Schlagwort: Musik

Für mich dermomentig ein schönes Lied. Textlich und musikalisch.
Ich ‚teile‘ das mit der Formulierung „Teilaspekt des Lebens“ aus singulär-existenzialistischer Sicht nicht, aber parallel zu dieser Sichtweise kann ich die Formulierung anklingen/nachvollziehen.
Das mit dem ‚die anderen Teile sind auch nicht schlecht‘ ist mir zu eindeutig, aber das Lied ist für mich ja ein fröhliches, optimistisch-wellendes und das ist so, unabhängig von externen Verknüpfungen zu/mit Interpretationen ‚des Lebens‘ als Ganzheits-Summierungen/-Fassungen.
Auch wenn der Text sich auch relativ auf die gesellschaftlichen Sekundär-Konstruktionen und Strukturierungen ‚der Liebe‘ (und ‚der‘ Liebe) bezieht, ist er für mich doch z.B. ein absoluter Anklang an Existierendes und ein Fröhliches Dekonstruieren (Assoziation z.B. die Fröhliche Wissenschaft). Eine Relativierung der Relativisierung der Erfahrungen von z.B. ‚Liebe‘, die basal keine reduzierte, summierte, strukturierte, hierarchisierte Einheit ist (jeweils singulär) und sind (Singularitäten).

 

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Gerade vorher sahhörte ich das offizielle Video und Lied „99 Plagen“ von Das Neue Nichts.

Dazu im Nachhinein-Nachvertextung meines subjektiven Erlebens in den ‚Momenten‘ des Videoschauens. Impressionen und Expressionen von außen und in mir (als Wahrnehmungen, Interpretationen, sich selbst erzählen etc.).
In Sätzen, die es nicht direkt beschreiben, sondern ‚eben‘ als reduzierte und sprachlich standardisierte Sätze fassen. Aber mit dem Versuch, einen sekundären Eindruck zu vertexten, etwas nachklingen zu lassen, etc.:

Als das Video losging dachte ich zuerst kurz: Oh nein, oh. Sind Text und z.B. Attitüde (in meiner Wahrnehmung etc.) prätenziös? Was ich subjektiv als prätenziös wahrnehme, klingt mich oft nicht an — so re-konstruiere ich. Vielleicht aber doch — es kommt auf den singulären „Fall“ an, z.B. wenn ich subjektiv neben „prätenziös“ auch andere Re-Konstruktionen interpretieren würde.
Bei weiterem Schauen&Hören des Videos war es „aber“ dann gar nicht für-mich-prätenziös, sondern ein geiles Erlebnis. Erst: „Was macht der mich an Tobey Maguire erinnernde Sänger da?“ Und dann war das Video ansteckend/ein in mir anklingendes Bewegtbild und Ton.
Der Text, der für mich indirekt und nichteindeutig etwas an-beschreibt, z.B. die Aspekte der existenziellen Situation.
Parallel dazu (als Eigending und gleichzeitig mit dem Text wahrgenommen) die Musik, die nach Wiederholung klingt, melodiös „unmelodiös“/nicht ein Guss ist und rhythmisch rhythmisch bzw. bum bum, tanz. Ein Genuss der (oder wahrgenommen als Referenz zur) Uneindeutigkeit mit (aber) rhythmischem bum bum, was ja für sich und zum „Gesamtlied“ eine Struktur ist (und/oder als Struktur empfunden werden kann), dabei aber für mich keinen Allgemeingültigkeitsanspruch erhebt – nicht gegenüber (abstrakt) dem (Gesamt-)Text oder der (Gesamt-)Melodie und nicht gegenüber mir als wahrnehmendes Subjekt.

Musik im Film, Offenheit und suggestive Festlegung

Musik in einem Film. Wenn es sich um Lieder und Teile von ganzen Werken handelt. Grundsätzlich mögliches (und für mich oft auftretendes) Problem damit: Wenn ein Film einem gleichzeitig zur Musik zeigt (in diesem Moment festzusetzen/suggerieren versucht), was mensch zu der Musik für Bilder haben soll. Und umgekehrt erzeugt die Musik eventuell Gefühle bzw. Stimmungen, durch die die Bilder/die jeweilige Szene im Film in ihrer Wirkung mit vorgegeben wird. Die Musik ist ein Teil der Szene, um diese im Sinne des Regisseurs zu betonen bzw. mit zu formen. Dafür und dadurch werden die Bilder und Filmszenen aber gefühlsmäßig (bzw. musikalisch, in einem weiterem Sinne des Begriffs) aufgeladen, und in eine Richtung geschoben. Weiterlesen „Musik im Film, Offenheit und suggestive Festlegung“