Archive for März, 2014

19. März 2014

Transzendenzloser „Merkelianismus“?

André Lichtschlag spielte letztlich in seiner Gesprächsradiosendung das Lied „Eins und eins, das macht zwei“ von Hildegard Knef. Dazu fiel mir subjektiv ein:

Hildegard Knefs markante Stimme klingt ähnlich, wie ich mir vorstelle, dass Angela Merkel singend klingen würde. Hildegard Knef war nun meiner Interpretation nach keine Konservative, sondern eine Kämpferin für das Nichtkonforme. Aber den Text dieses Liedes kann man merkelianisch interpretieren:

„Eins und eins, das macht zwei“ [die sachliche Physikerin], „[…] und denk nicht dabei, denn denken schadet der Illusion.“ „Alles dreht sich, dreht sich im Kreis,“ [Konservatismus] „und kommst du mal aus dem Gleis, war’s eben Erfahrung anstatt Offenbarung“ [revolutionsloser Konservatismus] „Der Mensch an sich ist einsam…“ [Neoliberale Perspektive und Gefahr!] „Sucht man sich nicht gemeinsam, ein kleines Stück von dem Glück.“ [Kann u.a. (neben z.B. existenzialistischer Interpretation als die kleine Chance nützen/den kleinen Eigenraum im Leben größer machen) als mögliche konservative Lösung der Sinnfrage  interpretiert werden: Sinnerfahrung durch Bescheidenheit in der Gemeinschaft]. „Der Mensch an sich ist feige, und schämt sich für sein Gefühl. Dass es nur keiner zeige, weil die Moral es so will.“ [Angela Merkel ist auch Realistin.] „Drum küß und lächle dabei, Wenn dir auch manchmal zum Heulen ist.“ [Drum regiere und lächle dabei. Machiavelli und Patriarchat?]

17. März 2014

Wie kann mensch nur die vielen sozialen Konstruktionen ernst nehmen, wie u.a. Nationen, kollektive Feinde und den Sinn des Krieges. Dachte ich mir, hier eher als Aussage als als Frage. Mensch kann das auch nicht, aber Menschen, dachte ich. In meiner echten oder übertragenen Gummizelle. In rosaplüsch konstruierte ich mir diese, individuell – so wie eine Konstruktion sein sollte. Alles Kollektive sollte vernünftig und objektiv sein, so eine mögliche Vorstellung.
Da ist ein Widerspruch des Lebens zwischen individueller Vernunft und kollektivem Unsinn. Daher auch Schumpeter die Politik nicht für massentauglich hielt. Recht hatte er, aber nicht ganz. Gleichzeitig ist diese (Selbst-)Entmündigung der Masse eine Grundlage der Kollektivkonstruktion um verschiedene unsinnige Themen herum bzw. auf diese projiziert. Hingegen sollte es objektiv sein, das Kollektiv, sachlich und vernunftbasiert. Und die Fantasie eine Sache der Individuen und des freiwilligen Austauschs.
Während den Individuen Offenheit für Fantastisches und Kreatives fehlt, finden sie – oder werden gefunden – in unvernünftig basierten Kollektivbildungen eine Spielfläche, auf der sich u.a. Gruppendynamik mit Spieltrieb und Territorial-Konstruktionen vermischen können. Aus dem Revierverhalten wird eine falsche Rationalisierung zum zu verteidigenden Großgebiet. Aus dem vielleicht eher harmlosen „Tierischen“ wird das gefährlich „Menschliche“. Das kreative Individuum im rationalen Kollektiv. Oder das konformisierte (Nicht-)Individuum mit Ausbrüchen ins unvernünftige Kollektiv.

15. März 2014

Mitte und Fortschritt und immer wieder neu

Die „Mitte“ ist wesentlich gefährlicher – und gleichzeitig (und auch dadurch hemmend) ausgleichender – als eine einseitige Betrachtung des und der (jeweils subjektiv) Fernliegenden vermuten lässt.

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