Schlagwort: Existenzialphilosophie

Gerade ‚weil‘ (nonkausal) wir es nicht ‚wissen‘, es keine Letztbegründung und

– aus meiner singulär-existenzialistischen Interpretation der Existenz ‚gefolgert‘ (nonkausal, angeklungen, in sekundäre Verbindung gesetzt) –

keine Ganzheit und Ganzheiten gibt (nur als Konstruktionen, die immer auch die Parallelität ihrer Unganzheit mit sich anklingen). Das ist die (/eine) Bedingung dafür, dass wir uns gegenseitig mit unseren Interpretationen (abstrakt) und Ideologien (als konkrete Herrschafts- und Hierarchie-Forderungen) auf den Geist (abstrakt) und mit unseren Körpern und Energien (als sekundäre Zusammenfassungen) aufeinander los gehen, und uns ideologisch abgrenzen.
Zeitlos, als starke (statistische, quantitativ häufige) Muster. Und aus singulär-existenzialistischer bottom-up-Sicht: Auch diese Muster sind nicht ganz/basal keine abgegrenzte und wahre Einheit (nicht für sich und nicht für andere sekundäre Konstruktionen). Auch die schönsten sekundären Einheits-Konstruktionen sind keine Ganzheit. Und daher ‚Widerspruch’sfähig, Widerspruchs-aufweisend <-> widersprüchlich und Widerspruch ‚wird’* ihnen entgegengebracht – denn auch sie haben keinen größeren Anspruch auf Befolgung/ideologische Geltung als alles andere und als ‚Nichts‘. Das ist (in möglicher, und nie alleiniger, singulär-existenzialistischer Interpretation) die abstrakt-generelle Gleichheit ‚der Existenz‘ bzw. von allem (basal singulär) Existierenden. Diese Gleichheit/Nichthierarchie sitzt – sekundär – wie ein Stachel im menschlichen Drang zur Hierarchisierung und fixierten Strukturierung (als Ideologien und Weltbilder). Und – basal – existiert sie neben ihm (basale Parallelität der Dinge), und klingt verschiedentlich mit diesem ‚Trieb’/Muster an. Zeitlos.

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* ‚Wird’/’Werden‘ ist sekundär. Das Sein ist basal singulär, keine Bewegung und kein ‚Prozess‘. Die Verknüpfung zu Serien/Bewegungen/Dynamik etc. sind sekundär-existente (abstrakt-generell als Phänomen existierende, basal auch singuläre) ‚Erzählungen‘ etc.. Diese Serienerzählungen werden partikular (kontingent und nichtobjektiv) (z.B. weltbildlich und ideologisch) strukturiert und zueinander zugeordnet und auf- und abgewertet/hierarchisiert.

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Singulär-Existenzialismus und Rolle der Gewaltenteiler

Die absoluten und die relativisierten Aspekte der Existenz (Erfahrung und Anerfahrung etc.).

Für die absoluten (basalen) Momente, singulären Dinge, Kompositionen und Konstellationen gibt es keine Hierarchien, keine (serialisierten etc.) Strukturierungen, keine Hierarchisierungen.
Für die relativisierten Aspekte bedarf es (nach der sekundären Rolle der Gewaltenteiler) eine Gewaltenteilung, einen parallelen (weder a priori noch a posteriori) Gewaltenausgleich, der z.B.
– zur Nullsumme strebt und de-intensiviert
– (aus meiner jetzigen singulär-existenzialistischen Sicht/Interpretation): sich nicht an der strukturalen Nullsumme orientiert, sondern den Widerspruch offen hält und damit die An-Erfahrungsmöglichkeiten der basalen Dinge und der Existenz-Parallelität (‚Vielfalt‘ im offenen Sinne, nicht im ideologisch konkretisiert-fixierten) offen theopraktiziert. (Die Strukturierungs-Rollen und die Intensivierer haben andere ‚Rollen’/’Aufgaben‘.)

