Archive for September, 2012

27. September 2012

Formulierung des Seins und des werdens

Substantiv -> als Sein -> Zustand, Situation, etc. -> relative Stabilität, relative Berechebarkeit (statistische Erfassung etc.) -> Teilgebiet: Strukturalismus

Verb -> als werden -> Prozess, Herausforderung, Arbeit, Aktion, Tun -> Potenzielle Abweichung, Unberechenbarkeit, Unschärfe, etc. -> Teilgebiet: Post-Strukturalismus

Adjektiv -> Sowohl als auch? -> technisch-realitätsbeschreibend -> zunächst neutral? -> regelmäßig (oder immer) mit etwas konnotiert -> also nie neutral -> subjektiv? -> durch soziale Zuschreibung geprägt => Wanderer zwischen der subjektiven Abweichung und der gesellschaftlichen, z.B. kulturellen, (temporären) Fixierung.

25. September 2012

Trägheit allgemein

Projekt: Erstellung einer Sammlung der Faulheit (und/oder: innerhalb eines Archives der Trägheit).

Berufswunsch: Archivar der Faulheit zu sein. Kein Experte. Die Trägheit und Faulheit – zumindest die Trägheit als Zustand, nicht Wahlentscheidung – hat keine Experten. Denn das wäre mit einer spezialisierten und intensiven Bearbeitung – und damit der Verspezialisierung – der Trägheit verbunden. Eine solche wäre unträge und unfaul und würde die Trägheit konterkarieren.

Mit einer solchen praktizierten Widersprüchlichkeit wäre sicherlich ein interessantes Spiel mit Begriffen (wie „Faulheit“, „Arbeit“ etc.) und Ironien und Paradoxien des Lebens möglich. Aber es wäre nicht des Pudels Kern der Trägheit. Sondern das Thema eines anderen Bereichs. Zum Beispiel der Sprachkritik.
Daher: Es gibt keine Experten. Nur engagierte Dilettanten (und -onkel, etc.!). Der Trägheit und der Faulheit (als Zustand) schadet das vermutlich nicht.

25. September 2012

marketing as verb and task

I like* marketing. It creates something, (in the main) symbolic, socio-psychologically visible, out of nothing.
It’s a large part of life.
In all parts of life we are (not being but doing) marketing (in a broader sense). Ourselves and the constructions we create to get our social (concrete and abstract) environment straight with our characteristic disposition and their epigenetic manifestation.

___
* And of course in a deep-thinking, melancholic way, I dislike dedicatedly

23. September 2012

Imagine your own cultural affectations

I like „the“ Brits – abstractly as my subjective imagination of a diverse and individualistic culture.

Als Sozialanthropologin beschäftige ich mich nicht mit der traditionellen klassischen Anthropologie, die z.B. seltsame von Monsun und Malaria geplagte Volksstämme in Lehmhütten aufsucht. Ich stelle meine Untersuchungen in Kulturen mit Wasseranschluss im Haus an. Es leuchtet mir einfach nicht ein, warum Anthropologen meinen, sie müssten in Gegenden mit unaussprechbaren Namen fahren, um außergewöhnliche Stammeskulturen mit bizarren Glaubensvorstellungen und mysteriösen Gebräuchen kennenzulernen, wenn man den seltsamsten und bizarrsten aller Stämme vor der eigenen Haustüre vorfindet. Ich spreche natürlich von meiner eigenen Kultur – der britischen.

[Weiterlesen …]

Links: Transkript in deutsch bei Novo Argumente
BBC-Beitrag von Kate Fox im Original

 

16. September 2012

Manchmal Strukturverschiebung

Sozusagen, obwohl man sich nicht ändert,
ham sich die Strukturen umgerändert.

Schlagwörter:
15. September 2012

L’automne et la perte de l’illusion

Es ist, wie [es] im Spätsommer 1996 [vielleicht war]. Die milde Sonne, die herbstlich werdenden Farben. Und ich darf zumindest gelegentlich einen Anflug von positiver Melancholie erleben. Davon (bishin zu darin) schwelgen, wie es früher war*. Und davon tagzuträumen, wie romantisch-schön es einmal werden wird. Das mache ich allerdings derzeit nicht. Vielleicht ist das ein Charakteristikum der Jugend.

___
* [Von der Zeitangabe für mich nur symbolisch, also an irgendeinen fragmentarisch-vorgestellten Sommer denkend:] Z.B. Letztes Jahr im Sommer – Tocotronic

14. September 2012

Words that I like

Independent of their meaning or social attribution

Seignorage, Nova, conspiracy, conspiracy theory, idiocracy, Fréjus, Freya, frenzy (ambivalent), Françoise, Filmore, sobriety, earnest, bottom, Kalifornien, sin, sheldon weldon, render, Francis, nominalistisch, Don, Rus.

