Schlagwort: Existenzialphilosophie

Um das Selbst zu transzendieren kann es (z.B. und als eine Möglichkeit) philosophischem ‚Selbst’bewusstsein bedürfen. Z.B. existenzial(istisch)em Singularitäts- und Gleichheits-(An-)Bewusstsein/Interpretation/Anwahrnehmung.

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Die mächtigste Waffe existenzial – z.B. des Primären gegenüber dem Sekundären oder anderweitig konzipiert – ist

– sekundär bzw. auf relativisierter ‚Ebene’/als relativisierte Aspekte der Existenzerfahrung: das Existenziale Nein.
– primär bzw. auf absoluter ‚Ebene‘: die basale Existenz als singuläre absolute Aspekte und Momente und deren Fantasie, Ideen, Projektionen, etc.

Struktur und Statistik sind machtlos gegenüber dem Existenzialen Nein (andersherum auch, aber hier geht es ja um die Existenz der Existenz, auf der anderen Seite um die Existenz der sekundären Strukturierungen und Hierarchisierungen etc.).

Individualität der Dinge. Axiome, Annahmen

Eine der Grundannahmen meiner philosophischen Konstruktion mit der Betitelung ‚Individualität der Dinge‘:
– Alle Dinge sind individuell, alle Momente* singulär. Das ist (angenommen) die Essenz der Existenz: Das heißt, die Individualität (im Sinne von: Nichtgleichheit [und, ob als kleinere Menge oder eigenständig-parallel dazu: Nichtselbigkeit] aller einzelnen Dinge) ist ontologisch existierend. Alles darüber hinausgehende sind Konstruktionen, die man wiederum re-konstruierend verschieden klassifizieren kann, also ent-individualisiert** zusammenfassen. Z.B. als kleinere und größere Erzählungen, nach Referenzobjekt, und vieles mehr.

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* Ob Momente dabei eine feste Größe (z.B. räumliche oder zeitliche Länge etc.) haben, ist eine weitere spekulativ-ontologische Frage.
** Anhand von interpretierten und angenommenen Eigenschaften (vorhandenen oder hineininterpretierten Aspekten und fragmentarischen Erscheinungen) werden singuläre Dinge und Dingkompositionen zu  Mustern verändert, verkürzt, verfälscht, vereinfacht – und damit für den sehr begrenzten (aber interessanterweise transzendenz-an-denkensfähigen, oder zumindest fantasierfähigen) menschlichen Geist verarbeitbar gemacht jenseits der Einzelsituation, jenseits der essenziellen Individualität und Singularität aller Dinge.

Namen

In den absurden und selbstwidersprüchlichen Welten (des Sozialen, der Sprache, etc.) bin ich auch unterwegs. Unterwegs als mich bewegend, bewegt werdend oder inert und die Welten bewegen sich. Und/oder es ist alles eine Vorstellung (für uns -> z.B. im epistemologischen oder im theologischen Sinne etc.).

An der absurden Seite (und/oder Grunderscheinung) der Welt, die meinem Durchflussapparat (den ich Subjekt nenne) immer wieder stark auf- und ein-fällt, mochte ich im gerade vorhergegangenen* – vor ich diese Zeilen schrieb – Moment nur Namen. Namen sind wie Schall und Rauch, aber Schall und Rauch existiert (für mich nicht weniger als andere Dinge und, in diesem Moment, aktuell/vordergründig). Namen, bei denen man sich teilweise bewusst ist, dass sie nur Konstruktionen sind und die doch eine Bedeutung haben können (für jemanden) – als ästhetisches Sein; oder als Anhaltspunkte/indirekt die Welt, vielleicht auch mal anders, Re-Konstruierendes. Wenn man — in Momenten und als Herangehensweise — Namen nicht (nur) in ihrer technischen ‚Funktion‘ als Zuordnungsinstrumente wahrnimmt, sondern als offene/ernsthaft nicht-funktionalistische An-Deutungen, kreative Zu-Deutungen und subjektive Äußerungen, die andere — in ihrer Subjektivität — offen und nichtgleich, und gleichzeitig als vom Anderen wahrnehmen können. Was daraus dann entsteht weiß man vorher eh nicht.