Die mächtigste Waffe existenzial – z.B. des Primären gegenüber dem Sekundären oder anderweitig konzipiert – ist

– sekundär bzw. auf relativisierter ‚Ebene’/als relativisierte Aspekte der Existenzerfahrung: das Existenziale Nein.
– primär bzw. auf absoluter ‚Ebene‘: die basale Existenz als singuläre absolute Aspekte und Momente und deren Fantasie, Ideen, Projektionen, etc.

Struktur und Statistik sind machtlos gegenüber dem Existenzialen Nein (andersherum auch, aber hier geht es ja um die Existenz der Existenz, auf der anderen Seite um die Existenz der sekundären Strukturierungen und Hierarchisierungen etc.).

Individualität der Dinge. Axiome, Annahmen

Eine der Grundannahmen meiner philosophischen Konstruktion mit der Betitelung ‚Individualität der Dinge‘:
– Alle Dinge sind individuell, alle Momente* singulär. Das ist (angenommen) die Essenz der Existenz: Das heißt, die Individualität (im Sinne von: Nichtgleichheit [und, ob als kleinere Menge oder eigenständig-parallel dazu: Nichtselbigkeit] aller einzelnen Dinge) ist ontologisch existierend. Alles darüber hinausgehende sind Konstruktionen, die man wiederum re-konstruierend verschieden klassifizieren kann, also ent-individualisiert** zusammenfassen. Z.B. als kleinere und größere Erzählungen, nach Referenzobjekt, und vieles mehr.

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* Ob Momente dabei eine feste Größe (z.B. räumliche oder zeitliche Länge etc.) haben, ist eine weitere spekulativ-ontologische Frage.
** Anhand von interpretierten und angenommenen Eigenschaften (vorhandenen oder hineininterpretierten Aspekten und fragmentarischen Erscheinungen) werden singuläre Dinge und Dingkompositionen zu  Mustern verändert, verkürzt, verfälscht, vereinfacht – und damit für den sehr begrenzten (aber interessanterweise transzendenz-an-denkensfähigen, oder zumindest fantasierfähigen) menschlichen Geist verarbeitbar gemacht jenseits der Einzelsituation, jenseits der essenziellen Individualität und Singularität aller Dinge.

Namen

In den absurden und selbstwidersprüchlichen Welten (des Sozialen, der Sprache, etc.) bin ich auch unterwegs. Unterwegs als mich bewegend, bewegt werdend oder inert und die Welten bewegen sich. Und/oder es ist alles eine Vorstellung (für uns -> z.B. im epistemologischen oder im theologischen Sinne etc.).

An der absurden Seite (und/oder Grunderscheinung) der Welt, die meinem Durchflussapparat (den ich Subjekt nenne) immer wieder stark auf- und ein-fällt, mochte ich im gerade vorhergegangenen* – vor ich diese Zeilen schrieb – Moment nur Namen. Namen sind wie Schall und Rauch, aber Schall und Rauch existiert (für mich nicht weniger als andere Dinge und, in diesem Moment, aktuell/vordergründig). Namen, bei denen man sich teilweise bewusst ist, dass sie nur Konstruktionen sind und die doch eine Bedeutung haben können (für jemanden) – als ästhetisches Sein; oder als Anhaltspunkte/indirekt die Welt, vielleicht auch mal anders, Re-Konstruierendes. Wenn man — in Momenten und als Herangehensweise — Namen nicht (nur) in ihrer technischen ‚Funktion‘ als Zuordnungsinstrumente wahrnimmt, sondern als offene/ernsthaft nicht-funktionalistische An-Deutungen, kreative Zu-Deutungen und subjektive Äußerungen, die andere — in ihrer Subjektivität — offen und nichtgleich, und gleichzeitig als vom Anderen wahrnehmen können. Was daraus dann entsteht weiß man vorher eh nicht.

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* Ontologisch physikalisch oder epistemologisch-rekonstruiert als Zeitfolge