Posts tagged ‘Literatur’

8. Dezember 2016

„Natürlich“ ist z.B. Andreas Hofer ein Held. Kein Held in einer Objektivität. Ein literarischer Held verschiedener Geschichten.

14. Oktober 2016

Fragmentarische Treffen von Individuellem in und zwischen Dingen (besonders oder u.a. in Kunst, Literatur, Philosophie)

Kunst, Literatur, Philosophie, u.a. Z.B. Texte von George Orwell, von Jean-Paul Sartre und Albert Camus. Alle beschreiben etwas, das mir etwas sagt/das ich an- und mit-denken kann in meiner Subjektivität.
Sie haben alle recht, in einer absoluten/individualistischen, oder plural-pluralistischen Sichtweise. Und keiner hat „Recht“ in einer relativistischen oder einer ganzheits-pluralistischen Sichtweise.
Man kann die einzelnen Absolutheiten oder Perspektiven nicht „für“ das Ganze oder auf ein universales ‚Ganzes‘ bezogen zusammenfassen. Sie werden kein Ganzes, nicht, wenn sie zusammengemischt werden (was ontologisch nur ein Gemenge weiterhin einzelner Stoffe, keinen neuen Stoff gibt) oder wenn man einen Durchschnitt oder einen „Mittelweg“ sucht oder proklamiert. Jeder „Mittel“weg wäre ein eigener Weg und nicht ein „Best of“ der anderen Wege, die man behauptet erfasst, zusammengefasst oder z.B. ihre besten Eigenschaften herausgenommen zu haben, etc.

 

16. Januar 2016

Literatur im weiten Sinne als Farbenkasten innerhalb der Rahmen und Muster der uns vorgegebenen Grundstrukturen unserer Existenz?

Alle Lebensbereiche sind Teil des dauernden Kampfes um Deutungshoheit, Interpretations-Dominanz, Weltbild-Erhaltung, Strukturpositionen, etc.

Naturwissenschaft und Literatur sind auch ein Teil dieses Gesamten mit seinem immer nur relativen Kampf (der solange diese Art von Leben existiert nie zu Ende sein kann) und Arrangement der Strukturen und Re-Arrangement und wieder und wieder… Aber vielleicht ist da in der Naturwissenschaft und in der Literatur ein jeweils eigenartiger Moment/Momentpotenzial des Darüber Hinaus Sehens. Moment(e) des Erkennens (Naturwissenschaft) und Momente/Erlebnisse des gefühlt-erzählt-erfahrenen Nichtvollständig-Notwendig-Determinierten. Erlebnisse, die zumindest inhaltlich auch anders hätten sein können. Strukturell ist alles immer von den jeweiligen Konstellationen und Prägungen der Vergangenheit vor-determiniert. Aber inhaltlich könnten da Momente der Offenheit sein, die zwar strukturell längerfristig nichts ändern, aber Momente der Eigenheit sind.
Nicht (vollständig und sicher) vorhersagbar sind beide: Strukturelle und inhaltliche Entwicklungen. Denn die Stränge und Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Strukturen, der Vorgeschichte von allem, sind  in ihrer Fülle an Kombinations- und Wechselwirkungsmöglichkeiten nicht grundsätzlich (vollständig und sicher) vorhersagbar. – Außer vielleicht ab eines Tages vom Quantencomputer?

Zu (natur)wissenschaftlichen Erkenntnissen führen uns die vielen Stränge unserer Vorgeschichte. Wichtig, u.a. der medizinische Fortschritt.

Literatur ist die einzige Welt, die nicht direkt systemisch verbandelt/voll eingegliedert in die Wechselwirkung sein muss -> Zumindest kann man das (sich und anderen) so erzählen -> damit/im Zuge dessen also Literatur erstellen/praktizieren.
Von Literatur zu leben, sie zu verkaufen oder kaufen etc. ist gut, und Teil des kulturellen und des ökonomsichen Systems. Der Schreiber und der Leser sind in diese und alle anderen Systeme immer eingebunden. Aber die Literatur selbst – so schreibe ich hier jetzt
— ich schreibe, also ist es? (wenn ich daran glaube?/es durch Annahme und Aufrechterhaltung dieser Anname praktiziere?) —
ist, oder vielleicht eher: hat, einen Moment der Überfunktionserfüllung, der Über(Über)determiniertheit, das heißt: Sie ist vorhanden, obwohl sie nicht – oder nicht im Inhalt – voll festgelegt funktional notwendig ist. Literatur und Kultur allgemein sind ein Teil der menschlichen Geschichte und nicht frei erfunden, sondern in den menschlichen Anlagen dazu begründet/verursacht. Aber der Inhalt könnte eine gewisse Offenheit haben, wenn diese aufs Inhaltliche beschränkte Offenheit auch – und gerade dadurch dass? sie – strukturell nicht entscheidend ist: Die strukturelle Welt dreht sich (strukturell/prinzipiell gleich) weiter, der Inhalt hätte darin dann eine gewissen Spielraum/Offenheit. Dann wäre der Inhalt nicht das zwingende Ergebnis systemischer oder struktureller Anforderungen, sondern eine mögliche Ausmalung von vielen (strukturell gleichen, aber inhaltlich verschiedenen). Ausmalungen, die nichts an den Grundstrukturen unseres Daseins ändern, aber uns die Welt unterschiedlich erfahren lassen können (Potenzial zu Moral?, also zu Entwicklung?) und faktisch auch lassen (verschiedene Erfahrungen bzw. Erfahrungs-Nach-Erzählungen der Menschen in verschiedenen Kontexten). Und dadurch – falls das so wäre bzw. erzählt/vorgestellt werden könnte – würde und könnte Literatur im weiten Sinne (Die Ausmalung der in ihren Grundstrukturen vermutlich vorgegebenen Welt) schon einen Unterschied für unser Leben machen, eine Mehrfalt der möglichen Geschichten innerhalb der vorgegebenen Strukturen und Strukturbeziehungen: gut-böse, gut-schlecht, wir-die anderen u.s.w., unsere Angewiesenheit auf Abgrenzung, Hierarchisierung, auf das Böse um gut zu sein, auf den Kampf um nicht vor Langeweile aufzuhören zu existieren, auf all das als Vorgegeben und uns dazu zwingend unfrei zu sein, weil ohne diesen Rahmen unsere Existenz gar nicht existieren würde/für uns erkennbar (ohne ihre Kontraste etc.) und vorstellbar wäre.

