konkrete Taktik, für die man nicht „wissen“ muss, wie alles zum jeweiligen Zeitpunkt verteilt ist, ist:
Bewerte die konkreten Umstände einer Situation und stelle dich, also situativ, auf die Seite des Schwächeren (im biologisch geschlechts-übergreifenden Sinn). Darüber hinaus: Bewerte konkretisierbare mikro- (und falls ersichtlich bzw. vermutbar, meso-)strukturelle Lagen und Verhältnisse und positioniere dich auf Seite des (von partiell und temporär bis dauerhaft prekär) strukturell Unterlegenen.

Bleibe zurückhaltend in Ideologien, die von Stärke oder den Schwachen reden. Ein ernsthafter, am Inhalt interessierter Kampf ist Arbeit, nicht Krieg. Sei respektvoll gegenüber anderen Perspektiven, ob vermeintliche Mehrheit oder echte Minderheit. In einer heutigen Gesellschaft voller Minderheiten – mit unterschiedlichen Kräfteverhältnissen ihrer Konstruktionen. Sei Verteidigung. Detailliert und differenziert, wenn es geht. Und effektiv, mit allen verhältnismäßig ethisch vertretbaren Mitteln, wenn es sein muss.

Ruhe noch nicht in Frieden → Die Selbst- und Struktur-Unzufriedenheit ist Motivation (und Motiv, Darstellungs-Erzählung) für sinnhafte Werke. Aber finde, wenn es kommt und geht, immer wieder Frieden in der Ruhe (die Innere, aber auch, nicht gleichbedeutend, aber oft verbunden, die Äußere).

Schöne Sätze, wenig Gehalt. Sag’s direkt – aber höflich. Sag’s indirekt, aber poetisch.

24. Juni 2012

Art of living in the circle of life

The apple was rotten to the core.
I took from him, what’s left to eat.
And left the rest of it to rot.

Was that humane
or egoist?

24. Juni 2012

2004, 2012, etc. Greek inspirations

Senderos Kempuskis from the fantastic radio station ‚Radio τεμπελιά‘ demands:
„Greek national team players should play at various European 1st league football clubs.“

„Konstantinos „Kostas“ Katsouranis should be catched by AC Milan“. „Giorgos Karagounis ‚mould‘ be an example of a football player for Liverpool FC. The hotbed for a new way of playing.“ There are so many more possibilities.

Greece has it. Europe joins it. To get something in balance again. For a moment and as a neverending (as long as there is the universe) process. Holistically said. Concretely: Be lazy, be relaxed, be committed, have endurance. Be inspirably open – then be inspired. Among others by Ggreece. Not by a nation or other abstract constructs, but by the bearable ease of being (and sometimes even acting) »greece«.*

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* The „greece way“ – is sometimes the way it is currently being done in Greece. In these concrete cases the „greece way“ is also, partially and temporarily, the „Greek way“. But is not bound to a nation or specific land.

16. Juni 2012

Coffin culture club

Coffin culture (and couture? Do we have a special scene clothing? Or is clothing optional at our meetings?)

The Coffin culture club. Meets every Monday at the vault of unfulfilled dreams. Everything you couldn’t say and do

communication and acting

in life. Because social feelings and hegemonial meanings inhibited you: Say it in death! Join the Coffin culture club: From breakfast to break even we are discussing hot topics and low visions? Emancipate yourself, to be able to be a good subject for yours and others. To be a social being, you got to be an individual.

Not shaped 100% externally. At least not by just one source -> Mainstream and hegemony. You can follow that path partially. But it’s not the only one and you know it. Feel it. Think (of) it. And maybe do it. From time to time. And develop these old/new experiences in loose social connections.

Death has no social restrictions. And no meaning. From nihilism to existentialism or postmodernism. It’s all possible at the Coffin club. You can always leave, but can you join?

Life: Do it or join us.

15. Juni 2012

Euro Crisis spontaneously halted

„The Euro and debt crisis is delayed – now is football“

If the construction of (a/the) crisis is based on the belief of the social audience (in it), there can also be the conceivability of a break from it. Although the Euro Crisis is in some ways entertaining and sociostructurally and politically interesting, it’s probably also annoying for many people.

So now let’s say that: The Euro Crisis is taking a break. Here (Europe) and now (time) the European Championship of Senior Male Football National Teams is taking place. We can (don’t have to) enjoy it and (with or without football) give ourselves a break.

The somehow funny thing is: As long as most people believe in it, it’s probably possible.

13. Juni 2012

Hayek n‘ Keynes: Komplementäre Konstruktionen

Ihre in gesamtheitlicher Sicht kompatiblen Konstruktionen machen die Klassiker zu komplementären (Komplizen und) Kompagnons.

Auf der rechten Schulter erschien grandcitizen Keynes und sagte: „Konsumiere, konsumiere, konsumiere!“ Auf der linken Schulter tauchte Hayek auf. Der alte Österreicher sagte: „Spare, spare, spare!“ Mensch war verwirrt.
So in die kapitalistische Theorie-Zange genommen – zwischen Investition und Konsum, Kapital anlegen und Kapital in Umlauf bringen – war der Beratene der Geratene.

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