Monat: September 2012

Formulierung des Seins und des werdens

Substantiv -> als Sein -> Zustand, Situation, etc. -> relative Stabilität, relative Berechebarkeit (statistische Erfassung etc.) -> Teilgebiet: Strukturalismus

Verb -> als werden -> Prozess, Herausforderung, Arbeit, Aktion, Tun -> Potenzielle Abweichung, Unberechenbarkeit, Unschärfe, etc. -> Teilgebiet: Post-Strukturalismus

Adjektiv -> Sowohl als auch? -> technisch-realitätsbeschreibend -> zunächst neutral? -> regelmäßig (oder immer) mit etwas konnotiert -> also nie neutral -> subjektiv? -> durch soziale Zuschreibung geprägt => Wanderer zwischen der subjektiven Abweichung und der gesellschaftlichen, z.B. kulturellen, (temporären) Fixierung.

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Trägheit allgemein

Projekt: Erstellung einer Sammlung der Faulheit (und/oder: innerhalb eines Archives der Trägheit).

Berufswunsch: Archivar der Faulheit zu sein. Kein Experte. Die Trägheit und Faulheit – zumindest die Trägheit als Zustand, nicht Wahlentscheidung – hat keine Experten. Denn das wäre mit einer spezialisierten und intensiven Bearbeitung – und damit der Verspezialisierung – der Trägheit verbunden. Eine solche wäre unträge und unfaul und würde die Trägheit konterkarieren.

Mit einer solchen praktizierten Widersprüchlichkeit wäre sicherlich ein interessantes Spiel mit Begriffen (wie „Faulheit“, „Arbeit“ etc.) und Ironien und Paradoxien des Lebens möglich. Aber es wäre nicht des Pudels Kern der Trägheit. Sondern das Thema eines anderen Bereichs. Zum Beispiel der Sprachkritik.
Daher: Es gibt keine Experten. Nur engagierte Dilettanten (und -onkel, etc.!). Der Trägheit und der Faulheit (als Zustand) schadet das vermutlich nicht.

marketing as verb and task

I like* marketing. It creates something, (in the main) symbolic, socio-psychologically visible, out of nothing.
It’s a large part of life.
In all parts of life we are (not being but doing) marketing (in a broader sense). Ourselves and the constructions we create to get our social (concrete and abstract) environment straight with our characteristic disposition and their epigenetic manifestation.

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* And of course in a deep-thinking, melancholic way, I dislike dedicatedly

Imagine your own cultural affectations

I like „the“ Brits – abstractly as my subjective imagination of a diverse and individualistic culture.

Als Sozialanthropologin beschäftige ich mich nicht mit der traditionellen klassischen Anthropologie, die z.B. seltsame von Monsun und Malaria geplagte Volksstämme in Lehmhütten aufsucht. Ich stelle meine Untersuchungen in Kulturen mit Wasseranschluss im Haus an. Es leuchtet mir einfach nicht ein, warum Anthropologen meinen, sie müssten in Gegenden mit unaussprechbaren Namen fahren, um außergewöhnliche Stammeskulturen mit bizarren Glaubensvorstellungen und mysteriösen Gebräuchen kennenzulernen, wenn man den seltsamsten und bizarrsten aller Stämme vor der eigenen Haustüre vorfindet. Ich spreche natürlich von meiner eigenen Kultur – der britischen.

[Weiterlesen …]

Links: Transkript in deutsch bei Novo Argumente
BBC-Beitrag von Kate Fox im Original

 

L’automne et la perte de l’illusion

Es ist, wie [es] im Spätsommer 1996 [vielleicht war]. Die milde Sonne, die herbstlich werdenden Farben. Und ich darf zumindest gelegentlich einen Anflug von positiver Melancholie erleben. Davon (bishin zu darin) schwelgen, wie es früher war*. Und davon tagzuträumen, wie romantisch-schön es einmal werden wird. Das mache ich allerdings derzeit nicht. Vielleicht ist das ein Charakteristikum der Jugend.

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* [Von der Zeitangabe für mich nur symbolisch, also an irgendeinen fragmentarisch-vorgestellten Sommer denkend:] Z.B. Letztes Jahr im Sommer – Tocotronic

Words that I like

Independent of their meaning or social attribution

Seignorage, Nova, conspiracy, conspiracy theory, idiocracy, Fréjus, Freya, frenzy (ambivalent), Françoise, Filmore, sobriety, earnest, bottom, Kalifornien, sin, sheldon weldon, render, Francis, nominalistisch, Don, Rus.

To be continued.

In my perception, there is a difference between reading words and their sound and/or speaking them. Often it coincides but not always.