Monat: April 2015

Erfahrung und zeitlose Phänomene

Auf der Anhäufung der gesellschaftlich-institutionalisierten und überlieferten Erfahrung stehen und darauf aufbauen. Mensch kann aber auch immer wieder runterfallen.

„Hören Sie, wir hatten jetzt Aufklärung, da denken wir doch jetzt. Entweder der aufgeklärte Monarch oder wir selbst.“
„Hören Sie, wir haben das Jahr 1900, eine moderne Zeit und Gesellschaft macht so was ‚atavistisches‘ doch nicht mehr.“
„Aber bitte, wir haben das Jahr 2000, das sind doch die Kämpfe der Vergangenheit.“
„Wir haben’s 2015, da sind wir doch schon deutlich weiter.“

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Yanis Varoufakis in a literary world

If it was only a literary world, and if it is for the literary side (of life etc.), I like Yanis Varoufakis. He is not a copy-type politician. Maybe together with the Syriza-government he tries to do something different. That’s probably not possible – going beyond in-system adaptions and reproduction-oriented changes in conformity with the system. Political systems within the EU in structural coordination with the political system of the EU.
What will be left (from: to leave; whether the coming politics of Syriza or the structure of the EU-orthodoxy is [more or less, in parts] left is a question of definition) of it, will maybe only be the reminiscence of the style. But the effort and the glimpse – maybe only imagined and read into it – of another kind of politics [the way of doing politics, the process] on the official-formal level of today (and, much more vague, about policies [the content of the respective politics]) is at least refreshing.

The imaginative is an element of my understanding of a literary-existential sphere, as another side of life. Distinct from, and distinguished from, the structural side of life and the so-to-conceptualise systems (political and others).

Zumindest derzeit: Norbert Bolz ist ein unterhaltsamerer Populist* als Dirk Baecker. Kontrapunkte mit einer modernistischen Prämisse.

Z.B. „Teamgeist ist der größte Feind des Geistes“. Hat inhaltlich was zum debattieren. Aber ist auch für sich stehend ein gut formulierter Satz.

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* ‚Populist‘ hier im Sinne von (zeitgeist-)konträrer Vereinfachung und Zuspitzung, nicht von Zeitgeistreiterei.

Volksparteien (bzw. Folgparteien) folgen mehrheitlich (inhaltlich wie personell) den Strukturen

Fragmentierung und/oder Koalierung

Im Beispiel Wien sind ÖVP und SPÖ als (auf Bundesebene Volksparteien) beide auch Nachfolger (bzw. Übernehmer des gesellschaftlichen Spektrums) der früheren Christsozialen (als Karl Luegers Sammelpartei). Auf dieses Spektrum nehmen sie Rücksicht und repräsentieren dieses strukturell auch mit. Die FPÖ kommt mal mehr und mal weniger, in Wien meist relativ stark, dazu.
Eine ‚USPÖ‘, die nicht darauf Rücksicht nähme, könnte sich anders positionieren. Eine alt-konservative (monarchisch-konstitutionell orientierte oder zumindest inspirierte) AKÖVP auch. (Aus Sicht von RealpolitikerInnen: Aber) Dann wären sie nur kleinere Parteien bzw. Fraktionen und müssten wiederum entweder Opposition anbieten oder koalieren.
Diesbezüglich einfacher haben es von Haus aus kleinere Parteien wie die Grünen oder die Neos. Sie können aus ihrem Fundus schöpfen, den ihre Ideengeschichte und ihre heutige strukturelle Rolle aufweist. Und können relativ (mal mehr, mal weniger) kleinere Gruppen bleiben, wie es ihre strukturelle Rolle ja auch sein mag.
Politik ist mehr als Repräsentation, aber in einem stabilen Zustand eines Systems ist das der Kern.