Die Menschen haben eine systemisch und strukturell bedingte Rollen-Verteilung, die ihre unterschiedlichen Charaktere in (je nach Eigenschaften dieser Systeme und Strukturen) bestimmter Weise zur Geltung kommen lässt.

[Als Bild: Der allgemeine, relativ breite Genpool und daraus diejenigen Gene, die – aufgrund systemischer und Umweltanforderungen und Erfahrungen – auf bestimmte Weise zur Geltung/Aktivierung kommen. Während andere Potenziale nicht aktiviert und umgesetzt werden.]

Struktur(ierung)en mal analytisch (künstlich) getrennt als:

a) Die grundlegenden Strukturierungen
– einer Gesellschaft
– und der jeweiligen (persönlich konkreter erlebten) darin befindlichen sozialen Kontexte (Familien, Freundeskreise, Gruppen, etc.).
Und b) Die temporär-akuten Strukturverhältnisse (in) einer konkreten Situation,
mit ihrer individuellen Zusammensetzung an aufeinandertreffenden Strukturhintergründen (verschiedene Biografien von Menschen, verschiedene Rollenprägungen etc., die in einer Situation aufeinandertreffen [strukturell] und aufeinander treffen [als Menschen]).

In unterschiedlichen strukturellen Zusammensetzungen kommen dann unterschiedliche Faktoren unterschiedlich stark zum Tragen. Das zeigt sich dann/daraufhin (also zuerst eher als Folge, dann als Wechselwirkung) am Verhalten von Menschen in den Situationen:

In einer Situation A können zum Beispiel 32% der Menschen mit einer (je nach Bewertungsmaßstab) guten Seite von sich zum tragen/zur Auslebung/in Effekt kommen.
In einer anderen Situation B verhalten sich (strukturell bedingt) eine Mehrheit der Menschen dann z.B. gut oder hilfsbereit oder auch schlecht, abweisend, aggressiv u.s.w.

Wie Menschen als Gruppen (abstrakte Großgruppen oder konkrete Kleingruppen) sich in einer bestimmten Situation verhalten werden, kann vermutlich in (die allgemeine Richtung einschätzenden) Muster-Vorhersagen im Voraus vermutet werden – wenn genügend Informationen über die systemischen und strukturellen Parameter (Zusammensetzung, Faktoren, involvierte Logiken etc.) der Situation bekannt sind.
Wie Menschen als Individuen sich verhalten werden, kann derjenige vermuten, der das jeweilige Individuum gut kennt und ebenfalls die, in diesem Fall auf das Individuum, in der Situation wirkenden strukturellen Parameter kennt.

Kennt man ein Individuum nicht so gut, kann man individuelles Verhalten nur, ex post, also im Nachhinein einschätzen/dessen Verhalten auswerten. Und dabei in der Ursachenvermutung beschränkt auf die jeweilige Informationslage (Ursache auf der Suche nach „Erklärungen“ und Kontextanalyse eher auf der Suche nach „Verstehen“). Man kann dann also das individuelle Verhalten nur grob anhand von Wahrscheinlichkeiten abschätzen und – so meine Vermutung – nicht so gut vorhersagen wie (erstaunlich oder erschreckend/enttäuschend berechenbares) Gruppenverhalten. Das Verhalten von (dann nicht mehr individuell handelnden) Menschen in Gruppen, und das Verhalten der gesamten Gruppe als Gruppe, folgt oft berechenbaren Mustern, ist also vielfach – und bis zu einer gewissen Tiefe/Breite der betrachteten Aspekte (die z.B. für eine akute Gefahreneinschätzung reichen muss und auch ausreicht) – vorhersehbar/begründet vermutbar.

So wie z.B. das Verhalten von Männergruppen mit ungleichberechtigtem Frauenbild, fehlender sozialer Integration außerhalb der Männergruppe, nicht erlernten individuellen Techniken und fehlenden sozialen Institutionen und Rahmenbedingungen für effektive Ausweich-/Ersatz-Handlungen für Aggression, Triebe und Geltungsdrang.

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