Posts tagged ‘Faulheit’

3. Juni 2016

„Den Arbeitsbegriff weiter-(nicht)gefasst verstehen und dann weniger kämpfen und mehr arbeiten.“

„Und Faulpelze und Arbeitssüchtige wird und muss es geben.“

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17. September 2014

Faulheit und Erfolg als zweifelhaft

„Aber ich liebe auch den Geruch des Erfolgs“ sagte mir der sozialdemokratisch wählende Aufsteiger. Während ich, von mittelbürgerlicher Anhöhe aus, Faulheit predigte.

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9. Mai 2013

Hilfe, alles konstruiert: Grenzen und Grenzenlosigkeit

Grenzen, Grenzüberschreitungen und Grenzverschiebungen (Grenzaufhebung als KonjunktivI- oder Konjunktiv II-Utopie?) müssen [können] zusammen gedacht werden.

Die Debatte um die „Grenzen des Wachstums“, die keiner kennt, aber über die viele Gewissheit postulieren – wie über das mehr oder weniger nahe Ende der Welt – ist bisher noch nicht an quantitative Grenzen gestoßen. Wenn auch dafür (zum Ausgleich und Beweis, dass es eben doch Grenzen gibt! 😉 ) an qualitative Grenzen der Diskussionen, die großteils von Routine und variierter Abspulung von festgefügten Welt- und Feind-Bildern besteht. Innovation ist gefragt – oder Lockerheit. Entweder Anstrengung, wirklich mal was (in irgend einer Form, und sei es der Schumpeter’schen originellen Rekombination) „Neues“ zu bringen. Oder bewusste Faulheit: Gezielt das Gleiche sagen, aber so deutlich und bewusst, dass Selbstkritik und Kritik zusammenfallen und damit die (eigene und die fremde) Inszenierung und Instrumentalisierung der ewig alten Oberflächlichkeiten parodiert wird.

25. September 2012

Trägheit allgemein

Projekt: Erstellung einer Sammlung der Faulheit (und/oder: innerhalb eines Archives der Trägheit).

Berufswunsch: Archivar der Faulheit zu sein. Kein Experte. Die Trägheit und Faulheit – zumindest die Trägheit als Zustand, nicht Wahlentscheidung – hat keine Experten. Denn das wäre mit einer spezialisierten und intensiven Bearbeitung – und damit der Verspezialisierung – der Trägheit verbunden. Eine solche wäre unträge und unfaul und würde die Trägheit konterkarieren.

Mit einer solchen praktizierten Widersprüchlichkeit wäre sicherlich ein interessantes Spiel mit Begriffen (wie „Faulheit“, „Arbeit“ etc.) und Ironien und Paradoxien des Lebens möglich. Aber es wäre nicht des Pudels Kern der Trägheit. Sondern das Thema eines anderen Bereichs. Zum Beispiel der Sprachkritik.
Daher: Es gibt keine Experten. Nur engagierte Dilettanten (und -onkel, etc.!). Der Trägheit und der Faulheit (als Zustand) schadet das vermutlich nicht.

2. April 2012

Soyez inspiré, vieux continent

La Grèce: Je ne veux pas travailler (trop).

L’Union européenne: Si c’est le cas – moi non plus.

Achtung: Déviance pourrait être contagieuse

30. November 2011

Faulheit als eine der Möglichkeiten der Lebenskunst

A: Ich mache keine faulen Kompromisse. Annähernd alles was ich mache, mache ich aus Faulheit.

B: Der Fleiß des Faulen. Sollte auch mehr gewürdigt werden eigentlich.

A: In der Tat bzw. in der Nicht-Tat. Durch Taten soll man sie erkennen. Allerdings in diesem Fall nicht, weil man so viel von irgend etwas tut, sondern weil man es nicht tut. Auch wenn das vielleicht nicht Pareto-zufrieden macht. Mit der Zeit oft auch sehr unzufrieden.

