Posts tagged ‘Erzählungen’

8. Dezember 2016

„Natürlich“ ist z.B. Andreas Hofer ein Held. Kein Held in einer Objektivität. Ein literarischer Held verschiedener Geschichten.

5. Dezember 2016

Großbritannien in der EU – entzaubert
Großbritannien bleibt in der EU durch die Hintertür – neu verzaubern lassen
Hillary Clinton – entzaubert
Donald Trump – entzaubert
Vladimir Putin – verzaubernd und entzaubert
White und European Burden – verzaubernd und entzaubert
Norbert Hofer – entzaubert
Alexander van der Bellen – verzaubernd und Beständigkeit

u.s.w.

Verzauberungen und Entzauberungen an vielen Orten. Die Magie des Neuen, der Zauber der Beständigkeit. Anti-Hexen-Glauben einhergehend mit dem Glauben an ‚das Gute‘.

 

28. November 2016

Manches hat eine Richtung. Das Leben und vermutlich die Existenz (spekulativ-ontologisch und epistemologisch-so viel wir ahnen können) nicht.

25. November 2016

Theo und Kratie

Theokratie ist die beste „Staats“form. Leider hat Theo bisher nie Zeit bzw. Lust gehabt. Es regieren und repräsentieren, z.B. konstruktionshierarchisch und sozialsymbolisch, selbsternannte Stellvertreter.

28. Juni 2016

Fußball-EM aus einer narrativen, politische Ereignisse-reinprojizierenden Sicht. Bezüglich des Kampfes/Spieles einiger politisch-gesellschaftlicher (Groß- und Mittel-)Narrative/Erzählungen um EU und Nationalstaaten etc.:

England ist als Brexit-Land/-Bösewicht ausgeschieden, das hat viele aus „politischen“ weltbild-psychologischen Gründen gefreut. Wales ist als Brexit-Land noch dabei. Und mit Island ist sogar (und in journalistisch beliebter unlogischer Verwendung des Wortes: ausgerechnet!) noch ein kleines–aus Sicht der EU-Großmacht-Erzählung hoffnungslos kleines Land–überraschend im Viertelfinale. Ein Land, welches bisher noch nicht dem Imperium beigetreten ist. Und damit u.a. seiner Jugend die Zukunft verbaut. Die kann dann nur noch im Fußball ihren sozialen Ruhm suchen.

11. Mai 2016

Old hat and/or newly combined Erzählung?

Reviving socio-biology with structuralism/structuralist modes of human thinking and structuring/ordering the world?

Human brain -> Big and creative from evolution -> Too big/hot/activist to be calm -> Too differentialist (by nature, with or without being biologically-culturally necessary any more) to transcend the in/out, good/bad etc. dualist constitutions and hierarchical contrast-addiction. And the human need for battle, winning, fighting, and creating problems to solve them and creating new ones again and again and again.

6. Mai 2016

Soziologie, Philosophie, Psychologie

Soziologie macht Desillusion, Beklemmungen und leermütig.
Philosophie ist ein Zirkel — das ist wohl der Sinn der Philosophie (kein allgemeiner Sinn).
Psychologie sollte mich (und jeden der es mag) aufheitern, dabei aber gut und schlecht, Probleme und deren Lösungen, mir (als) praktikabel verkaufen. (Und nicht zu praktikabel, denn der Mensch ist abhängig von Problemen wie von Lösungen.) Im Sinne Pierre Bourdieus: Nicht die Illusion nehmen–das ist nicht nötig (man „weiß“ es ja) und schafft (aus Notwehr der menschlichen Psyche) in der Regel nur neue Illusionen oder Anti-Illusionen. Sondern neue Erzählungen, nach dem Ende des primären Sinns, ermöglichen. Und mich die Suche, die kein fest-stellbares Ziel (nicht fest und nicht an einem bestimmten Ort zu stellen) sein und haben kann, so zu akzeptieren helfen, dass sie kein Ziel mehr haben muss, sondern für sich steht und läuft und was sie so macht.