14. August 2015

Literatur als existenzialer Weltaspekt

Wer Literatur studiert fürchtet vielleicht den Tod, aber nicht das Leben.

28. Juli 2015

Liebe zeigt sich am ehesten im literarischen Bereich des Lebens

Liebe ist ein Phänomen, das vermutlich nicht gänzlich erfassbar ist. Sie ist, unter den Erscheinungs- und Erfassungs-Medien, primär in der Literatur zu Hause. Gar nicht in der Soziologie, nicht in der Biologie. Etwas mehr, und doch nur sekundär – im Umgehen damit/Verarbeiten (oder auch im Umgehen), eher bezüglich der dafür anwendbaren Techniken also – in der Psychologie. Eher vielleicht, bleibt abzuwarten, in der Physik – evtl. im Bereich der (Quanten-)Physik des Bewusstseins und der Formung des Universums auf basaler Ebene.

15. April 2015

Quote from and by Simone de Beauvoir about speaking/writing and (representing) reality

L’original: „La realité n’est pas un être figé; c’est un devenir, c’est, je le répète, un tournoiement des expériences singulières qui s’enveloppent les unes les autres tout en restant séparées“
An English translation: „Reality is not a fixed entity; it is a becoming; it is, I repeat, a spinning of singular experiences that intertwine and overlap while still remaining separate“

Simone de Beauvoir – Contribution to Que peut la littérature? (1964) ed. by Yves Buin, Paris: Union Generale d’Editions, 1965, pp. 73-92
Quoted from: Toril Moi – What Can Literature Do? Simone de Beauvoir as a Literary Theorist Source: PMLA, Volume 124, Number 1, January 2009, pp. 189–198 (10) http://www.mlajournals.org/toc/pmla/124/1

30. März 2015

Literarischen Teil der Existenz in das Gesamtleben einbringen

Das Schöne am Literarischen ist, dass es nicht real sein braucht [<- süddeutsch für muss]. U.a. nicht derzeit real. Oder auch nicht materiell real, aber denkbar, ob knapp neben dem heute Gegebenen (dem Bündel der Strukturen) oder weiter weg liegend (das knapp neben der Schwerkraft der Strukturen liegende ist vermutlich oft nicht weniger schwierig zu erreichen sein als das „Realitätsfernere“/Utopisch etc.).

Das Eskapistische am Literarischen sollte aus ethisch-politischer Sicht – also wenn es nicht um einen kurzen Urlaub vom Alltag geht, sondern um eine Gesamthaltung zum Leben – nicht für sich stehen gelassen werden, nicht zum bürgerlichen Urlaub werden, um dann den Status Quo wieder besser ertragen/entspannter reproduzieren zu können (was funktionalistisch gegebenermaßen so ist).

[Ein wenig malerisch:] Sondern eingebunden in eine Arbeit für eine strukturbewusste und gleichzeitig individualitätsfördernde Anwendung der Literatur in der Praxis, im Leben. Von und für Gesellschaft, Gruppen und Individuen.

28. März 2015

Literatur könnte etwas sein – kann potenziell vielleicht etwas sein, – was Politik nicht erreichen kann/wo keine Politik (als solche) hinkommt.

26. Oktober 2010

Friede, Freude, Zigarette

Alexei Romanow zündete sich eine Zigarette an. Er hauchte aus. Der Rauch kam als Dampf in die kalte herbstliche Luft des für ihn jetzigen Oktober.
Er war noch zu einer Tea Party eingeladen worden. Hatte es aber bisher versäumt, mal vorbeizuschauen. Das war schon wieder über ein Jahr her. Damals war diese Party noch mit einem losen, amateurhaft-engagiert gemachten Flyer angekündigt worden. „Komm zur Tea Party“ hieß es da – „Freiheit braucht auch Menschen, die sie fordern“ und weitere idealistische Sprüche. Alexei fand den Flyer sympatisch. Er hatte auch, wie immer, wenn ihn etwas grundsätzlich interessierte, geschaut, wann und wo die Veranstaltung stattfinden sollte. Aber er war nicht hingegangen, er ging selten zu solchen Sachen, auch wenn sie vielleicht interessant sein hätten können.

Inzwischen hatte sich das Gesicht der Tea Party verändert. Einige Partyzeitschriften hatten Rezensionen geschrieben und neue Partygäste, die vom Licht dieser Berichterstattung und der guten Stimmung dort angelockt wurden, hatten der Tea Party eine andere Richtung gegeben. Die Skeptiker hingen immer noch in der Ecke herum und rauchten. Aber die Tanzfläche wurde inzwischen von anderen Menschen bevölkert als am Anfang der spontanen Zusammentreffen unter dem Motto des leckeren Getränks, das zum Großteil aus heißem Wasser bestand.

Der kleine Mann im Kopf

Was wir sind | Was wir sein wollen | Was wir tun

Die Kieker (Die Spoekenkiekerei )

Blick in die Zukunft des politisch-medialen Komplexes

meermoabit

Moabiter Seefahrten

catveldmaus

Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen