Schlagwort: Satire

United against nonunity and non-unity. 🙂

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Der EnglĂ€nder, der Waliser und der IslĂ€nder

Die EU-Europameisterschaft–EU ist ja Europa, kein Europa neben der EU!–hat nun das verdiente Ergebnis fĂŒr die nonkonformistischen Staaten gebracht.

Erst ist der EnglÀnder ausgeschieden. Dieser handelnde-wandelnde Kaufmannscharakter, mit seinem unsteten Charakter. Die jegliche Tiefe vermissen lassenden doofen Arbeiterschicht-EnglÀnder sind den durchtriebenen und verschlagenen Gauklern der dunklen Seite zum Opfer gefallen.
Es ist auch gut, dass die sch*** IslÀnder ausgeschieden sind. Die wollen ja nicht mal in unsere EU.
Jetzt mĂŒssen nur noch die Nazi-Waliser ausscheiden. Die haben auch mehrheitlich falsch abgestimmt, wollten raus aus unserer moralisch ĂŒberlegenen Gemeinschaft, aus der man nicht ungestraft austreten sollte. Raus aus dem Licht, rein in die Dunkelexistenz außerhalb des regionalen Machtblocks.

Bei den IslĂ€ndern wollte ich das nicht so offen sagen, dass sie bösartige–oder wahlweise dumme–EU-Feinde sind. Das gĂ€be derzeit noch sozialen Punktabzug. Aber da wird der Wind sich auch noch drehen. Aus den netten IslĂ€ndern werden dann schnell Wikinger-Nazis werden, die sich gegen die Moderne und die EU stellen und rĂŒckwĂ€rtsgewandt an ihrer veralteten nationalstaatliche Demokratie festhalten wollen. Unbelehbar. Obwohl doch die EU so viel zur Erziehung der Menschheit getan hat. Erkennen die IslĂ€nder das Licht nicht und wollen im Dunkeln des Kreuchenden und Fleuchenden, der offenen Nichtmitgliedschaft bleiben? Die IslĂ€nder, auch so ein Inselvolk, das ist eh schon verdĂ€chtig, sind ja derzeit noch medial beliebt, weil ihnen auch von den besseren Menschen der Underdog-Status zugeschrieben wird. Und bei den Walisern sind wir auch noch nicht aufgewacht. Die sind aber, das gehört zu der uns eigenen Ehrlichkeit dazu, Teil dieses dreckigen Aussteiger-Spiels. Aber deren blaues Wunder wird auch noch kommen. Da stehen sie dann allein mit den englischen VerrĂ€tern. Die Schotten werden ihren guten Ausstieg aus dem Vereinigten Königreich vollziehen und zurĂŒck ins Imperium kommen.

Bei den EnglĂ€ndern konnte man gut draufhauen. Richtig Humor beweisen mit HĂ€me und abwertenden Pauschalierungen. Da kann der kultivierte EU-Mensch zeigen, was er von den exzentrischen englischen Nazis hĂ€lt. Die wollten sich ja nicht mal von Deutschland erobern lassen damals. Immer schon isolationistische Tendenzen gehabt. Dreckiges Pack, sind das ĂŒberhaupt Menschen oder Inselaffen? – Lol!
Sollen mal sehen wie weit sie kommen, wenn wir die Kontinentalsperre wieder einfĂŒhren. Da wird er noch schauen, der Aussteiger, der Abweicher, der meint, kleine Staaten könnten auch existieren. Der wird sich noch umschauen, was er davon hat, unseren Machtblock zu verlassen. Geistig und wirtschaftlich wird der EnglĂ€nder nun von uns isoliert werden. Sie sind nun wieder die unbedeutende kleine Insel geworden, die sie schon im Zweiten Weltkrieg waren. Immer schon renitent und uneinsichtig. Das sinnstiftende Projekt EU können sie sich nur noch von Außen ansehen.

„Selber schuld“ kann man da im heute-journal-Jargon nur sagen.

Comedy/Satire, die zuerst einen Punkt (gemeinten Sinn etc.) konstruiert, den es im weißen Rauschen nicht gibt. Und dann diesen Punkt „lustig“ zerlegt. Ist fĂŒr mich meist nicht lustig. Ist aber, wie das Leben als Erfahrung und Perspektive, Interpretation etc., subjektiv.

