Rudi Mente war verheiratet sein zu kompliziert. Sein Bruder Ali hatte schon Erfahrungen damit gemacht. „Frag Mente“ hieß es ab und zu, wenn es um das Thema Ehe ging. „Die Ehe als säkulare Einrichtung – sinnvoll? Subjektiv mag das sein. Als gesellschaftliche Bevorzugung wohl eher nicht.“ „Die Ehe war doch mal ein Teil der religiösen Ordnung,“ sagte Sakra. Ob es auf Pergamenten geschrieben steht oder nicht, der Liebe und ihrer möglichen, auch mentalen, Ambiguität, tut das keinen Unterschied. Aber dem Sicherheitsgefühl vielleicht. Ist es das, was Bürgerlichkeit seit dem Ende der, zumindest symbolisch damals Massen vereinigenden, Freiheits-Ideale des Anfangs, ausmacht? Sicherheit? Als Exkrement der bürgerlichen Epoche? Als Argument für Institutionen, die mit dem Ende der alten Religiösität ebenfalls obsolet geworden sein hätten können.

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