Schlagwort: Interpretation

‚Life‘ is (among all other potential things that life is/can be/etc.) a task of interpretation.
In my Fractal Philosophy, Life or Life’s ’stage/mode/or something else‘ is more or less metaphorically interpreted as: One (maybe in some way or another infinitely) large and multifaceted picture and/or (really or perceptionally infinitely) many singular pictures.

Somewhat and somehow resounding/resembling/etc. parallel pictures or aspects of (abstractly) ‚one‘ large picture. Interpretable as a fractal and/or many fractals.

Life is/gets interpreted – maybe by all existing ‚things‘ and phenomena. As things are resounding to other things in some way or aspect, or not. Interpretation (is made/happening as/basically existing) as individual perceptions and their interpretations/soundings and resoundings. Done by all potential sounders and resounders. Among those ‚all‘, there are (human) subjective consciousnesses that interprete ‚life‘ „as such“, singularities, individual things and constructions and all abstract sounds and resounds of life.

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Moiré, ontological or perceptional constructions of overlapping

The universe (or existence) can come to us/can be interpreted by a human being for example as:

– Inflationary
– Contradictory (patterned, e.g. dialectical. Or random. Or otherwise)
– Circular/Tautological

Also: ‚Are‘ we just a Moiré Pattern in the fabric of spacetime (as itself or as an emergent phenomenon) or the fabric of (more general, or artificially summarised as) existence?

 

Roger Penrose about Moiré Patterns.

 

mathworld.worlfram about Moiré Patterns: http://mathworld.wolfram.com/MoirePattern.html

 

Transzendenzloser „Merkelianismus“?

André Lichtschlag spielte letztlich in seiner Gesprächsradiosendung das Lied „Eins und eins, das macht zwei“ von Hildegard Knef. Dazu fiel mir subjektiv ein:

Hildegard Knefs markante Stimme klingt ähnlich, wie ich mir vorstelle, dass Angela Merkel singend klingen würde. Hildegard Knef war nun meiner Interpretation nach keine Konservative, sondern eine Kämpferin für das Nichtkonforme. Aber den Text dieses Liedes kann man merkelianisch interpretieren:

„Eins und eins, das macht zwei“ [die sachliche Physikerin], „[…] und denk nicht dabei, denn denken schadet der Illusion.“ „Alles dreht sich, dreht sich im Kreis,“ [Konservatismus] „und kommst du mal aus dem Gleis, war’s eben Erfahrung anstatt Offenbarung“ [revolutionsloser Konservatismus] „Der Mensch an sich ist einsam…“ [Neoliberale Perspektive und Gefahr!] „Sucht man sich nicht gemeinsam, ein kleines Stück von dem Glück.“ [Kann u.a. (neben z.B. existenzialistischer Interpretation als die kleine Chance nützen/den kleinen Eigenraum im Leben größer machen) als mögliche konservative Lösung der Sinnfrage  interpretiert werden: Sinnerfahrung durch Bescheidenheit in der Gemeinschaft]. „Der Mensch an sich ist feige, und schämt sich für sein Gefühl. Dass es nur keiner zeige, weil die Moral es so will.“ [Angela Merkel ist auch Realistin.] „Drum küß und lächle dabei, Wenn dir auch manchmal zum Heulen ist.“ [Drum regiere und lächle dabei. Machiavelli und Patriarchat?]

Ka-Ching!

Das Lied „Ka Ching!“ von Shania Twain ist irgendwie postmodern*. Es erzählt vom Leben in einer Kredit- und Konsumgesellschaft. Dabei ist der Text bzw. Gehalt des Liedes vielleicht sogar postmodernistisch**-reflektiert – bewusst oder unbewusst. Text und Melodie könnten eine Satire sein, die selbstkritisch (auf der mikrosozialen Ebene) und allgemein-kritisch (bezogen auf die makrosoziale Ebene) die eigene und allgemeine Verstrickung in Konsum-Strukturen beschreibt. Es könnte aber auch – zumindest in der ursprünglichen Absicht der Autoren des Liedtextes – ein oberflächlicher Text sein, der in herkömmlicher Weise (und dabei, da er aus einer [bisher noch] voll etablierten Unterhaltungsindustrie kommt: heuchlerisch) über die „Verfehlungen“ der Masse lamentieren soll, mit denen man natürlich „nichts zu tun“ hat.

Weiterlesen „Ka-Ching!“

Idealismus: John Henry Mackay

Kurze Interpretation des Gedichts „Kampfweise“ von John Henry Mackay erschienen im Jahr 1890:

Das Poém hat etwas Stirnerisches. Er hat auch etwas von Nietzsche (was spekulativ etwas Post-Stirnerisches ist). Das „Vornehme“ interpretiere ich spontan als Zurückhaltung gegenüber Massenbewegungen und Massendynamiken. Eine (mehr oder minder weit-gehende) Zurücknahme von (und Verzicht auf ein/das) „Dabei sein“. Dieser Verzicht als ein Ausdruck (oder eine Möglichkeit) von „frei“ sein/fühlen etc. Darin könnte man u.a. auch stoische Elemente verorten.

Das Entfachen zur That für die Schwächlichen könnte ein Aufruf sein. Das Wort soll wohl inspririeren, die Schwächlichkeit (vielleicht Unmündigkeit) durch Praxis zu entwöhnen. Die Folge der Schwächlichkeit könnte in den folgenden Zeilen beschrieben werden: Das Mitlaufen/sich Mitreißen lassen in der Masse, die den jeweils aktuellen Phrasen hinterherläuft bzw. diese vor sich herträgt, wie eine Ersatz-Monstranz. Dieser „Gott“ sei der Gott des Freien nicht, so der Text (in meiner hierigen Interpretation).

Der dritte Vierzeiler spricht vom fernsten Land. Dieses kann u.a. eine politische Utopie oder eine Wunschvorstellung darstellen. Ich assoziiere hierzu gerade zwei Möglichkeiten: Entweder die Stirnerische Darstellung eines eigenständig zu vollziehenden Erkundens seines subjektiv eigentümlichen Universums durch den jeweils „Einzigen“. Oder ein optimistischer, auf die soziale Gesamtheit bezogener Ausblick: Das am Anfang sozial herausfordernde – und daher oft anstrengende bis gefährliche („herbe Saat“) – Schreiten von Einzelnen auf unbekannten Pfaden (als „Vorreiter“ in verschiedenen Gebieten, z.B. Schumpeters Unternehmer in der praktischen Wirtschaft) führt zur Erschließung neuer Bereiche (Erkenntnisse, Möglichkeiten, etc.). Diese werden, zumindest wenn sie später sozial rezipiert und adaptiert werden, in späteren Generationen zum Selbstverständlichen gehören: „Wie werden mühlos einst und leichten Schrittes
Die Enkel ernten unsere herbe Saat !“