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* Ontologisch physikalisch oder epistemologisch-rekonstruiert als Zeitfolge

Frage und fiktionaler Entwurf: Ist etwas außerhalb der systemischen Einbindung?

— Hat das Gesamtsystem Lücken bzw. Türen,
aus denen man – mit mehr oder weniger großer Gefahr des ver-rückt-werdens oder sozial als verrückt zugeschrieben werdens – austreten kann? Um dort z.B. Urlaub zu machen (die Energiespeicher für systemfunktionales Handeln wieder aufzuladen).
Oder um
– das, was außerhalb ist (als mehr oder weniger konkrete Tatsache) und/oder
das bzw. etwas davon, was sein könnte (Potenzial)
zu erforschen.
Oder um zur wissenschaftlichen Forschung/Rekonstruktion das Gesamtsystem und die sozialen Systeme von Außen zu betrachten.

— Oder hat die systemische Welt in der wir leben (bzw. die systemische Ebene der modernen gesellschaftlichen Existenz) nur Fenster ohne Griffe?

Fenster, aus denen man rausschauen kann

– falls man sie findet und falls nicht Gardinen oder Rolläden (Faktoren oder Imperative [sanktionsbewehrte Funktions-„Aufforderungen“] der verschiedenen Systeme: kulturelle, ökonomische, soziologische, psychologische etc.) die Sicht versperren.
Und falls nicht Grenzen des biologisch-evolutionär entstandenen Verstandes die Erkenntnisfähigkeit/Interpretierbarkeit der außersystemischen Beobachtungen/Erfahrungen verhindern. –

aber aus denen man nicht rausklettern kann?

Die Zukunft ist nun

Im Jahre 1996 stellte ich mir u.a. folgende Zukunftspläne vor:
Ich wollte, ich glaube ab 1998, jedes Jahr einen romantisch-erotischen Film produzieren. 2008 wollte ich an den dann stattfindenden Studentenunruhen teilnehmen, 40 Jahre nach ‚1968‘. 2008 klang damals sehr weit weg.

Beides ist nichts geworden, aber dreams are my reality sowieso.

Danach gefragt, was aus den Zukunftsideen und Vorstellungen von früher geworden ist, kann mensch meiner Vermutung nach in folgenden Arten antworten. In einer vereinfachenden Typologi(e)sierung (die ich nicht mag, und doch immer wieder mache):

  • „A wondrous world where I like to be“ [Richard Sanderson – reality]

Aber davon abgesehen

  • a) Es ist nichts daraus geworden – ehrlich gegenüber sich selbst und nicht zufrieden damit.
  • b) Es ist nichts daraus geworden – und so tun, aber nicht (im existenzialisischen Sinne) authentisch, als sei es gut so und heute sei man „erwachsener“ „in der Realität angekommen“ etc.
  • c) Jetzt tatsächlich anders sein und damaliges Leben war nicht authentisch oder es hat sich grundlegend etwas geändert.
  • d) Es ist in etwa so geworden, wie ich es mir vorgestellt oder vorgenommen habe.
  • e) So tun, als ob es so geworden ist, wie mensch sich es vorgestellt hat – und sich selbst oder nach außen vorspielen, dass mensch noch so sei wie damals oder wie mensch damals werden wollte.

„It’s no better to be safe than sorry“ [A-Ha – take on me]

Das ist auch eine Frage: Sorry zu sein, dass mensch es nicht probiert hat. Oder sorry, dass es schiefgegangen ist. Safe zu sein, weil mensch es nicht riskiert hat. Oder safe zu sein, dass mensch etwas (von etwas bis vieles) probiert hat. Sich dann diesbezüglich in Rente begeben und schauen, was die Jugend oder Andere machen oder weiterhin das Leben versuchen (und/oder versuchen zu leben etc.).