Posts tagged ‘Absurdismus’

21. Februar 2016

Strukturalismus  – – Nihilismus
– – absoluter und/oder relativer Relativismus
– – Absurdismus                                  – – Zen

1. Juni 2015

Gefahr für Wirtschaft und ordentliche Lebensführung: Der „Atomismus“

Hei, mal was „Überraschendes“ (für manche schon): Wenn der Individualismus eines Menschen sich in der Feststellung erschöpft, dass jeder Einzelne sich funktionalistisch und normativ, innerlich wie äußerlich, den jeweiligen (von der jeweiligen Gesellschaftsatmosphäre und den angesagten Ideologien und ihren Repräsentanten „selbstlos“ vorgegebenen) Gegebenheiten anzupassen „hat“, also individuell „verantwortlich“ dafür sei, seine Individualität abzutöten/zu überwinden (mit oder ohne „Hilfe“), dann ist es kein Individualismus. Ja hoi, denke ich in nichtstandardisiertem oberschwäbischen Dialekt. (Dialektisches Denken ist wieder was anderes, könnte damit aber auch verbunden werden.)

Dieser Hinweis enthält ein wenig Ortega y Gasset, soll aber kein Pessimismus aus inhaltsarmen Distinktionsgründen sein, sondern an-gedachter, fragmentarisch unvollständig und in Momenten, nicht Festlegungen, an-angewandter Pluralismus.

Mein derzeitiges Verständnis/Erzählung von Individualismus ist: Dass es hinter allen ent-individualisierten, gemusterten, strukturierten, kontingent geordneten und hierarchisierten Mustern und Festlegungen (selbst- und fremd-autoritären Vergewisserungen und Hierarchie-Ideologien als Weltbildstabilisierungen etc.)
immer noch eine Welt der individuellen Dinge gibt, die wir ab und zu in schönen — weil sie nicht die ewige Wiederholung der Strukturierungen sind — ‚Momenten der Individualität‘ als Individualität an-wahrnehmen/erleben können.

23. März 2015

Modische Rebellion (ob im allgemeinen Sinne von modisch=temporär schick, oder konkret am Beispiel der Abweichung von der Kleidungsdisziplin/-versicherheitlichung) ist in absurdistisch-existenzialer Sicht ok, solange und sodann es nicht dabei stehen bleibt.

11. März 2015

Camus kann mir* beibringen, zu kämpfen, auch wenn es oft, vielleicht letztlich immer, müßig ist. Aufgeben wäre vielleicht das Aufgeben der einen Sache, die mensch noch gutes für jemanden anderes tun könnte. Und Aufgeben hieße komplett aufgeben, und damit sich selbst. Denn mal für die Vernunft einzustehen und mal nicht, das kommt in der Praxis leider vor. Aber in der Theorie ist es keine Grundlage.

Die Revolte gegen die Ungerechtigkeit und die Unvernunft bei Camus. Sich an diese(r) Haltung zum Leben zu halten, kann schwierig sein. Erstens, weil es Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber bedeutet und einen damit gegen die Unterordnung aus Bequemlichkeit zu verstoßen heißt, wenn es um Grundlagen der Vernunft geht, und um unseren Beitrag dazu, wie Gesellschaft und soziales Umfeld sich gestalten. Zweitens, weil es oft ein schwacher Halt ist. In einer Welt, in der aus Verletzung oft mehr Verletzung entsteht und Menschen, die in erzwungener Konformität leben, diesen Druck oft wieder als neuen Konformitätsdruck an Andere weitergeben. Der Andere soll es wenigstens auch nicht besser haben.
Aber der schwachte Halt ist alles, was ich* habe. Und manchmal ist er stark, in schönen Momenten ist er selbstverständlich, als wäre die Vernunft die Regel – und nicht die systemische Funktionalität und Stabilität, die Exzesse reguliert.

___
* Was etwas „uns“ bedeutet, ist nicht von einem ich festzulegen, daher ist die, ernsthafte, ich-Form, der erste Schritt einer nicht-autoritären Kommunikation. Als Darstellung der Eigenheit, nur sinnvoll mit dem konstituierenden Respekt vor der Existenz der und des Anderen.

