Monat: Juni 2014

Politische Theorieebene und Theorien: Nur sinnvoll, wenn ernstgenommen. Dann aber Utopie und energie-aufwändig.

Statt dessen: Existenzialistischer Individual-Differenzialismus. Nicht nur, weil sich’s für mich nett anhört.
Existentialistischer Biedermeier. Radikal (im Sinne der nicht-nur-oberflächlichen Abhakung) analytisch basiert. Individuell und konkret angewendet. Nicht nur, aber vielleicht oft. In Hemingway-kurzen Sätzen redend. Denkend anders. Lange Denken und reflektieren. Sich aber temporär für etwas entscheiden (kritisch-rational trial and error), und das spontan ausdrücken.

Traurige Wahrheit oder lebbare Praxis? Relativ effektiver als theoretische Frustration? Dabei auf die (immer als anwesend zu rekonstruierende) Relativität pfeifend. Individuell, absolut(e Gewinne/nicht status-relativ orientiertes Leben), liberal (im Sinne von individuell, distanz-respektierend und offen).

Dabei eine reine Theoretisierung in die Praxis umgesetzt. Also nicht die Theorie so lange verkürzen, bis sie in die Praxis passt. Auch nicht Pragmatismus, der die Fantasie und die Literatur des Lebens beendet, weil „man soll nicht träumen“ (oder wenn dann nur in dafür vorgesehenen Räumen/Zeiten etc.). Sondern die Unumsetzbarkeit der Theorie im Großen/Allgemeinen einfach bewusst-reflektiert ignorieren. Und im Konkreten machen. Oder eben praktisch andeuten, aber nicht als politische Darstellung auf eine Öffentlichkeit bezogen (der das Ganze meistens egal ist). Sondern für das konkrete Treffen von sich selbst mit anderen Individuen theo-praktiziert.

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Kant Leviathan, Etatismus für Individualismus

Kant Leviathan

Der Kant-Hobbes’sche Vernunftstaat, zusammengesetzt aus Individuen. Als Möglichkeit zu sein: Die Summe ihrer Teile, die Nicht-Summe ihrer intern differenzierten und relativ spielraumhabenden Individuen und auch, wenn grundlegend freiwillig: mehr, weniger oder anders zu sein als die Summe ihrer Teile. Mit individualistischer, also rechtlich-philosophischer Konstitution und gebaut aus freiwilliger Kooperation und bei Bedarf Kommunen-Bildung. Wenn Hierarchiebildung, die bei menschlichen Gruppenbildungen zumindest Tradition hat (ob Unabdingbarkeit ist eine weitere Frage), dann mit Exit-Option in den allgemeinen ‚Individuum im Staat-Zustand‘ zurück.

TV-Werbekurzfilm „Ja wieso“. Regie: Martin Schmid

Die Postbankwerbung mit Detlev Buck Ingo Naujoks als Vater, der mit seiner Tochter einen lässigen (Teil-)Tag verbringt ist sehr gut aufgebaut und umgesetzt. Die meiste filmische Werbung (von Radiowerbung zu schweigen) ist schlecht. Die ist gut. Und nicht nur kulturell oder vom Unterhaltungswert, sondern auch noch tatsächlich etwas für das Produkt sprechend. Das ist auch unter den (künstlerisch) guten Werbungen sehr selten. Muss auch nicht sein. Aber hier schaue ich es mir gerne an.

Auch der Postbank-Werbespot „Freundinnen“ (Regie: Moritz Laube) ist angenehm unprätenziös. Liebe Postbank, jetzt wird es wieder mal Zeit für schlechte Werbung, so wie es eigentlich üblich ist. Sonst fallt ihr aus dem Rahmen der vorgeblichen Möglichkeiten. Aber trotzdem gute Ausnahme.