Einige fiktive Stimmen vor der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg


„Die repräsentative parlamentsabgesegnete Regierungsherrschaft ist in einer Krise. Wir sollten mal etwas Neues ausprobieren. SPD und Linkspartei, und ggf. Teile der Grünen und der CDU, rufen eine Räterepublik Baden-Württemberg aus. Bei Daimler und Bosch etc. übernehmen die Betriebsräte die Organisation, und der Aufsichtsrat wird zum wirklichen Aufsichtsrat. Und auf dem Land und auf den Dächern der Städte entstehen landbewirtschaftende Kommunen und räte-demokratische Projekte.
Als z.B. Karl Marx-Leser weiß ich, dass die gesellschaftsstrukturelle Situation stimmen muss, wenn sich solche qualitativen strukturellen Veränderungen ergeben sollen.
Da heißt es: Versuchen, was geht, nehmen, wie’s kommt.“

Interviewer vom weltoffenen Lokalblatt: „Aber das könnten ja alle Ideologien oder Parteien sagen.“

„Ja, schon. Und wenn es alle sagen dürfen, dann ist es Demokratie.“

Poststrukturalistischer CDUler: „Ich möchte eine starke konservative Regierung, damit die Gegenbewegung etwas hat, woran sie sich reiben kann, wo Rebellion inspiriert wird, lebendig und nachvollziehbar bleibt.“

„Ich hätte gerne weiter Winfried Kretschmann als Minischterpräsident. Mit einer knappen grün-roten Mehrheit, damit keine Arroganz aufkommt. Und dazu eine starke AfD als Korrektiv, um etwas mehr Gewaltenteilung zu haben. Und andere Ansichten auch im Parlament vertreten zu sehen, nicht nur im Internet. Ich bin z.B. für den grün-roten Bildungsplan, aber gegen unbegrenzte Massenzuwanderung aus kulturell eigenständigen Regionen.“

„Ich bin für eine starke AfD, um einen wirklichen Rechtsruck zu vermeiden. Und die verschiedenen Positionen zu derzeit großen Themen wie Migration und Euro-Rettungs-Finanzierung auch im Parlament diskutieren und streiten zu lassen. Nicht nur auf der Straße. Zur richtigen Einordnung der politischen Lage werden wir durch das öffentlich-rechtliche Fernsehen ideologisch-pädagogisch betreut. Aber vielleicht ist es gut, auch mal andere Vorurteile zu hören.“

Ein moderater Bürger: „Ich bin gegen die Verkündung und Erzählung neuer Geschlechter und gegen Chaos in den Geschlechter-Verhältnissen. Das ist was für Fantasy-Filme oder die Bohème, die ein künstlerisch-eigenartiges Leben führt.
Wir brauchen eine klare Gender-Politik. Kein Geschlecht ohne Gender, und kein Gender ohne auch was mit Geschlecht. Keine Gesellschaft, wie wir sie kennen, kann funktionieren ohne Geschlechter. Keine Verwirrung halte ich für notwendig. So wie auch Geschlecht nicht an sich notwendig ist, aber für die Gesellschaft, wie wir sie kennen.

Ich hab auch mit dem lokalen Imam bei uns in der Gegend gesprochen. Bezüglich der Geschlechter und der Gender-Verwirrung und dem drohenden Chaos zwischen den Geschlechtern haben wir ähnliche Positionen. Er glaubt auch, dass Gott keine Verwirrung wollte. Er ist auch einer der moderaten Vertreter seiner öffentlichen Religionsausübung.

Man sieht daran auch, dass inter-kulturelle Zusammenarbeit durchaus möglich ist. Wir müssen nur auch die Chancen erkennen und nicht die Risiken betonen, die zunächst mal vielleicht nur ebenso groß sind, aber nicht unverhältnismäßig.“

Eine besorgte Bürgerin: „Ich bin alt und weiß. Aber ich bin nicht bereit, nur deshalb AfD zu wählen. Auch wenn alle sagen, dass ich mit diesen Eigenschaften zu den AfD-Wählern gehören würde und sie mir nahelegen, auch dementsprechend zu wählen. Um keine zusätzliche Verwirrung in die eigentlich so klaren Fronten zwischen gut und böse zu bringen.“

 

 

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