Posts tagged ‘Individualismus’

5. November 2016

„Es muss nicht immer Strukturalismus sein“ sagt er zu mir und wird subjektiv. In Anführungsstrichen, denn etwas wird nicht, etwas ist.
Unstrukturiert und seind. Nicht seiend im Konjunktiv, sondern subjektiv — als Bewusstsein, welches Ausgangslage des Subjekts ist — ist-end. Ohne End, ohne Anfang würden u.a. manche Postmodernisten sagen.
Das Bewusstsein ist dazwischengeschaltet, als Metapher — also das Dazwischengeschaltet und das Bewusstsein nicht-selbst als Metapher. Das Bewusstsein z.B. interpretiert als — unter allen anderen Möglichkeiten des Bewusstseins und seiner reflexiven Nichtselbst-Wahrnehmung — fragmentarische Wahrnehmung des Nicht-Selbst.

3. Juni 2015

Das Individuelle und die Revolution

Unter anderen möglichen Typisierungen (Typisierung hier gemeint als nicht-ganzheitlicher Arbeitsbegriff, als theoretische Sammlung von Individuen mit gewissen geteilten Aspekten) ist der praktizierende Liberalist (und ggf. die Liberalistin) jemand, der u.a. eher auch die ernsthafte bzw. prinzipiell gerechtfertigte „Revolution verraten“ würde, als für die Revolution (oder sonstige Fokussierungsbegriffe), außer in wirklicher Notwehr, Menschen umzubringen.

Der Liberalist nimmt sein liberales Ideal ernst und stellt es im Fall der Menschenrechte über die (direkt versuchte) Erreichung dieses Ideals.

1. Juni 2015

Gefahr für Wirtschaft und ordentliche Lebensführung: Der „Atomismus“

Hei, mal was „Überraschendes“ (für manche schon): Wenn der Individualismus eines Menschen sich in der Feststellung erschöpft, dass jeder Einzelne sich funktionalistisch und normativ, innerlich wie äußerlich, den jeweiligen (von der jeweiligen Gesellschaftsatmosphäre und den angesagten Ideologien und ihren Repräsentanten „selbstlos“ vorgegebenen) Gegebenheiten anzupassen „hat“, also individuell „verantwortlich“ dafür sei, seine Individualität abzutöten/zu überwinden (mit oder ohne „Hilfe“), dann ist es kein Individualismus. Ja hoi, denke ich in nichtstandardisiertem oberschwäbischen Dialekt. (Dialektisches Denken ist wieder was anderes, könnte damit aber auch verbunden werden.)

Dieser Hinweis enthält ein wenig Ortega y Gasset, soll aber kein Pessimismus aus inhaltsarmen Distinktionsgründen sein, sondern an-gedachter, fragmentarisch unvollständig und in Momenten, nicht Festlegungen, an-angewandter Pluralismus.

Mein derzeitiges Verständnis/Erzählung von Individualismus ist: Dass es hinter allen ent-individualisierten, gemusterten, strukturierten, kontingent geordneten und hierarchisierten Mustern und Festlegungen (selbst- und fremd-autoritären Vergewisserungen und Hierarchie-Ideologien als Weltbildstabilisierungen etc.)
immer noch eine Welt der individuellen Dinge gibt, die wir ab und zu in schönen — weil sie nicht die ewige Wiederholung der Strukturierungen sind — ‚Momenten der Individualität‘ als Individualität an-wahrnehmen/erleben können.

4. Juni 2014

Kant Leviathan, Etatismus für Individualismus

Kant Leviathan

Der Kant-Hobbes’sche Vernunftstaat, zusammengesetzt aus Individuen. Als Möglichkeit zu sein: Die Summe ihrer Teile, die Nicht-Summe ihrer intern differenzierten und relativ spielraumhabenden Individuen und auch, wenn grundlegend freiwillig: mehr, weniger oder anders zu sein als die Summe ihrer Teile. Mit individualistischer, also rechtlich-philosophischer Konstitution und gebaut aus freiwilliger Kooperation und bei Bedarf Kommunen-Bildung. Wenn Hierarchiebildung, die bei menschlichen Gruppenbildungen zumindest Tradition hat (ob Unabdingbarkeit ist eine weitere Frage), dann mit Exit-Option in den allgemeinen ‚Individuum im Staat-Zustand‘ zurück.

7. Februar 2014

fluid identity – der weg ist das ziel?

Ich bin, manchmal und mehr oder weniger, hobbesianischer Libertärer, anti-autoritärer Kollektiv-Individualist, insgesamt sozialliberaler Konstitutionalist*. Das, was ich wohl immer bin, ist theoretisch-nicht-konservativ.

___
*Konstitutionalist im Sinne der Verteidigung von Individualität gegenüber und gegen Mehrheits- und Gruppenherrschaft.

15. Juni 2013

»Notionen«, um diese herum Vorstellungen

Diese Vorstellungen überschneiden sich teils, gefühlt und gedacht. Diskontinuierlich einzelne Bildkreise | aber innerhalb bzw. als Teil des Weltbildes zusammengesetzt. Zu einem bzw. keinem-einem mehrschichtigen Bild. Ambivalent und unvollständig. Aber nach subjektiven Interessen. Teils Verteidigungsreden für die eigene Lebensführung, teils Sinnstiftung

Fragmente, Diskontinu(al)ität, Non(-)Konsequenzialismus, rational choice, public goods, anonyme Gesellschaft, Distanz und Recht. Emotion von (individuellem) zu Hause aus. Idiorrhythmie – Vernunft – finanzielle Grundsicherung. Die Vernunft als Integrations-Gravitations-Zentrum?

Pendeln zwischen Radikalismus und Mitte. Meist beide Zustände gleichzeitig, nur selten eines temporär losgelöst.

Der kleine Mann im Kopf

Was wir sind | Was wir sein wollen | Was wir tun

Die Kieker (Die Spoekenkiekerei )

Blick in die Zukunft des politisch-medialen Komplexes

meermoabit

Moabiter Seefahrten

catveldmaus

Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen