Monat: Juli 2014

Die korporatistische Gesellschaft als persistentes Faktum und Maßstab der Kritik. Als (teils fauler und) relativ stabiler Kompromiss der strukturellen ‚Funktions‘-Institutionen. Mit statueller und monetärer Rollenverteilung, und Innen- und Außenseiten (als verschiedenen Schichten/Struktureinheiten).

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Großprojekte, Revolteprojekte

Intentionale Großprojekte wie z.B. die „Parallel-Aktion“ im Mann ohne Eigenschaften, sind keine Projekte in Sartreschem Sinne. Sie sind eine menschliche Strukturerscheinung, die sich in verschiedenen Formen wiederholt. Eine Erscheinung, die sich an den Strukturen orientiert und gleichzeitig an den Zuweisungen/der Ordnung, den Hierarchien und den Rollenverteilungen dieses Feldes mitwirkt. Aber eventuell nicht selbst verursacht * durch die Strukturen, sondern eine anthropologische Erscheinung. Sinnstiftend, status-kokonstruierend und verteilend, Kollektiv-Wettbewerb konstruierend/ermöglichend.
Existenzialistische Projekte sind meines Denkens nach individuell basiert. Ob es intentionale Großprojekte gibt, die Projekte der Revolte sind, ist fraglich.

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*Wobei mensch auch hier dialektische Aufeinanderbezogenheit annehmen kann.

Revolte (hier geschrieben als Camus-Kantisch als Aktivität gegen Unvernunft) in der Praxis ist u.a. das Gegenteil und im grundlegenden Unterschied zum so genannten Pragmatismus* (als Ideologie oder Ausrede). Pragmatisch-„sein“ hier gemeint als eine feststehende, „pragmatische“ Art der Reaktion auf das Leben. Und dabei keine vernünftige, höchstens zweckrational.

* Gemeint ist nicht die Philosophie des Pragmatismus.