Schlagwort: Individualität der Dinge

Individualität der Dinge. Axiome, Annahmen

Eine der Grundannahmen meiner philosophischen Konstruktion mit der Betitelung ‚Individualität der Dinge‘:
– Alle Dinge sind individuell, alle Momente* singulär. Das ist (angenommen) die Essenz der Existenz: Das heißt, die Individualität (im Sinne von: Nichtgleichheit [und, ob als kleinere Menge oder eigenständig-parallel dazu: Nichtselbigkeit] aller einzelnen Dinge) ist ontologisch existierend. Alles darüber hinausgehende sind Konstruktionen, die man wiederum re-konstruierend verschieden klassifizieren kann, also ent-individualisiert** zusammenfassen. Z.B. als kleinere und größere Erzählungen, nach Referenzobjekt, und vieles mehr.

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* Ob Momente dabei eine feste Größe (z.B. räumliche oder zeitliche Länge etc.) haben, ist eine weitere spekulativ-ontologische Frage.
** Anhand von interpretierten und angenommenen Eigenschaften (vorhandenen oder hineininterpretierten Aspekten und fragmentarischen Erscheinungen) werden singuläre Dinge und Dingkompositionen zu  Mustern verändert, verkürzt, verfälscht, vereinfacht – und damit für den sehr begrenzten (aber interessanterweise transzendenz-an-denkensfähigen, oder zumindest fantasierfähigen) menschlichen Geist verarbeitbar gemacht jenseits der Einzelsituation, jenseits der essenziellen Individualität und Singularität aller Dinge.

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‚Das Einzige‘ (abstrakt), was am ‚Leben‘ (abstrakt) interessant ist, ist die potenzielle und in Momenten erscheinende* Wahrnehmung von Vielfalt.

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* Zumindest zu erscheinen erscheinende u.s.w., oder (fragmentarisch, aspektuell, nie als „Ganzes“) an-scheinende Wahrnehmung, oder im Moment-Bewusstsein da seinde subjektive Erfahrung, von Vielfalt.

Fragmentarische Treffen von Individuellem in und zwischen Dingen (besonders oder u.a. in Kunst, Literatur, Philosophie)

Kunst, Literatur, Philosophie, u.a. Z.B. Texte von George Orwell, von Jean-Paul Sartre und Albert Camus. Alle beschreiben etwas, das mir etwas sagt/das ich an- und mit-denken kann in meiner Subjektivität.
Sie haben alle recht, im absoluten Aspekt der Existenz/existierend-an-sich, und in einer plural-pluralistischen (die Pluralität nicht unplural als einheitliche Ideologie fixierenden) Sichtweise. Und keiner hat „Recht“ in einer relativistischen oder einer ganzheits-pluralistischen Sichtweise (wenn man die parallel existierenden Dinge reduktiv in ein Korsett eines als-ob-Ganzen zusammenpfercht).
Man kann die einzelnen Absolutheiten oder Perspektiven nicht „für“ das Ganze oder auf ein universales ‚Ganzes‘ bezogen zusammenfassen. Sie werden kein fixiertes, abgeschlossenes, etc. Ganzes.
Nicht, wenn sie zusammengemischt werden (was ontologisch ein Gemenge mit weiterhin einzelnen Stoffen/’Aspekten’/von Existenzen-an-und-für-sich bleibt. Welche konstellativ unterschiedlich miteinander anklingen, aber keinen einheitlichen und Ganzheits-strukturierten bzw. Objekt-bildenden objektiven und objektiv festlegbaren [ideologisch strukturierbaren und hierarchisierbaren] Stoff ergeben).
Und nicht wenn man einen Durchschnitt oder einen „Mittelweg“ proklamiert (den man zeitlos und immer wieder suchen kann). Jeder „Mittel“weg — die ideologisch fixierte “Mitte“ — wäre ein eigener Weg und nicht ein „Best of“ der anderen Wege, die man behauptet erfasst, zusammengefasst oder z.B. ihre besten Eigenschaften herausgenommen zu haben, etc.

 

Erscheinung der Existenz als Nichtganzes

Ähnlichkeit und Nicht-Selbigkeit zu sich selbst und zu Anderen und Anderem und zur Existenz als Vorstellung zeigt sich u.a. als „longing (as such und for)“. Gleichheit mit sich selbst und mit ggf. der Existenz im Unendlichen. Nie völlig isoliert/erinnerungs- oder ähnlichkeits-los und nie zusammen oder „eins“ oder ein Ganzes.