B: Die tatsächliche Pflege der Faulheit ist nicht einfach. Eine Herausforderung. Vielleicht besonders in unserer Zeit, wo allem einen Sinn beigemessen wird. Wenn er fehlt, muss man ihn suchen. Oder zumindest eine glaubwürdige Attrappe aufstellen.

A: Heute ist auch die Faulheit komplex.

B: Eine Frage, wie man sich und sein Leben in einer Umwelt austariert, die ständig damit beschäftigt ist, sich mehr oder weniger gut auszutarieren.

A: Das ist Arbeit. Für die Griechen und Römer kam die Muße noch vor der Arbeit. Also in der Hierarchie der Beschäftigungen.

B: Allerdings basierte die Denkbarkeit eines für größere Bevölkerungsteile möglichen Müßiggangs, als ausgedehnte Beschäftigung, auf der Sklavenwirtschaft. Die einen „arbeiten“, die anderen „Denken“. Zwar denken viele beim Arbeiten und intensives Denken ist auch Arbeit. Aber diese Arbeitsteilung gibt es öfters.

A: Ja, Arbeitsteilung. Dann teilt man die Arbeit. Aber es bleibt Arbeit. Ob gut oder schlecht.

B: Mir deucht, die Arbeit in einem weiteren Sinne ist unentrinnbar.

A: Vielleicht hilft dann nur noch eine Umdefinition.

B: Arbeit abschaffen durch Veränderung des Begriffs bzw. seiner sozialen Deutung. Sozusagen eine diskursive Methode.

A: Die Arbeit abschaffen? Warum nicht? Natürlich fällt einem viel ein, ‚warum nicht‘. Aber die Frage bleibt trotzdem bestehen. Vielleicht gerade, weil sie perspektivisch unterschiedlich beantwortbar ist.

B: Oder die Arbeit zu etwas machen, was mehr hergibt, was erfüllender ist als „herkömmliche Arbeit“.

A: Marketing und subversive Diskurs-Beiträge verbinden, das klingt gut. Kann etwas, das gut klingt, praktikabel sein?

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24. April 2011

Österlicher Dialog

Das Verhältnis zwischen Leistung und Entspannung

Fred: Waast, mit da Disziplin, des is es, mit da Disziplin, daas die heut kaaner meea hott, des hott oeß ins Wanken bracht.
Oscar: Wissen Sie, Herr Fred, der Witz is hjo daas: Des stimmt aach noch. Es klingt nach allfelliger Kulturkritik-Routiine. Isses vielläächt auch – aba nicht in diesämm Zusammenhaange.
Fred: Germanien als Sparta, wer hätte das zu römischer Zäät gedacht? Durch das Wirtschaftssparta zum „Wirtschaftswunder“. Höötezutage als lässiges „Komm ich hööt nicht, komm ich moagen – vielläächt.“
Oscar: Vom Wirtschaftssparta zum Zaahlmäista würden maanche EU-Defaitisten sagn.
Fred: Vielleicht ham die Teutschen die Disziplin abgelegt, aber nicht die dazu gehörende Kultur entwickelt. Eine Kultur der Relativität des Läästungsgedankns.
Oscar: So wie sie zum Bäschpill die Italiener haben.
Fred: Ja, also Kultur, nicht pauschal jedes einzelne Individuum oder jede Region und so wääta.
Oscar: Oder wie die Franzosen – die Probleme einfach wegstreiken.
Fred: Währenddessen die Italiener sich einfach nicht zu sehr damit beschäftigen.
Oscar: Die sand mit ihrär kultuviertn Gelossenheit viellächt ganz gut auf die zukümftigen Enderungn vorberätet.
Fred: Italianità per Urbi et Orbi?
Oscar: Per haps.

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Der kleine Mann im Kopf

Was wir sind | Was wir sein wollen | Was wir tun

Die Kieker (Die Spoekenkiekerei )

Blick in die Zukunft des politisch-medialen Komplexes