Posts tagged ‘Idiorrhythmie’

14. April 2015

Isolation and commune together

I love some silence/space for own pace by temporary isolation. And I like mutual and respectful cooperation alike. I’m a liberal. I’m an idiorrhythmic character. I don’t function, but I like to add something to a meaningful mosaic.

23. März 2015

So viel Selbstverständliches auf der Welt. Was in der Praxis oft nicht angewendet wird.
Lebendig bleiben heißt nicht, immer gleich sein zu müssen*. Auch nicht, sich von außen aufgezwungen verändern „zu müssen“. Lebendig sein und bleiben heißt (hier), den Rhythmus des Anderen und den Eigenen zu respektieren und non-autoritär miteinander umzugehen.

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* Emotional und vernunftmäßig gegen heteronome Forderungen eines oberflächlich-formal-funktionalen „Werd erwachsen“ oder „Reif sein heißt akzeptieren“ zu revoltieren, ist vernünftig und richtig. So z.B. formuliert im Trotz- und Kampf-Lied „Ich werde mich nie verändern“ von Tocotronic.

21. Juni 2013

Idiorrhythmische Einzelstücke

Idiorrhythmische Kommune.

Ich lebe parallel in meiner Fantasiewelt. Keine Parallelgesellschaft, eher eine Parallel-‚Realität‘ -> -Nominalität. Inhalt ist, was mensch daraus macht. Für mich ist Fantasie, als. u.a. die Eigenkonstruktion/-vorstellung von einer Welt nicht unrealer als die technisch-materielle, „realistische“ Welt. Definition von Real ist hier (an-denkensweise) ganzheitlich, nicht aufs Handfeste beschränkt. Praktisch macht die Welt der Vorstellungen das individuelle Leben aus, darin leben wir, als Einzelne, deren Welten (bildhaft und je nach philosophischem Erkenntnis- und Welt-Bild) sich überschneiden oder in Austausch (strukturell) befinden und (individuell) aktiv gebracht werden können. Die Rationalität gebietet uns (objektiv, nicht partikularistisch), die kommunikative Plattform beizubehalten, mindestens so, dass wir uns austauschen, unsere Hilfe anbieten und unsere Grenzen aufzeigen können.

14. Juni 2013

Orte

Utopos

Buch (Monographie)
Barthes, Roland; Coste, Claude; Marty, Éric (2007):
Wie zusammen leben. Simulationen einiger alltäglicher Räume im Roman : Vorlesung am Collège de France.
1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Edition Suhrkamp, 2402).

5. Mai 2013

non-atomistischer non-anti-atomismus

Ein wenig Idealismus und grundsätzliche Kritik

»Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.« Sagt mensch gern, anti-„atomistisch“ so dahin. Klingt gut, soll auf das Ansehen des Sagenden positiv zurückfallen. Dafür hat der Satz also eine Funktion. Aber hat er auch inhaltlich rationalen Gehalt?

Ein kleines (tatsächlich ansatzweise erfassbares) Ganzes vielleicht. Das abstrakte ausgedachte (aber nicht erfassbare) ‚Ganze‘ vielleicht auch. Aber das gruppische Ganze, die konkrete oder konstruierte (aber so konkret für gesellschaftliche Machtspiele etc. verwendbare) Gruppe, dass diese (auf eine mehr als rein von oben dekretierte Weise) „mehr“ist, ist eine Seltenheit. Mit vermutlich dann entsprechendem Seltenheitswert, aber kein Grund danach zu suchen wenn einer und einem nicht danach ist. Wenn die Zusammensetzung der Charaktere es ergibt, dann ergänzt sich die Gruppe vielleicht zu einer (konkret temporären) Verbindung, einer Gesamtheit, die die zu ihr passenden Individuen sein lässt und ihnen dabei noch etwas eigenes (gruppen-bezogenes) gibt. Die Gruppe ist meist hierarchisch. Grundsätzlich (und manchmal bietet sie dafür Ersatz) ist die Gruppe reduktional. Sie reduziert die Komplexität der in ihr enthaltenen Individuen und vielseitigen Beziehungen untereinander und zu Zusammenhängen. Das macht ihren funktionalen Vorteil/technischen Gebrauchsgrund aus, und ist zugleich (ob mehr oder weniger intentional, gesteuert, etc.) eine Reduzierung des Lebens. Funktional: Jeder kommt bezüglich der Gruppe in einer bestimmten Funktion (und alles innerhalb einer [unter evtl. mehreren] Rollen) zum Ausdruck. Es wird also das Innere (des Individuums und von anderen Komplexen) in der Übersetzung/Überfahrt nach draußen (in die Kommunikation/Ausdrucksform) in einen (relativ) festen Rollenrahmen gebracht. Regelmäßig*. Alles ist partikular eingebunden – und das relativ mehr als eventuell (so das idiorrhythmische Ideal) notwendig (also „naturgegeben“, unveränderlich, etc.). Von „Schicksal“ bis Befehl, Sachzwang, Umstände oder Zufall. Alles ist begründbar – aber auch immer unhintergehbar? Das Individuum ist in der üblichen Gruppe die ‚Rolle‘, nicht weniger (es ist immerhin ‚etwas‘, das macht die Gruppe für viele reizvoll, teilbefriedigend und vielleicht sogar (vor)letztlich relativ ausreichend.). Aber auch nicht mehr (sagt zumindest das Individuum, welches in diesen Rahmen nicht hineinpasst). Zumindest ist es nur in Ausnahmen inhaltlich mehr und in der Regel ist es eine Reduktion des Lebens auf das, was die Gruppe vorgeformt und damit fixiert hat. Mal bewusst repräsentiert durch die AnführerInnen der Gruppe, und grundlegend durch die Struktur der (üblichen Form) der ‚Gruppe‘. Die nicht die einzige sein muss, aber die (immer schon oder in bestimmten strukturellen Gesellschaftssituationen) weit mehrheitliche Form ist. Mensch kann eintreten oder etwas anderes versuchen. Mein Ideal ist derzeit die idiorrhythmische Kommune.

