Schlagwort: Praxis

Möglichkeit des Mehr als nur Reproduktion

Wir Menschen in unserer Struktur – in Raum und Zeit. Gefangen im Korporatismus – deal with it. Gleichzeitig Momente jenseits der Reproduktion versuchen: Theorie der Vernunft wagen und existenzialistischen Ausbruch praktizieren. Das subjektive Träumen nicht vermiesen lassen und (ernsthaft) so gut es geht, Heterotopien des inter-subjektiven Spielraums erschaffen/herausarbeiten. Einen Raum für gleichberechtigte Kommunikation und Praktizieren von Subjektivität aufbauen. Und diese geistigen und örtlichen Räume lebendig halten (also auch die status-soziologische Erstarrung vermeiden und geistige Bequemlichkeit immer wieder durch Praxis neu in Bewegung versetzen).

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Lähmung durch das postmoderne Ende der Einfachheit, statt postmodernistische Vielfaltsförderung.
Pseudomoderne Rückkehr der Einfachheit statt qualitativ weitergehende Praktizierung der Moderne.

Soziologische Abgrenzungsorgien statt politischer Auseinandersetzung.

 

Revolte (hier geschrieben als Camus-Kantisch als Aktivität gegen Unvernunft) in der Praxis ist u.a. das Gegenteil und im grundlegenden Unterschied zum so genannten Pragmatismus* (als Ideologie oder Ausrede). Pragmatisch-„sein“ hier gemeint als eine feststehende, „pragmatische“ Art der Reaktion auf das Leben. Und dabei keine vernünftige, höchstens zweckrational.

* Gemeint ist nicht die Philosophie des Pragmatismus.

Politische Theorieebene und Theorien: Nur sinnvoll, wenn ernstgenommen. Dann aber Utopie und energie-aufwändig.

Statt dessen: Existenzialistischer Individual-Differenzialismus. Nicht nur, weil sich’s für mich nett anhört.
Existentialistischer Biedermeier. Radikal (im Sinne der nicht-nur-oberflächlichen Abhakung) analytisch basiert. Individuell und konkret angewendet. Nicht nur, aber vielleicht oft. In Hemingway-kurzen Sätzen redend. Denkend anders. Lange Denken und reflektieren. Sich aber temporär für etwas entscheiden (kritisch-rational trial and error), und das spontan ausdrücken.

Traurige Wahrheit oder lebbare Praxis? Relativ effektiver als theoretische Frustration? Dabei auf die (immer als anwesend zu rekonstruierende) Relativität pfeifend. Individuell, absolut(e Gewinne/nicht status-relativ orientiertes Leben), liberal (im Sinne von individuell, distanz-respektierend und offen).

Dabei eine reine Theoretisierung in die Praxis umgesetzt. Also nicht die Theorie so lange verkürzen, bis sie in die Praxis passt. Auch nicht Pragmatismus, der die Fantasie und die Literatur des Lebens beendet, weil „man soll nicht träumen“ (oder wenn dann nur in dafür vorgesehenen Räumen/Zeiten etc.). Sondern die Unumsetzbarkeit der Theorie im Großen/Allgemeinen einfach bewusst-reflektiert ignorieren. Und im Konkreten machen. Oder eben praktisch andeuten, aber nicht als politische Darstellung auf eine Öffentlichkeit bezogen (der das Ganze meistens egal ist). Sondern für das konkrete Treffen von sich selbst mit anderen Individuen theo-praktiziert.