Monat: November 2015

Fiktion: Treffen von gesellschaftlich unterschiedenen Gruppenkonstruktionen

Z.B. ArbeiterInnen oder AkademikerInnen etc. treffen sich mit Menschen aus der sozial konstruierten (ggf. eine sozialfunktionale Rolle personifizierenden) Gruppe der „Sozial Verachteten“. Manche von den ArbeiterInnen (meist Männer, aber nicht nur) haben Probleme, die Sozial Verachteten nicht nur als eine zu ihnen abgegrenzte Gruppe zu sehen, sondern sich auf sie als Menschen einzulassen. Sie als Individuen wahrzunehmen, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, und ihre grundsätzliche Gleichberechtigung anzuerkennen, in der Kommunikation und in allen menschlichen Berechtigungen.

 

Fixiertes Sein und offenes denken und handeln (welches erst in der Praxis wird)

 

Zu denjenigen mit den größten Problemen (mit) der Gleichberechtigung sagt Arbeiter Ewald: „Ihr strebt immer noch nach einem – vom Inhalt letztlich unabhängigen – ‚Höhersein‘ in der sozialen Hierarchie-Konstruktion. Statt nach höherer Einsicht.
Streben nach dem Erreichen der Zugehörigkeit zu einer in der hierarchischen Konstruktion als ‚höher‘ fixierten – also in ihrem Status innerhalb der Konstruktion abgesicherten – Gruppe. Oder, nach erfolgtem Erreichen, angetrieben vom Motiv der Verteidigung dieser Zugehörigkeit. Dafür auch Verteidigung des Status der Gruppe, und implizit oder explizit oft auch der gesamten Konstruktion, innerhalb derer dieser Status vergeben wurde und besteht.
Die Orientierung eines Menschen an einer feststehenden Position, die unabhängig von seinen konkreten Handlungen, seinen Taten, ist, ist eine Selbstverortung in einem fixierten Sein. Ein Sein, welches den höheren Status festigt und ohne größere eigene Denkens- und Handelnsanstrengung die Identitätsbausteine fest vorgibt. Im Unterschied dazu ermuntere ich dazu, relativ offen, ohne die Sicherheit der vorherigen weitgehenden Festlegung, und auch noch selbst, zu denken und zu handeln und sich mit seinem Handeln der Kritik und Selbstkritik zu stellen.“
So spricht Ewald. Manche hören ihm bis zum Schluss zu. Ob seine aus seiner Sicht schöne Rede was gebracht hat, lässt sich nicht feststellen, zumindest nicht kurzfristig.

Insgesamt bewegt sich aber durch das, und bei dem, Aufeinandertreffen der Menschen aus den zwei gesellschaftlichen Gruppen etwas auf der sozialen Mikro-Ebene. Abgrenzungen werden teilweise überwunden (oder – da die sozial-funktionale Rolle der Abgrenzung vermutlich weiter besteht, diesbezüglich vermutlich -: verlagert. Fragt sich wohin und ob es dabei einen Fortschritt, oder nur utilitaristische Mengenunterschiede, oder nur-nur strukturelle und inhaltliche Varianten des ethisch gleichen geben kann).
Es bildet sich eine neue, konkrete – nicht abstrakt-ideologisch zusammengefasste – Semi-Gruppe (eine lose, aber sich kommunikativ austauschende Beziehung) aus ArbeiterInnen und Sozial Verachteten. Diese tauscht sich nun regelmäßig aus und engagiert sich in der sozialen Arbeit. Sie bearbeiten und teilweise lösen gemeinsam Alltagsprobleme, auch solche die man vorher gar nicht als solche erkannt hat. Und sie gleichen durch gleichberechtigte Praxis soziale Ungleichgewichtungen aus, auf Mikroebene. Ob sich das auch auf die größeren Strukturen der Welt auswirkt ist immerhin offen. Und wenn viele ihrem Beispiel folgen würden, könnte man sehen, ob es dadurch Fortschritt gäbe.

Keine Weihnachtsgeschichte, aber doch eine optimisische Fiktion.

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Allgemeine (anstrengende, vernunftverursachte) Arbeit an und mit Weite. Und spezielle Momente (ggf. Nähe oder was ich dafür halten könnte).

Fiktional: „Allgemein arbeite ich an einem weiten Ho-rizont, oder tue zumindest so. Aber manchmal ist mir dein Po-rizont für Momente des Glücks suffizient.“

Macht das Beste aus dem Moment

Verlustängste sind Ängste, aber begründet. Sterblichkeit in deren Willkür, und Alter in seinem Kraftverlust, sind schlimm und hart.

Die Menschen, die man nett oder interessant findet (oder aus anderen Gründen gerne immer [mal] wieder um sich hat) sollten (nach Wunschvorstellung) vielfältig sein, aber zusammen alle gleichzeitig älter werden. Damit sie im Alter zusammen in einem Alters-Dorf/Kommune oder einer Alters-WG wohnen könnten und alle gleichzeit weg wären. Nicht der traurige, immer wieder zuschlagende einzelne Abschied und das Willkürliche der Naturfaktoren. Das ist scheiße.

Eine Einrichtung wie die „Suicide Booth“/Selbstmord-Kabine in Futurama wäre vielleicht gut. Aber nicht mit Kettensägen oder so was, sondern als Auflösung, die schmerzlos und schnell geht.