Posts tagged ‘Existenzialpraxis’

1. Januar 2017

Fragt nicht nach neuen alten Werten
Seht weißes Licht, seht nur Gefühl
Die Nacht gehört uns bis zum Morgen
Wir spielen jedes Spiel

Lass diese Reise niemals enden
Das Tun kommt aus dem Sein allein
Allein aus Dimensionen, die
Illusionen und Sensationen lohnen

Auszug aus Liedtext, Falco – junge römer

30. November 2016

Hobby

Ein Hobby, in „britischem“ Sinne

Etwas, das man sich nicht ausgesucht hat. Etwas das man und das einen gefunden hat. Das mit einem klingt bzw. in einem aspektuell auf eine oder verschiedene Weisen anklingt. Das man ernsthaft und mit gleichzeitigem Absurditätsbewusstsein betreibt – ohne „Seriösität“ des sich selbst außerhalb der Absurdität stellens.

2. November 2016

u.a. und z.B. als angewandtes Nichtwissen.

6. Dezember 2015

Frage und fiktionaler Entwurf: Ist etwas außerhalb der systemischen Einbindung?

— Hat das Gesamtsystem Lücken bzw. Türen,
aus denen man – mit mehr oder weniger großer Gefahr des ver-rückt-werdens oder sozial als verrückt zugeschrieben werdens – austreten kann? Um dort z.B. Urlaub zu machen (die Energiespeicher für systemfunktionales Handeln wieder aufzuladen).
Oder um
– das, was außerhalb ist (als mehr oder weniger konkrete Tatsache) und/oder
das bzw. etwas davon, was sein könnte (Potenzial)
zu erforschen.
Oder um zur wissenschaftlichen Forschung/Rekonstruktion das Gesamtsystem und die sozialen Systeme von Außen zu betrachten.

— Oder hat die systemische Welt in der wir leben (bzw. die systemische Ebene der modernen gesellschaftlichen Existenz) nur Fenster ohne Griffe?

Fenster, aus denen man rausschauen kann

– falls man sie findet und falls nicht Gardinen oder Rolläden (Faktoren oder Imperative [sanktionsbewehrte Funktions-„Aufforderungen“] der verschiedenen Systeme: kulturelle, ökonomische, soziologische, psychologische etc.) die Sicht versperren.
Und falls nicht Grenzen des biologisch-evolutionär entstandenen Verstandes die Erkenntnisfähigkeit/Interpretierbarkeit der außersystemischen Beobachtungen/Erfahrungen verhindern. –

aber aus denen man nicht rausklettern kann?

26. September 2015

Offene Lebensentwürfe und Soziologie

„An mein Läbensentwurf låss‘ i koin Soziolog na“, håtter gsait. „Außer vielleicht dr David Rubinstein.“
„Dr Gardner Williams, dess isch oiner där mer gfallt.“ håt er weiters gsackt. „Aber dees isch jå au en Philosoph.“

25. August 2015

Liberalistisch nicht Teil sein und konkret arbeiten

Als Sozialliberalist [literarische Welt(en)] ist mensch nicht Teil der intra-systemischen Notwendigkeiten (der eher echten bzw. wirksamen, und der instrumentell behaupteten). Als Mensch ist auch der Sozialliberalist ein Teil von allem. Und posizioniert sich daher auch innerhalb von System und Makrostrukturen [systemische und strukturelle Welten] – z.B. aktiv oder passiv, kritisch oder resigniert etc.

Symbol-politisch („Wir sind A“, „Wir sind B“, die sich u.a. im Status-Wettbewerb befinden) wird die sozialliberalistische Nichtfestlegung („Defaitismus“/Individualismus etc.) von den geläufigsten symbolischen Identitäts-Verortungen abgelehnt (identitätssymbolisch-abgrenzend, und teils inhaltlich). Nicht nur von „rechts“ uns „links“, sondern auch von der „Mitte“. Die Abgrenzung der Mitte gegenüber dem sozialliberalistischen Unglauben ist dabei als Abgrenzungsphänomen strukturell gleich; inhaltlich ist sie teilweise überschneidend und teilweise unterschiedlich zu derjenigen Abgrenzung von „rechts“ oder „links“ oder anderen Symbolgruppen gegenüber der sozialliberalistischen „Ungemeinschaftlichkeit“.
Als SozialliberalistInnen (oder als ich) nicht die selbsternannte (politisch-symbolistische) ‚Mitte‘ zu sein (und sein zu wollen) ist wichtig, denn sonst wäre es nur ein fälschlich behauptetes „Bessersein“ („Wir sind die Ausgewogenen“ etc.) und kein ernsthaftes Argumentieren. Bei mir vielfach ein innerliches Argumentieren – das reicht meistens, denn das System läuft ohne Argumente. Die Strukturen muss mensch, wenn sie denn Grund dafür sieht – und dafür gibt es viele im Konkreten – im Konkreten bearbeiten. Und individuelles aufgeklärtes Biedermeier bzw. Minderheitsposizion als Warte ohne Perspektive ist nicht schlimm, wenn mensch argumentativ kritisch-rational reflektiert bleibt.

Und aber immer weiß, dass die anderen auch ihre Gründe haben. Argumentativ und reflexiv offen zu sein bleibt also Daueraufgabe.

20. August 2015

„Keine Sorge. Ich mag diese Art Pragmatismus – oder Deinen Pragmatismus – und seine Vermeintlichkeit ebenso wenig wie Du die – oder meine – intellektuellen Theorien.“

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20. April 2015

‎Ideale ohne ideale Realität

Existenzialismus als gleichzeitig non-politische und politische Herangehensweise: Etwas versuchen und praktizieren, obwohl (mensch weiß/erfahren hat, dass) die Welt nie so sein wird, wie sie sein soll.

Existenzialpraxis als Versuch und Praktizieren des kleinen und (Schritte zum) größeren (z.B. Teilnahme am gesellschaftlichen Diskurs oder Kommunenbildung, trotz Frustration und Relativierungen).

30. März 2015

Literarischen Teil der Existenz in das Gesamtleben einbringen

Das Schöne am Literarischen ist, dass es nicht real sein braucht [<- süddeutsch für muss]. U.a. nicht derzeit real. Oder auch nicht materiell real, aber denkbar, ob knapp neben dem heute Gegebenen (dem Bündel der Strukturen) oder weiter weg liegend (das knapp neben der Schwerkraft der Strukturen liegende ist vermutlich oft nicht weniger schwierig zu erreichen sein als das „Realitätsfernere“/Utopisch etc.).

Das Eskapistische am Literarischen sollte aus ethisch-politischer Sicht – also wenn es nicht um einen kurzen Urlaub vom Alltag geht, sondern um eine Gesamthaltung zum Leben – nicht für sich stehen gelassen werden, nicht zum bürgerlichen Urlaub werden, um dann den Status Quo wieder besser ertragen/entspannter reproduzieren zu können (was funktionalistisch gegebenermaßen so ist).

[Ein wenig malerisch:] Sondern eingebunden in eine Arbeit für eine strukturbewusste und gleichzeitig individualitätsfördernde Anwendung der Literatur in der Praxis, im Leben. Von und für Gesellschaft, Gruppen und Individuen.

23. März 2015

Modische Rebellion (ob im allgemeinen Sinne von modisch=temporär schick, oder konkret am Beispiel der Abweichung von der Kleidungsdisziplin/-versicherheitlichung) ist in absurdistisch-existenzialer Sicht ok, solange und sodann es nicht dabei stehen bleibt.

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