Posts tagged ‘Individuen’

28. September 2016

Arbeitstitel: Riesenschnecken und meine subjektive Perspektive

U.a. in der Unendlichkeit, in dem Falle das eine solche als Situation oder (Nicht-)Rahmen besteht, kann man theoretisch einiges erleben.
Man kann Opfer (oder auch: Beute, je nach z.B. phänomenologischer, taxonomischer oder sozialer Zuordnung der Schnecke[n]) einer Riesenschnecke werden. Es ist in vielen Welten unwahrscheinlich, aber (u.a.) im Unendlichen möglich. Und etwas wahrscheinlicher in einer bestimmten Welt in der Riesenschnecken nicht ungewöhnlich sind. In der Riesenschnecken im Plural also als zusammengefasste Gruppe von (im Essenz- oder angenommenen [basis-]ontologischen Zustand) eigentlich unvermittelten Individuen existent sind.

30. Juli 2016

DOG ‚N‘ CAT

Ich bin gestern durch einen Kommentar bei Alles Evolution auf die Zeichengeschichten-Reihe DOG’N’CAT gestoßen. Hab‘ dann viele Folgen (eigenständige und zusammenhängende Teile der Reihe) angesehen, was mir intellektuelle Freude bereitet hat. Die semi-postmodernistische Katze, die (wie viele heutigen Menschen einer bestimmten Gruppe ähnlicher ideologischer Konviktion/Sinnprojektion etc.) u.a. poststrukturalistische Interpretationen auf andere, aber nicht auf sich selbst anwendet. Und der Hund, der weniger intellektuelle Ausflüge macht, weniger Widersprüche produziert–weil er aber auch insgesamt weniger Einschätzungen produziert. Beide zusammen sind ein Bild von aufeinander bezogenen, sich indirekt ergänzenden, zusammen lebenden Individuen mit unterschiedlichen Erzählungen.

Es ist eine Art des Umgangs miteinander, die ich schön finde, weil hier Pluralität und Unterschiede und ein widerspruch-zulassendes, interessantes Zusammenleben zusammenkommen. Es ist soziologisch und psychologisch keine Form der Beziehung, die gegenüber allen gepflegt/verallgemeinert werden kann (aber das kann keine Form). (Denn) hier ist der „Feind“/“Andere“ das Gegenüber in der Beziehung. Er verliert dabei seine Funktion als „Außen“ und „Anderer“. Daher muss eine neue Projektionsfläche für die Auslagerung gefunden werden (Auslagerung u.a. der eigenen Widersprüchlichkeit und — in doppeltem Sinn — Selbst-Abgrenzung [Abgrenzung eines Teils des Selbst aus seinem Selbstbild. Und Abgrenzung von sich und den „richtigen“ Anderen (seiner Projektions-Gruppe) zu den „falschen“ Anderen]).
Katze und Hund finden ja regelmäßig wieder einen — in der Ideologie etc. des Anderen und in den Nachrichten von der Außenwelt. Aber untereinander kommen sie trotz und durch (immer beides gleichzeitig) ihrer Weltbild-Gegensätze(n) aus. Das ist — für sich stehend, als eigene Blase in der Komplexität des gesamten Sozialen (vielleicht ein Biedermeier-Refugium jenseits der hierarchischen Differenzierungen) — eine schöne parzielle und gleichzeitig für sich selbst (manchmal) runde und vollständige Momente enthaltende Welt.

Es ist eine Wohngemeinschaft, die Widersprüche und Spannungen in den Charakteren (ihrer individuellen Komposition und ihren sozialen Konstruktionen und Erzählungen) und zwischen den individuellen, sozial-konkreten und gesellschaftlich-abstrakten Strukturen und Prozessen zeigt. Und den ambivalenten pluralen Charakter, der das Zusammenleben ohne ideologische Gleichheit trotz dieser und durch diese Widersprüche so möglich macht: Dialektisch, und vermutlich ko-konstituierend: widersprüchlich nicht-harmonisch wie interessant gehalten.

