Wie kann mensch nur die vielen sozialen Konstruktionen ernst nehmen, wie u.a. Nationen, kollektive Feinde und den Sinn des Krieges. Dachte ich mir, hier eher als Aussage als als Frage. Mensch kann das auch nicht, aber Menschen, dachte ich. In meiner echten oder übertragenen Gummizelle. In rosaplüsch konstruierte ich mir diese, individuell – so wie eine Konstruktion sein sollte. Alles Kollektive sollte vernünftig und objektiv sein, so eine mögliche Vorstellung.
Da ist ein Widerspruch des Lebens zwischen individueller Vernunft und kollektivem Unsinn. Daher auch Schumpeter die Politik nicht für massentauglich hielt. Recht hatte er, aber nicht ganz. Gleichzeitig ist diese (Selbst-)Entmündigung der Masse eine Grundlage der Kollektivkonstruktion um verschiedene unsinnige Themen herum bzw. auf diese projiziert. Hingegen sollte es objektiv sein, das Kollektiv, sachlich und vernunftbasiert. Und die Fantasie eine Sache der Individuen und des freiwilligen Austauschs.
Während den Individuen Offenheit für Fantastisches und Kreatives fehlt, finden sie – oder werden gefunden – in unvernünftig basierten Kollektivbildungen eine Spielfläche, auf der sich u.a. Gruppendynamik mit Spieltrieb und Territorial-Konstruktionen vermischen können. Aus dem Revierverhalten wird eine falsche Rationalisierung zum zu verteidigenden Großgebiet. Aus dem vielleicht eher harmlosen „Tierischen“ wird das gefährlich „Menschliche“. Das kreative Individuum im rationalen Kollektiv. Oder das konformisierte (Nicht-)Individuum mit Ausbrüchen ins unvernünftige Kollektiv.

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