Archive for ‘Sophieren’

11. August 2017

Jeg tror, fordi det er absurd. Absurditet er livet som helhed. Tro og absurditet.

21. Juni 2017

United against nonunity and non-unity. 🙂

20. Oktober 2016

Objectivity can be a joke or a yoke. Among many other things it can be subjectively.

1. März 2016

Structural and poststructural heresies/agnosticisms

‚Progress‘, as a general principle, is the arrogant twin of ‚backwardness‘

9. Mai 2013

Forever belonging to oneself

(Memories they keep coming through)
The good ones hurt more
Than the bad ones do

Persons, too.

Quotation of: A-Ha – forever not yours

25. September 2012

Trägheit allgemein

Projekt: Erstellung einer Sammlung der Faulheit (und/oder: innerhalb eines Archives der Trägheit).

Berufswunsch: Archivar der Faulheit zu sein. Kein Experte. Die Trägheit und Faulheit – zumindest die Trägheit als Zustand, nicht Wahlentscheidung – hat keine Experten. Denn das wäre mit einer spezialisierten und intensiven Bearbeitung – und damit der Verspezialisierung – der Trägheit verbunden. Eine solche wäre unträge und unfaul und würde die Trägheit konterkarieren.

Mit einer solchen praktizierten Widersprüchlichkeit wäre sicherlich ein interessantes Spiel mit Begriffen (wie „Faulheit“, „Arbeit“ etc.) und Ironien und Paradoxien des Lebens möglich. Aber es wäre nicht des Pudels Kern der Trägheit. Sondern das Thema eines anderen Bereichs. Zum Beispiel der Sprachkritik.
Daher: Es gibt keine Experten. Nur engagierte Dilettanten (und -onkel, etc.!). Der Trägheit und der Faulheit (als Zustand) schadet das vermutlich nicht.

7. April 2012

Y lichtendzrin

Ostern

Dualistisch formuliert hat alles zwei Pole. Zwischen denen man sich bewegen kann, und manchmal entscheiden muss, was seine Lebensphilosophie angeht. Da wären: Ideeller Absolutismus* versus Pragmatischer Relativismus.

Wir suchen das Schöne, Wahre, Gute (siehe Goethe, Antike, etc.) und erhalten doch das, was wir erhalten. Von Verdienen kann hier keine Rede sein. Das Leben ist keine Ökonomie. Eher eine große Suche nach dem Osternest des Lebens. Die Suche ist das Ziel. Zwischendurch gibt es Geschenke.

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* Zum ideellen Absolutismus [in gewisser Weise auch: Rigorismus] zähle ich den radikalen (konsequenten und am Ideal als Maßstab orientierten) Idealismus, wie auch den radikalen Relativismus (als Absolutismus, der den Idealismus als Anti-Idealismus bzw. Negations-Idealismus spiegelt).

5. April 2012

Idealismus: John Henry Mackay

Kurze Interpretation des Gedichts „Kampfweise“ von John Henry Mackay erschienen im Jahr 1890:

Das Poém hat etwas Stirnerisches. Er hat auch etwas von Nietzsche (was spekulativ etwas Post-Stirnerisches ist). Das „Vornehme“ interpretiere ich spontan als Zurückhaltung gegenüber Massenbewegungen und Massendynamiken. Eine (mehr oder minder weit-gehende) Zurücknahme von (und Verzicht auf ein/das) „Dabei sein“. Dieser Verzicht als ein Ausdruck (oder eine Möglichkeit) von „frei“ sein/fühlen etc. Darin könnte man u.a. auch stoische Elemente verorten.

Das Entfachen zur That für die Schwächlichen könnte ein Aufruf sein. Das Wort soll wohl inspririeren, die Schwächlichkeit (vielleicht Unmündigkeit) durch Praxis zu entwöhnen. Die Folge der Schwächlichkeit könnte in den folgenden Zeilen beschrieben werden: Das Mitlaufen/sich Mitreißen lassen in der Masse, die den jeweils aktuellen Phrasen hinterherläuft bzw. diese vor sich herträgt, wie eine Ersatz-Monstranz. Dieser „Gott“ sei der Gott des Freien nicht, so der Text (in meiner hierigen Interpretation).

Der dritte Vierzeiler spricht vom fernsten Land. Dieses kann u.a. eine politische Utopie oder eine Wunschvorstellung darstellen. Ich assoziiere hierzu gerade zwei Möglichkeiten: Entweder die Stirnerische Darstellung eines eigenständig zu vollziehenden Erkundens seines subjektiv eigentümlichen Universums durch den jeweils „Einzigen“. Oder ein optimistischer, auf die soziale Gesamtheit bezogener Ausblick: Das am Anfang sozial herausfordernde – und daher oft anstrengende bis gefährliche („herbe Saat“) – Schreiten von Einzelnen auf unbekannten Pfaden (als „Vorreiter“ in verschiedenen Gebieten, z.B. Schumpeters Unternehmer in der praktischen Wirtschaft) führt zur Erschließung neuer Bereiche (Erkenntnisse, Möglichkeiten, etc.). Diese werden, zumindest wenn sie später sozial rezipiert und adaptiert werden, in späteren Generationen zum Selbstverständlichen gehören: „Wie werden mühlos einst und leichten Schrittes
Die Enkel ernten unsere herbe Saat !“

23. März 2012

Kunst für die Umbruchzeit

Easy Rider war einer von einigen Filmen, die in künstlerischer Darstellung über Geist(e) und Geister (im vielseitigen Sinn, als Ideen, Erfahrungen, Interpretationen, Postulate etc.) ihrer ‚Zeit’* berichteten.
Wir leben meiner Interpretation und erzählerischen (Re-)Konstruktion nach aktuell in einer grundstrukturellen Umbruchzeit. Da kam mir spontan die Frage: Brauchen wir einen neuen Easy Rider? Neue Filme, Musik, Literatur, die diesen Umbruch ansatzweise (im Sinne Quines angedockt bzw. vermittelt über die geistig vielleicht bewegliche[re]n Ecken unserer Weltsicht und -verarbeitung) aufnehmen lassen und ein gemeinsam teilbare** Symbole und Kommunikations-Anknüpfungspunkte für die gewandelte Struktur – die Grundstruktur und die Substrukturen in den ausdifferenzierten partiellen Welten – der Zeit sein könnten?

Künstlerische Verarbeitung konkreter Erfahrungen und abstrakter Ideen der Zeit. Aus der Zeit, für die Menschen in der Zeit, über die Zeit hinaus. Repräsentativ und reflexiv.

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* Die Zeit von u.a. Easy Rider ist als „physikalische“ Zeit mit dem Begriff ‚1960er-Jahre‘ nur grob zusammengefasst. Für die Zeit-Repräsentation und -Reflektion entscheidend sind die „60er“ als (sozusagen metaphysische) strukturell-kulturelle Zeit, die sich in verschiedenen Räumen (im „Westen“ und darüber hinaus) ereignete.
** Intersubjektiv teilbar als ‚Eines für (möglichst) viele (potenzielle) Einzigartige‘, im Sinne Hannah Arendts, eventuell auch Ludwig Marcuses und anderer Humanisten. ‚Unus pro (et per) multa‘ (und/oder multis etc.?).

Schlagwörter:
20. März 2012

Permanente Herausforderung und Recht auf Pause

Michel Foucault → Abweichung ist Trumpf. Permanent minority report. Minderheit und Potenzial des Menschen in der und durch die Abweichung (U.a. Marcuse [Herbert]: Randgruppen als Träger des/eines kritischen Potenzials).

Permanent deconstruction – nicht immer (weil anstrengend) aber grundsätzlich immer möglich (zeitlich) und auf alle Themen bezogen bzw. anwendbar (und grundsätzlich auch allem gegenüber egalitär anzuwenden). Not saving any topic from having the right to be deconstructed (just because you like it) → no conservation or Aussparung der jeweils eigenen Lieblinge etc. (But) at the same time teilweise Akzeptanz of some kind of partial construction: Als Referenz (und praktische Grundlage etc.) ‚A‚, auf die sich die jeweilige Dekonstruktion von Thema ‚B‚ beziehen kann. Denn man kann nicht (oder doch?, aber wäre das Nihilismus?) alles gleichzeitig – und zeitunabhängig vermutlich überhaupt nie inhaltlich alles dekonstruieren. Irgend einen Anker des Bezugs braucht der kritischste Mensch. Viele vermeintliche Supra-Kritiker sind sogar sehr verankert (bishin zu ideologisch zementiert) in bestimmten Urteils-„Gewissheiten“. Reflektierter und (selbst-)kritikoffener Steckenpferds-Konservatismus ist also praktischer und menschennäher als die postulierte Gewissheit, keine liebgewonnenen Gewohnheiten zu haben. Oasen der persönlichen Vorliebe (als lebendiger oder auch schläfrig-müßiggängerischer Garten oder Museum etc.) sind es, die uns offen machen für neue Eindrücke. Wer keine Oase hat, der sucht den Halt oft dort, wo er die Offenheit pflegen sollte und projiziert das Museum der Privatheit in eine Ideologie des öffentlichen Raums.

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