[…]
Die Welt ist nicht schön, nein sie ist nicht schön
Schön ist sie nur wenn wir träumen
[…]

[Aus: Gilbert Bécaud – es ist nie zu spät. Gibt es auch in einer schönen-nicht-schönen Version von Die Kassierer.]

„[…] I claim, but it’s a highly theoretical point, that, precisely in actual social life, you cannot simply distinguish between, the reality and the dreams. The dreams are constitutive of that reality […]“

[Slavoj Žižek – interview: https://www.youtube.com/watch?v=0OzL0tGygso%5D

 

Manchmal bin ich die Katze, manchmal der Hund. Im Sinne des intellektuellen Erzählens der und über die Welt bin ich eher die Katze. In einer philsophischen, nicht politisch in konkreter Weise engagierten, Variante (also sich, qua philosophischem ernsthaften Hobby/Schicksal, teilweise im Widerspruch stehend und bewegend, mit diesem irgendwie ringend und denkend, nicht diesen nur innerlich und sozial funktional auslagernd).

Sozialtheoretisch ausgedrückt: Eine Wohngemeinschaft von Individuen mit deutlich unterschiedlichen Weltbildern als partielle Möglichkeit [nicht verallgemeinerbar auf gesamte Gesellschaft] komplexer Sozialform. Als nur indirekt mit den Identitätsbgrenzungen der differenzierten Gruppen in der Gesellschaft verbundener Kontext. Als Raum, in dem ansonsten abgegrenzte oder sich (rituell oder „spontan“ etc.) abgrenzende Weltbilder sich als Individuen, nicht als Weltbild-Repräsentation und Struktur-Träger treffen und gegenseitig unterhalten (und ggf. auch mal inspirieren etc.) können. Momente der Individualität erleben, die gesellschaftlich (u.a. soziobiologisch und funktionalistisch-komplexitätsreduzierend) meist nicht auftreten (entweder nicht vorhanden sind oder nicht wahrgenommen werden).

13. Januar 2016

Unser Handeln/“Sein“ als Inspiration für uns gegenseitig

Ich weiß nicht, warum mich (auch und oft besonders) utopische oder strukturell fernliegende Sachen interessieren. Aber ich sehe es (gleichzeitig) auch nicht ein, nur die Dinge (in meinem Geist bzw. in meiner gedanklichen Weltgestaltung) so zu wiederholen, wie sie strukturell-materiell manifest, also effektiv sind – gesellschaftlich als in der Gegenwart fest ausgeformte, „so ist es“- Inhalte (Ausformungen der gegebenen Strukturen) interpretiert werden, wiederholt und ausdrücklich oder implizit in allem vorausgesetzt, direkt oder indirekt/“letzlich“.

Ob es nur eine Flucht ist oder ein Beitrag zu den Möglichkeiten (und damit der unterschiedlichen Aufgabenverteilung der Menschen), die uns die Strukturen geben, sei mal (bzw. ist es „letzlich“/unserer Kenntnis nach) offen: Es ist Literatur, das Leben in den gegebenen Strukturen zu schreiben . – Mit gegebenen Materialien und Begriffen etc.. Aber vielleicht für die jeweils Anderen mit/aus unterschiedlichen Perspektiven, die uns – innerhalb unserer strukturellen individuellen-Zusammengesetztheit/unseres Gesamtpotenzials; oder als Momente der Erfahrung von Andersartigkeit etc., also etwas Äußerem – inspirieren und Seiten (Saiten) in uns zum Klingen bringen können. Wir brauchen dafür ein bereits vorhandenes Grund-Potenzial/die Wahrnehmungsfähigkeit für eine solche Inspiration – ob es eine Inspiration ist, die etwas in uns anspricht oder eine (theoretisch äußerliche) Erfahrung, einen anderen Menschen etwas Anderes tun zu sehen/erkennen/interpretieren -> wobei für Verständnis auch etwas in uns vorhanden sein muss, was uns das Andere nachvollziehen/an-denken lässt.

