Monat: Juli 2015

Ist es das Individuum, konzeptualisiert als relativ unabhängig von den Strukturen;
Ist es das Subjekt, konstituiert durch die Grundstrukturen;
Ist es die Rolle, durch „fachspezifische“ Strukturen gerahmt, mehr oder weniger fest (interpretiert);
Sind es die Strukturen selbst

die wir kritisieren sollten?

Sollten wir Frieden schließen, mit den Individuen, und diese für sich selbst sein und werden lassen, und statt dessen die Strukturen kritisieren, oder das Gesamt-System und seine Systeme? Wobei: Über das System reden wird oft zum Klischee, Klischees über Systeme und Klischees eigenen Verhaltens und Reden in Phrasen.
Oder sollten wir das System als nicht veränderbar sein lassen, und unsere Energie dafür sparen, mit Individuen zu kommunizieren, uns gegenseitig zu inspirieren – aber über was, wenn nicht das System und die Strukturen? Aber die Strukturen habe ich ja nicht ausgeschlossen aus dem Gespräch. Welche Strukturen? Die grundlegenden, auch die eher abstrakt fassbaren oder nur die konkreten Strukturen an „der Front des Alltags“ oder umgekehrt? Vermutlich beides, weil ja wechselwirkend und zusammen auf die Subjekte wirkend.

Herrschaftsloser (freier) Diskurs nach Habermas? Kampf um Hegemonie gegen die Hegemonie wie bei Chantal Mouffe?
Macht ist überall (Foucault), also Macht haben „macht nichts“? Macht fließend halten?

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Mitte und Routine

„Ihr Verhalten ist ja wohlfeil“, sagte ich zu dem CDU-Abgeordneten. Dieser nickte zustimmend und zufrieden-oder, er zeigte keine große Regung, zumindest nicht irritiert. Er ignorierte bewusst oder aus Routine die subtile Kritik meiner Aussage(-Absicht). Oder nahm sie, vielleicht bedingt in den systemisch-funktionalen Eigenschaften seiner Rolle, nicht wahr. In der systemischen Folge folgte daraus aber kein Unterschied.

Manche Sachen erklären wir Menschen uns vielleicht nur deshalb, um uns nicht mehr damit beschäftigen zu müssen. Das kann durchaus legitim sein. Aber zu viele Dinge in Schachteln oder gar Schubladen zu packen kann für manchen vielleicht auch zu reduktionistisch sein.

Liebe zeigt sich am ehesten im literarischen Bereich des Lebens

Liebe ist ein Phänomen, das vermutlich nicht gänzlich erfassbar ist. Sie ist, unter den Erscheinungs- und Erfassungs-Medien, primär in der Literatur zu Hause. Gar nicht in der Soziologie, nicht in der Biologie. Etwas mehr, und doch nur sekundär – im Umgehen damit/Verarbeiten (oder auch im Umgehen), eher bezüglich der dafür anwendbaren Techniken also – in der Psychologie. Eher vielleicht, bleibt abzuwarten, in der Physik – evtl. im Bereich der (Quanten-)Physik des Bewusstseins und der Formung des Universums auf basaler Ebene.