Archive for September, 2015

28. September 2015

Gutes Mörgeli ihnen allen.

Es gibt (weil privilegienmäßig Schweizer und Deutsche auf gleichem strukturellem Level sind: lustige) Fernseh-Dokus über (aus Langeweile, Identitäts-Fragen, etc. aufgebauschte und pauschalierte) Probleme im Verhältnis zwischen sogenannten Schweizern und sogenannten Deutschen. Dort hört mensch u.a. konkrete Schweizer über abstrahierte Deutsche sagen: „Die Deutschen“ seien (wirken oder sind) arrogant und überheblich*. Das ist – so mein unvollständiges Hören und Hörensagen – doch auch das, was man innerhalb der Schweiz „den Zürchern“ nachsagt. In Zürich scheinen „die Deutschen“ sich wiederum am wenigsten wohlfühlen zu wollen und/oder zu können.

Auch hört mensch (und auch das ist ob – auch in Deutschland – unterschiedlicher Kommunikationsgewohnheiten verständlich): Ein Redeschwall käme von den Deutschen. Die Norddeutschen in der Doku, deren Kommunikationsverhalten als ein schwierig als Ganzes zu verarbeitender Redeschwall interpretiert wird, gelten in Deutschland hingegen klischeemäßig als Wenigsprecher und wortkarg.

Als Antwort auf einen deutschen Redeschwall könnte ein betroffener Schweizer vielleicht auf schwizerdüütsch räppen. Denn da verstehe ich dann auch einiges nicht, obwohl ich schweizerisch als Oberschwabe (nicht Ober-Schwabe!, möchte ich anmerken 🙂 ) eigentlich ganz gut verstehe.

Nun, die Menschen, darunter auch Schweizer und Deutsche, sind ja nicht aufs Köppeli gefallen. Daher: Lasset uns Fehr zueinander sein. (lol, excusez.)

Gilbert Gress‘ Optimismus kann uns allen eine Inspiration sein.

___
* Das ist in etlichen konkreten Fällen sehr wahrscheinlich der Fall. U.a. eine von manchen Deutschen als Gäste in der Schweiz anmaßend-chauvinistisch geforderte Sprachanpassung der Schweizer an das Schriftdeutsche. Oder auch eine rücksichtsarme und überhebliche „Jetzt komme ich“-Mentalität.

28. September 2015

Kein Buchprojekt:
Von Bloch zu Blocher. Intellektuelle und ihr Hang zum Unternehmertum.

28. September 2015

Die Leute im post-bildungsbürgerlichen Literaturzirkel sind nicht per se besser oder schlechter als die Leute vom Stammtisch im „gutbürgerlichen“ Lokal oder die vereinzelten Gäste in der zwielichtigen Kneipe.

28. September 2015

Grunnsakker (ikke Grønnsaker)

Ein Mensch kann nicht besser sein, er kann sich nur besser verhalten.
Und über dieses Verhalten gilt es ernsthaft kritisch zu reflektieren und anderen ebenso ernsthaft die Chance zu geben, sich zu verhalten bzw. zu positionieren (Haltungs-Handlung) und zu handeln. – Wie auch immer sie das dann tun, und Strukturen nicht vergessen und nicht über den Menschen stellen, im Entschuldigenden wie im Anklagenden.

26. September 2015

Offene Lebensentwürfe und Soziologie

„An mein Läbensentwurf låss‘ i koin Soziolog na“, håtter gsait. „Außer vielleicht dr David Rubinstein.“
„Dr Gardner Williams, dess isch oiner där mer gfallt.“ håt er weiters gsackt. „Aber dees isch jå au en Philosoph.“

24. September 2015

Angebot und Ausrichtung und umgekehrt

Ein Mensch als Anbieter von Produkten (Waren, Dienstleistungen) kann sein Angebot u.a. aus und mit diesen drei verschiedenen Motiven und Ausrichtungen (von Anfang der Produkterstellung bis Angebotsunterbreitung) versehen:

– „Zeitgemäß“heit, oder
– konkrete Kundennachfrage, oder
– Ergebnis der Eigenheit des Anbieters (in irgendeiner Form, ob als Kombination von bereits [aktuell] Daseiendem oder Eigenkreationen)

Schlagwörter: ,
23. September 2015

Growing old in authenticity?

Where is this Authenti City?
Die Schwerkraft des jeweils in einer Gegenwart Faktischen (Faktisches kurz-, mittel- und längerfristiger Art) ist stark, sehr stark. Schwer zu entgehen (außer temporärer Biedermeier), schwer überhaupt zu kritisieren. Aber nicht unmöglich (sapre aude).
Aber die Überdeterminiertheit und Widersprüchlichkeit des Lebens (als Ganzes) schlägt den einzelnen Kraftfeldern immer wieder doch ein Schnippchen. Schön. Und was draus zu machen (?) (als Frage und Potenzial).
Träume von Kommunen und anderem Leben etc. gibt es. Aber ein Mensch wird älter und sucht Sicherheit. Und braucht Sicherheit. Aber diese muss nicht deckungsgleich mit dem jeweils gerade vorliegenden, inhaltlich fixierten, gesellschaftlich üblichen oder erfolgreich verkauften Verständnis oder Angebot von Sicherheit sein.

21. September 2015

A little Musil(gasm)

»Wir wollen uns nichts mehr erzählen lassen, betrachten das nur noch als Zeitvertreib. Für das, was bleibt, suchen zwar nicht ›wir‹, aber unsere Fachleute eine neue Gestalt. Das Neue erzählt uns die Zeitung, das gern Gehörte betrachten wir als Kitsch. – Das ist aber nun nicht ganz richtig. Kommunisten u[nd] Nationalisten u[nd] Katholiken möchten sich gern etwas erzählen lassen. Das Bedürfnis ist sofort wieder da, wo die Ideologie fest ist. Wo der Gegenstand gegeben ist«

Robert Musil, 1931. Und meiner Vermutung nach könnte diese Feststellung, in verschiedenen Varianten, auch von einem in der Antike oder irgendwo anders in der Geschichte existierenden Menschen sein.

Musil, Robert ([1931] 1978): Gesammelte Werke, Bd. VIII. Reinbek: Rowohlt.
Zitiert nach: Zima, Peter V. – Theorie als Erzählung. Die Geburt des Konstruktivismus aus dem Geiste der Spätmoderne. In: Arnold, Markus; Dressel, Gert; Viehöver, Willy (2012): Erzählungen im Öffentlichen. Über die Wirkung narrativer Diskurse. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

21. September 2015

It’s better to be tired of all the societal,
and other or less: social (person to person, concrete contexts),
shows we can watch and are shunt to take part (or get on the—more or less interesting, lonely and socio-financially more insecure—sidetracks).
Than to be angry in a generalised way. And move (ourselves and get moved) away from our ability to differentiate.

I personally can energise, or more likely get energised, when I experience seriously nice or beautiful moments. And then, when tiredness is gone for a while, or less, I try to pratice some human potential again. Or at least I try to try. Hm.

Schlagwörter: , , ,
21. September 2015

Komplexität zwischen Ethik und alles ist strukturell verknüpft

Schöne Kombination aus Text, Video und Musik das ist:

Jan Delay – vergiftet

Der kleine Mann im Kopf

Was wir sind | Was wir sein wollen | Was wir tun

Die Kieker (Die Spoekenkiekerei )

Blick in die Zukunft des politisch-medialen Komplexes

meermoabit

Moabiter Seefahrten

catveldmaus

Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen