Eine Mikroökonomik der Praxis, mit, ohne und gegen Makroökonomie der Strukturen


Reduktion von Komplexität. Mikroökonomik des Lebens.
Pessimismus und Aufklärung: Hobbes’scher Vollstaat und individualistisches Interieur. James M. Buchanans public choice auf Basis der unterschiedlichen Interessen mit rational-egoistischer Grundlage. Dabei die Soziopathie der Menschheit zu wenig einbezogen?

Rational choice in irrationaler Gesamtstruktur? Rational choice ist eine insightful Sichtweise (Rekonstruktion und Narrativ), aber theoretisch und praktisch nicht einzige Seite der Komplexität von Gesellschaften und individueller Existenz. Ein Austrian Economics approach to public choice würde auf der Idee der „epistemic primacy“ aufbauen [vgl. Anthony J. Evans: A subjectivist’s solution to the limits of public choice]: Wissen-können ist wichtiger als die Motivation des Handelnden. Aber für die Praxis werde ich mit Motivation und Konsequenz der Handelnden konfrontiert, nicht mit dem, was sie wissen und nicht-wissen. Ich mag mit dem strukturellen und kulturellen Nicht-Wissen-Können, vor allem mit dem Vom Wissen abgehalten werden unzufrieden sein. Aber genervt werde ich vom Handeln der Akteure. Und die Motivation hinter diesem bedingten Handeln zu erklären kann mir helfen, von der „gerissenen Dummheit“ weniger negativ betroffen zu sein [vgl. Kurt Tucholsky: „Das Volk ist doof, aber gerissen“]. Vermutlich schneller und (mindestens in der Oberfläche, in der wir in anonym-abstrakten Gesellschaften mit den meisten Menschen zu tun haben) effektiver helfen, damit praktisch umzugehen, als es eine Verstehensanalyse kann. Aber das ist nicht alles, so zumindest die Hoffnung. Und wo Hoffnung ist, da ist Möglichkeit? Verstehen also als Hobby, wenn man neben den Alltagskämpfen (mit Anderen und sich selbst) noch Zeit und Kraft dafür hat?

Erklären von individuellen und sozialen Phänomenen allein reicht nicht. Das zusätzliche Verstehen fällt aber in zweifachem Sinn schwer. Erstens ist das Verstehen eines Zustandes oder eines Prozesses – bestehend aus oder auf komplexen sozialen Verhältnissen etc. – schwieriger zu rekonstruieren und prüfen. Zweitens kann Verstehen schwer fallen, wenn mensch menschliches Verhalten und Zustände einschätzt als auf unnötige Art – und damit „übertrieben“ und in gewisser Weise mutwillig –  unvernünftig (im Kant’schen Begriffssinn).

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