Monat: Juni 2016

Zahlen und Zeit

Das hat vermutlich schon jemand vorgeschlagen:
Wenn Wahlbeteiligungen schlecht sind, könnte man die Wahlen wiederholen (z.B. als eine ‚iteration‘ bei Jacques Derrida oder eine ‚répétition‘ bei Gilles Deleuze). Und die Wahlbeteiligungen dann zusammenrechnen. Wenn man ein bestimmtes Bild von der Zeit als Maßstab nimmt, ist die Person A zu einem Zeitpunkt 1 ja materiell und geistig nicht die selbe Person zu einem Zeitpunkt 2. Und so hätten dann in absoluten Zahlen mehr Leute gewählt als bei nur einem Wahlgang. Aber in Prozenten dürfte das meiner Vermutung nach nicht so einfach zusammenzurechnen sein.

Denn was ist das 100 an dem sich die Prozente ausrichten/proportionieren ließen?

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Ähnlich (und/oder mehr oder weniger gleich)
wie in manchen Zeiten gehäuft (oder in allen Zeiten [oder auf allen Zeitscheiben] ähnlich) viele Menschen auf einen Messias warte(te)n.
So warten vielleicht viele heute (oder “ ähnlich),
in gleicher Weise oder ähnlich.
Auf einen neuen Schritt in der Geschichte der Menschheit oder der Entwicklung des Lebens und der Existenz auf der Welt.

Fußball-EM aus einer narrativen, politische Ereignisse-reinprojizierenden Sicht. Bezüglich des Kampfes/Spieles einiger politisch-gesellschaftlicher (Groß- und Mittel-)Narrative/Erzählungen um EU und Nationalstaaten etc.:

England ist als Brexit-Land/-Bösewicht ausgeschieden, das hat viele aus „politischen“ weltbild-psychologischen Gründen gefreut. Wales ist als Brexit-Land noch dabei. Und mit Island ist sogar (und in journalistisch beliebter unlogischer Verwendung des Wortes: ausgerechnet!) noch ein kleines–aus Sicht der EU-Großmacht-Erzählung hoffnungslos kleines Land–überraschend im Viertelfinale. Ein Land, welches bisher noch nicht dem Imperium beigetreten ist. Und damit u.a. seiner Jugend die Zukunft verbaut. Die kann dann nur noch im Fußball ihren sozialen Ruhm suchen.

Be only ashamed of your subjectivity when you want or need to be ashamed (the difference of wanting and needing/urge or drive is an interesting human phenomenon. Also the kind of will-need need-will phenomena, which are maybe [probably at least somewhat] interacting).

Unterschiede der Sozialwissenschaften

Mir fiel  heute ein, dass es so sein könnte/man es so interpretieren könnte, dass

die Soziologie und Psychologie viel mehr über menschliche Verhaltensmuster; Ähnlichkeiten; Wiederholungen; Möglichkeiten, Muster zu re-konstruieren ‚wissen‘. (‚Wissen‘ im Sinne von in rationaler Logik und Zusammenhangsbildung nachvollziehbar begründet annehmen, rekonstruieren oder konstruieren können.)

Als die Wirtschaftswissenschaft. Die weiß wenig und von dem was sie weiß ist ein größerer Teil Wissen, Musterbildung und Interpretation der Soziologie und Sozialpsychologie etc.

Wenn es so ist/interpretiert werden kann. Liegt das am Thema/Bereich der Wirtschaftswissenschaften -> also der Wirtschaft und wirtschaftlicher Vorgänge etc.? Oder daran, dass die Wirtschaftswissenschaft keine eigene Methode hat/ist? Oder keine sozialwissenschaftliche Methode?

Ehemaliger Punk, der zum Wohlfühl-Bessermenschen [Struktur] geworden [Prozess] ist,
schreit [Prozess] an [Struktur]
ehemaligen Punk, der zum Anhänger [Struktur] populistischer [Struktur&Prozess] Rebellion [Struktur&Prozess] geworden ist:

„Es reicht.
Ihr Asozialen!
Zerstört uns nicht unsere Illusion.“

Die menschliche Idee der Demokratie kommt in Menschen an Grenzen.
Wo andere Meinungen vertreten werden.
Wo das mühsam immer wieder kohärent gehaltene Weltbild in Frage gestellt wird.
Wo der Andere nicht glauben will, was ich glaube.
Wo ich ihn bekehren will aber er nicht will.
Wo ich den „Anderen“ brauche, um das Böse/Schlechte etc. in meiner inneren Ambivalenz aus meinem Inneren auszulagern.