Jedenfalls ist – wenn eine Inspiration etc. klappt kann man das ex post/im Nachhinein sagen – das Potenzial vorhanden. Aber die Inspiration sein, das können (bzw. sind, ungeplant, strukturell sich ergebend etc.) wir durch unser Handeln.

30. Juli 2015

Ist es das Individuum, konzeptualisiert als relativ unabhängig von den Strukturen;
Ist es das Subjekt, konstituiert durch die Grundstrukturen;
Ist es die Rolle, durch „fachspezifische“ Strukturen gerahmt, mehr oder weniger fest (interpretiert);
Sind es die Strukturen selbst

die wir kritisieren sollten?

Sollten wir Frieden schließen, mit den Individuen, und diese für sich selbst sein und werden lassen, und statt dessen die Strukturen kritisieren, oder das Gesamt-System und seine Systeme? Wobei: Über das System reden wird oft zum Klischee, Klischees über Systeme und Klischees eigenen Verhaltens und Reden in Phrasen.
Oder sollten wir das System als nicht veränderbar sein lassen, und unsere Energie dafür sparen, mit Individuen zu kommunizieren, uns gegenseitig zu inspirieren – aber über was, wenn nicht das System und die Strukturen? Aber die Strukturen habe ich ja nicht ausgeschlossen aus dem Gespräch. Welche Strukturen? Die grundlegenden, auch die eher abstrakt fassbaren oder nur die konkreten Strukturen an „der Front des Alltags“ oder umgekehrt? Vermutlich beides, weil ja wechselwirkend und zusammen auf die Subjekte wirkend.

Herrschaftsloser (freier) Diskurs nach Habermas? Kampf um Hegemonie gegen die Hegemonie wie bei Chantal Mouffe?
Macht ist überall (Foucault), also Macht haben „macht nichts“? Macht fließend halten?

5. Juli 2015

Meine derzeitige Einschätzung ist: Es gibt eher männliche und eher weibliche Eigenschaften im Sinne davon, dass es (zunächst bzw. philosophisch ‚als solche‚ ungeschlechtliche) Phänomene und Eigenschaften gibt, die statistisch quantitativ mehr bei männlichen oder mehr bei weiblichen Individuen auftreten.

Ohne hier essenziell fixierend sein zu wollen, also nur wabernd im Raum, aber dann eben doch, durch welche Tür auch immer (Vorder-; Hinter-, Seiten- etc.), eine Frage:
Sind statistisch mehr (und keinesfalls trennscharf) männliche Eigenschaften auf das Individuum bezogen und mehr weibliche Eigenschaften auf die Beziehung zwischen Menschen (von bürgerlichen Paarbeziehungen* bis Gemeinschafts-Bildung und -Erhaltung?)? Obwohl mir direkt Frauen einfallen, bei denen dies nicht so ist.

___
* Welche eher die Männer erfunden haben (Herrschaft), und die Strukturen (formal, bei inhaltlicher Kontingenz) bzw. das System (Funktionalität) hervorgebracht haben.

18. April 2015

Keine Absichten ist Spielraum für 1:1 Kommunikation, aber nicht ganzheitlich, aber andere Sachen sind auch nicht ganzheitlich. Liebe steht für sich alleine, aber ich meine Austausch zwischen zwei Individuen

Meine Masturbastion. Hier kann ich in der Burg sitzen oder auch mal ausgehen. Ich muss nicht mehr. Ich kann locker sein ohne Strategie. Ohne Strategie. Eine gewisse innere Freiheit. Aber kein Zen und keine Stoa. Zumindest noch nicht. Aber Zen und Stoa existieren für sich. Und Individuen auch (Existenzialismus). Wenn diese individuellen Sphären sich begegnen kann etwas Interessantes geschehen. Das kann mensch nicht vorher wissen. Das macht es aber auch lebendiger, als es vorher schon gewusst zu haben (z.B. „ausgewogene Mitte“).

26. Juli 2013

So im Groben (und wenn’s geht mit feinem Vorgehen): Respekt den Individuen, Kampf (in) den Strukturen.

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