To be continued.

In my perception, there is a difference between reading words and their sound and/or speaking them. Often it coincides but not always.

13. September 2012

Ist gemeinsam leben schwierig, aber bereichernd?

Also ich finde die unten zitierte Idee einer Umsetzung eines Zusammenlebens auf theoretischer Grundlage gut. 🙂 Ob das in der Praxis weitergedacht und durch Erfahrung ausgefeilt werden kann ist offen. Das ist doch schon mal was. Wenn es auch zunächst skurril anmuten kann.

Wenn junge Menschen zuviel Judith Butler lesen…

Text einer leider inzwischen gelöschten Anzeige auf der Website wg-gesucht.de (womöglich steckte aber auch eine Castingagentur für ein schräges Reality-Format dahinter):

Hallo WG-Suchende,

für unsere 5köpfige WG suchen wir ab 10.09. oder 01.10. oder 01.11. eine_n langfristige_n Mitbewohner_in, die_der sich nicht cis-männlich positioniert; eine längere Zwischenmiete nach Vereinbarung wäre auch möglich.
Das Zimmer ist ca 12 qm groß. Wenn es dir sehr wichtig ist, in einem größeren Zimmer zu wohnen, wäre noch das 14qm Zimmer verhandelbar. Das freie Zimmer kostet mit allem drum und dran 235,- €. Wenn du in einer schwierigen finanziellen
Situation lebst, würde ein Teil von uns dich bei der Miete entlasten können. […]

Der weitere Text […]

13. September 2012

Wir Postkonservativen

Viele, nicht alle – sonst keiner – ist konservativ, heute post-konservativ, vielleicht das-Gleiche-nur-andere-Zeit.

Windkraft ist romantisch – solange man alte Windräder nimmt und nicht die neutechnologischen, riesigen Industrie-Windräder. Atomkraft wäre interessant, gegen Physik hat ja keiner was. 😉 Aber aus Sicherheitsgründen geht das – zumindest derzeit – „definitiv nicht“. Die Entsorgungsfrage ist auch wichtig. Nicht (nur ? ), weil eines der besten Hobbies der Welt das Mülltrennen ist. Denn getrennt werden könnte der Atommüll ja auch. Aber er strahlt dann seine krankmachenden bis tödlichen Emissionen unkontrolliert in die Welt. Hier ist wieder das Sicherheits-Risiko – zumindest in den meisten Fällen und mittelfristig – weitaus zu hoch.
Es geht also in unserer postkonservativen Forderung, dass die Atomkraft der heutigen Techniken nicht mehr praktiziert werden sollte, um Sicherheit und Ordnungsfähigkeit. Nicht um ideologische oder (ersatz-)religiöse Motive. Daher ist wiederum die Kohlekraft eine wichtige und sichere Alternative, die mittelfristig Energie zu liefern hat. Wenn die Gesellschaft eines Tages weniger Energie brauchen wird, braucht sie auch weniger Kohle. So schnell schießen aber auch die „ökologisch“ motiviertesten Preußen nicht.

4. September 2012

Subjektives Wörterbuch, P

P

“Politeology”: Polite= Höflich, → Höflichkeitslehre Polite-ologie

Poly-Onthologie: → Postmoderne Offenheit für mehrdeutige Erfahrung und mehrperspektivisches Gleichzeitig-Dasein. Gleichzeitigkeit der Verschiedenheit – also echte Pluralität – große Herausforderung für den Menschen. Kulturleistung. Potenzial. Idealismus, der hier gerade im Differenzialismus liegt und nicht im Mono-Ideologismus.

Poly-Theologie: Praktischer Atheismus aus naturwissenschaftlicher Sicht kritisch rational richtig. Aber kritischer Rationalismus selbst nur innerhalb von dessen eigener Welt rational. Diese “So ist es”-Welten und ihre revolutionäre Ablösung (Thomas S. Kuhn), gerade in der Sozialwissenschaft und der allgemeinen sozialen Reflektion, sind nicht intrinsisch rational oder als “objektive” Wahrheit gegeben. Und die meta-subjektive Ergebnisse liefernde Naturwissenschaft ist im gesamten Weltall, aber sie ist nicht alles in der Welt.

 

Der kleine Mann im Kopf

Was wir sind | Was wir sein wollen | Was wir tun

Die Kieker (Die Spoekenkiekerei )

Blick in die Zukunft des politisch-medialen Komplexes

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Moabiter Seefahrten

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Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

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Online-Journal für systemische Entwicklungen