Monat: Mai 2013

Publiziere: Nicht verbunden

(Die regelmäßige Ernüchterung des Idealisten und des Träumers. Meine Letzte oder nur eine von den Wiederholungen des Gleichen, aber nicht des selben, weil das ist es ja nie, aber ist das deswegen nicht [graduell immer mehr] ermüdend?).

„That’s it“, he said. I wished and feared at the same time that – life was that realist (school of thought)-philosophy-like.

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no readers no expectations

I selectively-perceive it as good that I have no readers. Because the more readers you have the more suspicious it gets. But anyway it is, it is. Whether you have a lot of persons in your personal environment or just a few passers-by and you (can or have to) live in calmness, with only a loose bonding to concrete social groups. One will always be towards something. In concrete/in the practical situation, simplified (but not solved) as: – Against, – relatively indolent or – supportive. Differentiated stays the ever-demanding challenge. To think it (the diversity) in the abstract and to concretise/fill it in the practical situations that we have to deal with.

P.S.: While Roland Barthes in a profound intellectual game eliminated the ‚author‘, I casually try to relinquish the ‚reader‘, as abstractly supposed recipient of a (but not any) text.

variatio in variatione

Irgendwann kommt der Punkt im Leben, ab dem sich alles nur noch wiederholt. Dann hat mensch(,) im Muster, alles gesehen. Es gibt dann am Anfang viele Variationen innerhalb dieser Muster, die mensch kennenlernt. Und später immer weniger, bzw. in größeren zeitlichen Abständen.

Ich bin auf dieser [beliebige Form einsetzen, z.B.] Linie schon sehr weit, wie mir derzeit scheint. Ob die Sonne scheint oder nicht, die Stimmung wechselt, die Muster bleiben. (Aber/Und) ich hoffe darauf, dass einige der weiteren Variationen, die da kommen werden, interessant oder sogar auf ihre eigene Art (die sie ja haben, wenn sie nur für sich stehen), originell sind. Dann wäre es doch schon etwas. Etwas mehr als nur der Wechsel von Tag und Nacht und Tag und Jahreszeiten und Moden, Wellen, und der Organisation des technischen Weiterlebens.

Hilfe, alles konstruiert: Grenzen und Grenzenlosigkeit

Grenzen, Grenzüberschreitungen und Grenzverschiebungen (Grenzaufhebung als KonjunktivI- oder Konjunktiv II-Utopie?) müssen [können] zusammen gedacht werden.

Die Debatte um die „Grenzen des Wachstums“, die keiner kennt, aber über die viele Gewissheit postulieren – wie über das mehr oder weniger nahe Ende der Welt – ist bisher noch nicht an quantitative Grenzen gestoßen. Wenn auch dafür (zum Ausgleich und Beweis, dass es eben doch Grenzen gibt! 😉 ) an qualitative Grenzen der Diskussionen, die großteils von Routine und variierter Abspulung von festgefügten Welt- und Feind-Bildern besteht. Innovation ist gefragt – oder Lockerheit. Entweder Anstrengung, wirklich mal was (in irgend einer Form, und sei es der Schumpeter’schen originellen Rekombination) „Neues“ zu bringen. Oder bewusste Faulheit: Gezielt das Gleiche sagen, aber so deutlich und bewusst, dass Selbstkritik und Kritik zusammenfallen und damit die (eigene und die fremde) Inszenierung und Instrumentalisierung der ewig alten Oberflächlichkeiten parodiert wird.

Wer rausgeht muss auch wieder reinkommen? Ist das wo er wieder reingeht nur nicht mehr das selbe, oder manchmal sogar nicht mehr das gleiche?

Do we have an alternative or are we the alternative?

Mensch ist jung. Mann ist jung. Frau ist jung. [ – – . . – – . . Manches ist und vieles ist nicht.]

Dann gehen Naivität und Energie verloren. Man ist erwachsen.

Radikalität – wird von der Praxis des Denkens zum Wort und vom Wort zum Begriff und vom Begriff zur kritischen Bejahung oder Ablehnung.

Sturm und Drang wird zum Wort, mit dem man die Jugend zu fassen versucht. Nicht schlecht, aber (eben) nicht mehr Jugend.

Die jungen Leute machen Aktionen und sind aktiv. Sie glauben, lieben, hoffen. Das klingt klischeemäßig und ich kann es nicht wirklich sagen. Aber Jugend ist insofern echt, als dass sie keinen doppelten Boden hat. Weder des existenziellen Zweifels, noch der bewussten Heuchelei. Allerdings: Zweifel haben Jugendliche durchaus. Vermutlich sogar tiefere, direktere und die Welt in Aufruhr und Niederschlag versetzendere als die meisten ins Leben eingespannten Erwachsenen. Nicht, dass Jugendliche nicht auch ins Leben eingespannt wären. Die Gesellschaft ist inklusiv – im Guten wie im Schlechten positioniert sie sich zu allem.

Zumindest und unterhalb des Systems

A: „Wir leben in einem konservativen Sozialstaat mit – noch – liberaler Porno-Politik und sozialistischen Idealen.
Der Mensch steht – irgendwie immer – im Mittelpunkt. Ob als Steuerzahler oder als Steuerhinterzieher. Ob als gesuchter Popstar oder als konsumierender Fernsehzuschauer. Als Politiker oder als Politikbetroffener. Als Arbeiter, Angestellter, Führungskraft, Arbeitsloser und wieder zurück. Ist relativ. Wichtig ist, wie mensch die Rolle ausfüllt.“

B: „Und ob die Rolle zu einem passt!“

A: „Ja. Aus individueller Perspektive könnte mensch zumindest das verlangen oder suchen. Das ist aber keine Kategorie einer Systemtheorie, zurecht, da das System so etwas nicht kennt.“

B: „Unter dem Radar existieren, können, kann von Vorteil sein.“

A: „Ich schätze diese Möglichkeit, so lange und wenn es sie gibt.“

Fortschritt ist keine Frage des strukturellen Namens?

Oftmals wird eine dualistische Konstruktion verwendet. Die eine Seite steht der „anderen“ Seite gegenüber. Der Kontrast schafft Konturen, Grenzen und damit Indentität. Die Einfachheit der Konstruktionen, die auch heute – so traditionalistisch ist der Mensch* – weit verbreitet sind, ist ein ironischer Kontrast zur Komplexität unserer heutigen Zeit/Grundstruktur der Gesellschaft. Die eigene Seite ist für viele die Gute. Natürlich hat man ja „nicht immer recht“. Aber right or wrong, meine Welt ist doch die subjektiv-Objektive, so könnte es für alle sein, vielleicht gibt es Entrückte, die auf andere Weise (aber auch) in sich wohnen. Natürlich soll „jeder nach seiner Facon und so“, „wir“ sind ja tolerant. Aber das [beliebige Abweichung gegenüber sozialnormierter und subjektiver Weltkonstruktion einfügen] „geht zu weit“.

* Gerade bei den „Fortschrittlichen“ aller Einbildungsklassen zeigt sich der Kontrast zwischen Rhetorik und Handeln (tatsächlicher Kommunikation mit Menschen, mit „Anderen“ und Abweichenden) oft besonders deutlich.