Posts tagged ‘Mensch’

28. September 2015

Grunnsakker (ikke Grønnsaker)

Ein Mensch kann nicht besser sein, er kann sich nur besser verhalten.
Und über dieses Verhalten gilt es ernsthaft kritisch zu reflektieren und anderen ebenso ernsthaft die Chance zu geben, sich zu verhalten bzw. zu positionieren (Haltungs-Handlung) und zu handeln. – Wie auch immer sie das dann tun, und Strukturen nicht vergessen und nicht über den Menschen stellen, im Entschuldigenden wie im Anklagenden.

29. April 2015

Erfahrung und zeitlose Phänomene

Auf der Anhäufung der gesellschaftlich-institutionalisierten und überlieferten Erfahrung stehen und darauf aufbauen. Mensch kann aber auch immer wieder runterfallen.

„Hören Sie, wir hatten jetzt Aufklärung, da denken wir doch jetzt. Entweder der aufgeklärte Monarch oder wir selbst.“
„Hören Sie, wir haben das Jahr 1900, eine moderne Zeit und Gesellschaft macht so was ‚atavistisches‘ doch nicht mehr.“
„Aber bitte, wir haben das Jahr 2000, das sind doch die Kämpfe der Vergangenheit.“
„Wir haben’s 2015, da sind wir doch schon deutlich weiter.“

17. März 2014

Wie kann mensch nur die vielen sozialen Konstruktionen ernst nehmen, wie u.a. Nationen, kollektive Feinde und den Sinn des Krieges. Dachte ich mir, hier eher als Aussage als als Frage. Mensch kann das auch nicht, aber Menschen, dachte ich. In meiner echten oder übertragenen Gummizelle. In rosaplüsch konstruierte ich mir diese, individuell – so wie eine Konstruktion sein sollte. Alles Kollektive sollte vernünftig und objektiv sein, so eine mögliche Vorstellung.
Da ist ein Widerspruch des Lebens zwischen individueller Vernunft und kollektivem Unsinn. Daher auch Schumpeter die Politik nicht für massentauglich hielt. Recht hatte er, aber nicht ganz. Gleichzeitig ist diese (Selbst-)Entmündigung der Masse eine Grundlage der Kollektivkonstruktion um verschiedene unsinnige Themen herum bzw. auf diese projiziert. Hingegen sollte es objektiv sein, das Kollektiv, sachlich und vernunftbasiert. Und die Fantasie eine Sache der Individuen und des freiwilligen Austauschs.
Während den Individuen Offenheit für Fantastisches und Kreatives fehlt, finden sie – oder werden gefunden – in unvernünftig basierten Kollektivbildungen eine Spielfläche, auf der sich u.a. Gruppendynamik mit Spieltrieb und Territorial-Konstruktionen vermischen können. Aus dem Revierverhalten wird eine falsche Rationalisierung zum zu verteidigenden Großgebiet. Aus dem vielleicht eher harmlosen „Tierischen“ wird das gefährlich „Menschliche“. Das kreative Individuum im rationalen Kollektiv. Oder das konformisierte (Nicht-)Individuum mit Ausbrüchen ins unvernünftige Kollektiv.

4. Juni 2012

Der (konsequente und daher) relativ entspannte Senior

Großartig ist Gerhard Polt u.a. als ein „Ich mach’s einfach“-Senior* in legèrer Joggingjacke.** (Die zugleich modische und anti-modische Jacke ist pragmatisch-unideologisch – also nur als prinzipielles, nicht als inhaltliches Statement – mit EU-Flagge verziert.) Diese weder besonders milde, noch besonders aufgeregte Person steht an einem (für manche Menschen praktisch möglichen bzw. eintretenden) „Zu alt für faule Kompromisse“-Punkt des Lebens. Der Mensch ist nicht wütend, nicht aus Frust übermäßig weltabgewandt oder exzessiv gegen alle Windmühlen kämpfend. Er ist relativ entspannt, weil er – von der Kürze der Lebenszeit ausgehend – direkt und geradeheraus – mal pauschal, mal feinsinnig – ans Werk geht. Analyse, Bewertung und Entscheidung drücken sich bei diesem Senior als Kunst aus: Sich aufs Wesentliche zu konzentrieren und das als Unwesentlich interpretierte nur möglichst kurz abzuhandeln und auf Gegenseitigkeit jeweils denjenigen Menschen zu überlassen, denen es wesentlicher Teil des Lebens ist.

 

* Bildquelle: FAZ.net und ddp
** Einer der Charaktere und Rollen in „Offener Vollzug – Ein Staastschauspiel“.

27. Mai 2011

All is dark but some is darker

„Dark is the night for all“ vertonen A-Ha den Gedanken als eine mögliche Perspektive zurecht.
Zudem kann man praktisch erfahren: Für manche ist die Nacht dunkler. Weil sie alleine sind. Weil es keinen gibt, keinen Sinn, keinen konkreten Bezug, keine Orientierung, kein Halt, keine Oase der Ruhe.

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23. März 2011

Duplikiter Vitae

Für den rechtspositivistisch denkenden Menschen gilt in Fragen des Rechts der Satz als Grund: „Nulla salus sine lege“.   Preußen

Für den gut- und deshalb rechtgläubigen Menschen, der recht gläubig sein kann aber nicht muss, gilt: „Ecstra (oder ekstra oder egstra?) ecclesiam salus non est“.   Österreich

15. Juni 2010

Spinning Wheel

Das Pony reitet durch den nächtlichen Wind.
– Der ist nur gemalt.

Die Welt steht Kopf.

Obwohl finanziell am Tropf

des Nächsten hängt der Nächste.

Das wäre ja auch ganz normal.

Die Lebensweise ist sozial.

Doch wenn keiner mehr weiß

wer von wem tut leben

wird ganz schön anonym mit der Zeit

das Leben.

Vorteil Großstadt

Nachteil Großstadt.

Urbanes Leben

Ländliche Nähe.

Auch auf dem Lande kann man einsam sein.

In der Stadt geht man in solchem Falle öfters aus.

Was geht einem aus, bzw. ab?

Das sollte man sich fragen.

Ob Land oder Stadt.

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