19. Januar 2015

Ist es befriedigender seinem Ideal einen kleinen Schritt näher zu kommen (oder diesem in der Praxis insgesamt treu zu bleiben) – oder in seiner subjektiv realistischen/nüchternen Erwartung/Welteinschätzung bestätigt zu werden?

3. Juli 2012

Gibt es etwas wie keinen Sinn

Die Gegenfrage zu: Gibt es einen Sinn? (Lesevorschlag u.a.: Albert Camus und Jean-Paul Sartre)

 

Ich sammle gerne Sätze und textliche Fragmente verschiedener Art (Werbesprüche, Überschriften, Parodien, Parolen, etc.). Weil sie mir z.B. Freude machen, gefallen, albern oder interessant sind. Ich möchte ein ‚Museum von Sätzen und Möglichkeiten von Text in der Welt über die konkrete Zeit hinaus‘ eröffnen. Virtuell oder materiell-real.
Dann weiß ich wieder: Kein‘ interessiert das. Nicht mal mich bräuchte und sollte es interessieren.

Leider zurecht.

Ein Museum der nichtssagenden Relikte. Nihilismus in postmodernen Relativismus gegossen.

Solche Relikte, ohne konkrete Zeitbindung – außer im Stil der Sprache -, sind relativ asketische Texte. Sie existieren „einfach“, ohne eine (überhaupt oder noch) vorhandene Bindung an einen schon festgelegten oder eine noch vorhandene Denotation (Haupt- oder Erstbedeutung eines Wortes). Durch ihre Loslösung vom konkreten Gebrauch erhalten die Wortefakte eine primäre Irrelevanz. Dadurch sind sie postulierbar als Nominalismen. Sie sind keine – behaupteten oder echten – Realismen mehr. Als Wortkonserven ständen sie dann im Museum für die Bewahrung um der Bewahrung willen. Ihre Inhalte stünden dann nur als Repräsentanten für etwas ‚Bewahrtes‘, nicht z.B. für etwas „Bewährtes“ oder andere inhaltliche Auf- und Zu-Füllungen. Die Worte, Sätze und Anordnungen selbst stehen dann als Worte – an und für sich wie ein Philsosoph vielleicht sagen könnte – im Museum. Und nicht mehr nur als Träger für ihren ehemaligen Inhalt. Dadurch werden sie selbst zum Zweck und, ohne festgelegt zu sein, zum Inhalt des Museums des Bewahrens um des Bewahrens. Im Museum könnten die Worte und Sätze von ihrer ehemaligen Inhaltsfestlegung befreit werden, im Sinne von geöffnet: Für neuen, erweiterten, verbreiterten oder sogar vertieften Sinn. Wenn sie dabei noch vor neuer Wieder-Festlegung bewahrt werden könnten – konserviert und anti-konservativ offen gehalten zugleich – wären sie: immerhin potenziell zeitlos.

Nihilistische Wortbefreiung und Öffnung für emanzipatorische Neu-Ko-Notationen.

Wenn man nun mal kein anderes Hobby hat.

Außer Spiele spielen in einem Klub. Aber gute, distinguiert-augenzwinkernde, englische Klubs gibts hier leider nicht. Die machen keinen Sinn, im Unterschied zu selbst- und fremd-ernannten Sinnmachern und Sinnmachendem. Sie haben vermutlich (auch) keinen Sinn. Aber sie sind Sinn.

 

 

21. Februar 2010

Menschen

„Wegen der zeitlichen Verzögerung wird der Gedankenaustausch mit entfernten außerirdischen Zivilisationen nicht einfach sein. Aber allein die Tatsache, dass es sie gibt, wird unser Selbstbild so grundlegend verändern, wie es Kopernikus vor fünf Jahrhunderten gelang. Und trotz der Entfernung werden wir natürlich versuchen, mit ihnen zu reden. Ein Drittel von uns wird sie erobern, ein Drittel bekehren wollen. Und der Rest wird versuchen, ihnen irgendetwas zu verkaufen.“

Paul Saffo

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