21. September 2015

A little Musil(gasm)

»Wir wollen uns nichts mehr erzählen lassen, betrachten das nur noch als Zeitvertreib. Für das, was bleibt, suchen zwar nicht ›wir‹, aber unsere Fachleute eine neue Gestalt. Das Neue erzählt uns die Zeitung, das gern Gehörte betrachten wir als Kitsch. – Das ist aber nun nicht ganz richtig. Kommunisten u[nd] Nationalisten u[nd] Katholiken möchten sich gern etwas erzählen lassen. Das Bedürfnis ist sofort wieder da, wo die Ideologie fest ist. Wo der Gegenstand gegeben ist«

Robert Musil, 1931. Und meiner Vermutung nach könnte diese Feststellung, in verschiedenen Varianten, auch von einem in der Antike oder irgendwo anders in der Geschichte existierenden Menschen sein.

Musil, Robert ([1931] 1978): Gesammelte Werke, Bd. VIII. Reinbek: Rowohlt.
Zitiert nach: Zima, Peter V. – Theorie als Erzählung. Die Geburt des Konstruktivismus aus dem Geiste der Spätmoderne. In: Arnold, Markus; Dressel, Gert; Viehöver, Willy (2012): Erzählungen im Öffentlichen. Über die Wirkung narrativer Diskurse. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

2. Mai 2012

Großvater erzählt (,) postmodern

20xx? Irgendwann, in einer Zeit nach dem Ende des gesellschaftlichen Umbruchs. In einer Zeit, in der die Strukturierungen wieder etabliert sind. Horst, Mensch und ‚Akteur in Strukturen‘, und als solcher ein Veteran des Umbruchs gewesen, erzählt:

„Die Republik der wilden, offenen Jahre. Die Umstände waren offen, weil sie für die Menschen in ihrer Entwicklung nicht genauer vorhersagbar waren. Sowohl was die Zeit als Gesamtes, noch was ihre Lebensgeschichten anbetraf. Was waren wir wild gewesen. Natürlich nicht wir als solche oder an sich, nicht mehr oder weniger als Andere in anderen Generationen jedenfalls. Die Strukturen waren es. Sie waren beweglich zu jener Zeit, sie tanzten durch die Tage und Monate, wie der Kongress vorder Restauration, hier allerdings am Ende der wilden Umbruchphase und zu Beginn der Re-Strukturierung. Aber immerhin und unbenommen waren wir – per Zufall und ohne Verdienst, also ohne Stolz, aber mit Glück, wie ich subjektiv meine – die Träger der Strukturen. Ob wir mal Wasser oder mal Wein trugen – beides ist notwendig vorhanden, also bedingt und Teil des Ganzen. Manche von uns trugen Fahnen, andere T-Shirts, mal als (post-)moderne Uniform, mal als Ausdruck naiver Individualität. Es wurde viel vor sich her-, und der Zeit hinterher-, getragen. Dafür wurde »this time« nicht so viel geschlagen – die Demographie war ruhig. Und trotzdem der Umbruch. Das stimmt doch in gewisser Weise optimistisch. Auch die demographisch saturierte Gesellschaft erlebte eine grundstrukturelle Veränderung. Oder ist das ’saturiert-Werden‘ selbst der Umbruch? Bzw. der Grund für diesen? Ich glaube Nein. Denn das Demographisch-Saturiertsein ist ein Element, ein wichtiges, aber nicht das Einzige, in der Komposition der Grundstruktur. Das Element ist nicht die Gesamtheit, wenn auch einzelne Elemente für Erklärungen leichter zugänglich und konkretisierbar sind. Den Pudding anhand eines seiner möglichen Zutaten an die Wand nageln, sozusagen. Die Gesamtheit ist es, in ihrer nichteinfachen, nichteindeutigen Form, die die Sozialsituation darstellt, durch welche die jeweils aktuelle Grundstruktur bedingt ist. Ob in ihrer Stabilität oder in ihrem Umbrechen zu einer neuen Grundstruktur.

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