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* Die ‚idiorrhythmische‘ Gruppe als loser Zusammenhang und als Summe ihrer Teile könnte hier [als Ideal] diese Reduktion (relativ) besser vermeiden. Die übliche Gruppe ist jedoch eher ‚koinobitischer‘ Struktur.

29. Juni 2012

Nietzsche lebt

Mögliche Fortsetzungsgeschichte:

Fortsetzungsgeschichte oder Geschichte?: Friedrich Nietzsche ist nicht tot. Er wurde vom exekutiven Arm der (katholischen?!, → um den „Welt(en)sinn“ besorgten) Kirche entführt und versteckt. Nun lebt er, unter Einfluss von scheinbar- und halb wirksamen Vergessensdrogen, in einem Kloster. Dort vergisst er die Abgründe und Entdeckung der Seichtgründe durch eine nihilistische radikale Ergründung der Welt. Als Friedrich, nicht als institutionalisierter und historisierter „Nietzsche„, entdeckt er langsam auch die Sinnhaftigkeit bestimmter subjektiver und EU-Seniorischer Lebensform(en) (wieder): Aus bestimmten, konkreten, aber (immer) unvollständigen Eindrücken vom Leben eine ganzheitliche Bewertung (subjektiv willkürlich konstruieren, aber auch) wagen. Und: Folgerungen für das Handeln daraus ziehen! Right or wrong, my Eindruck.

Unterdessen breitet sich eine bestimmte, Zeitgeist-Struktur-passende Version (als eine Interpretation) seines Werkes in der ‚westlichen Welt‘ aus. Während der Nihilismus als Plattform für subjektiv-objektivierenden Existenzialismus als Land „beseelt“ entfernt sich Nietzsche im Kloster davon. Sein neuer Existenzialismus – als Prozess eines existenzialistischen Handelns (nicht des Seins, sondern des Tuns → poststrukturalistisch angehaucht) – sucht die Seelenruhe in der kollektiven Gleichtaktung, nicht im Neben-, Zwischen- und Durch-Einander der ‚Idiorrythmie’**. Das Kloster ist okzidental-koinobitisch** geprägt. Die Welt(en) pendelt(n) zwischen Gleichstrom und Wechselströmungen.

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* Eine Interpretation und Verwendung seines Werkes als abstrakte Gesamtheit („das Nietzscheianische“ etc.). Oder auch (nur, oder sogar) von bestimmten konkreten Gedanken daraus.
** Begriffe nach Roland Barthes: Wie zusammen leben.

5. März 2012

The slow rider will always be a lone rider?

„Man müsste einen Zeitraffer nehmen und dich 20 Stunden filmen; dann das Ganze in, sagen wir, 2 Minuten abspielen. Dann würde man sehen, dass Du etwas leistest. Ich will Dir ja gar nicht in Abrede stellen, dass Du arbeitest. Aber Du arbeitest so unglaublich langsam.“

Wie immer wieder versuchte ich, meine Zeit zu nutzen und hörte nicht mehr recht hin – war das Gesagte doch vielfach gehört. Ich dachte angestrengt an etwas anderes: ‚Sind mächtige Menschen so unsicher weil sie mächtig sind und Angst um diese erreichte Macht haben? Oder wollten Sie so mächtig werden, weil Sie von vorne herein bzw. schon zuvor ängstliche Menschen waren, die ihre Unsicherheit durch Macht kompensieren wollen?’

„Wechselwirkung…. – Wechselwirkung“ hörte ich Tarski im Hintergrund sagen.

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