Fiktive Wahlwerbungs-SĂ€tze

„Deutschland quĂ€len, GrĂŒne wĂ€hlen.“
„AfD – die Alternative fĂŒr ein Deutschland, das es nicht mehr gibt.“
„CDU. Wir sind immer stabil und verlĂ€sslich da, wo Angela Merkel gerade spontan hinsteuert. ‚Die Kanzlerin‘ steht ĂŒber den Parteien.“
„SPD, schwache Positionen, dafĂŒr deutliche Worte gegen alles was wir als ‚rechts‘ bezeichnen.“
CSU: „Wir sprechen uns zĂŒnftig gegen die aus unserer Sicht falsche ungeregelte Einwanderungspolitik von Angela Merkel aus. Etwas daran verĂ€ndern können wir leider nicht – wir sind ja schließlich in der Regierung.“
„FDP; Wirtschaftsliberalismus ist nie populĂ€r, vielleicht finden wir ja irgendwann ein anderes Thema.“
„Linkspartei – Merkel wird das schon machen, aber irgendwas anderes sollte auch noch gesagt werden. Wenn sie nur wollen, nehmen sie Katja und Sahra mit auf Traumreise.“

Gefahr fĂŒr Wirtschaft und ordentliche LebensfĂŒhrung: Der „Atomismus“

Hei, mal was „Überraschendes“ (fĂŒr manche schon): Wenn der Individualismus eines Menschen sich in der Feststellung erschöpft, dass jeder Einzelne sich funktionalistisch und normativ, innerlich wie Ă€ußerlich, den jeweiligen (von der jeweiligen GesellschaftsatmosphĂ€re und den angesagten Ideologien und ihren ReprĂ€sentanten „selbstlos“ vorgegebenen) Gegebenheiten anzupassen „hat“, also individuell „verantwortlich“ dafĂŒr sei, seine IndividualitĂ€t abzutöten/zu ĂŒberwinden (mit oder ohne „Hilfe“), dann ist es kein Individualismus. Ja hoi, denke ich in nichtstandardisiertem oberschwĂ€bischen Dialekt. (Dialektisches Denken ist wieder was anderes, könnte damit aber auch verbunden werden.)

Dieser Hinweis enthĂ€lt ein wenig Ortega y Gasset, soll aber kein Pessimismus aus inhaltsarmen DistinktionsgrĂŒnden sein, sondern an-gedachter, fragmentarisch unvollstĂ€ndig und in Momenten, nicht Festlegungen, an-angewandter Pluralismus.

Mein derzeitiges VerstÀndnis/ErzÀhlung von Individualismus ist: Dass es hinter allen ent-individualisierten, gemusterten, strukturierten, kontingent geordneten und hierarchisierten Mustern und Festlegungen (selbst- und fremd-autoritÀren Vergewisserungen und Hierarchie-Ideologien als Weltbildstabilisierungen etc.)
immer noch eine Welt der individuellen Dinge gibt, die wir ab und zu in schönen — weil sie nicht die ewige Wiederholung der Strukturierungen sind — ‚Momenten der IndividualitĂ€t‘ als IndividualitĂ€t an-wahrnehmen/erleben können.

Gefahren fĂŒr Volk und Staat

Zumindest oberflĂ€chlich selbstglaubhaft konstruierte Sicherheit und Gesundheit sind wichtige Leitmotive (einer Gesellschaft, in der der Selbstzweifel auf den Anderen ĂŒbertragen werden soll – gerne auch autoritĂ€r. Einer Gesellschaft, in der viele nach autoritĂ€ren/“verbindlichen“ Zielen und (ersatz-religiöser) Orientierung suchen).

Der eifrige Polizist stellte bei dem Mann ein Fass mit 100 Liter Bier „sicher“ – es wurde im Sinne der Disziplinierung des Gemeinwohls, und dessen rituell immer wieder zu wiederholenden Rettung, aus dem notorisch verantwortungslosen privatistisch-liberalistisch-individualistisch-atomistischen Verkehr gezogen. Es kam folgerichtig zu einer Anzeige wegen unerlaubten Drogenbesitzes und mutwilliger ungesunder Lebensweise. Das Verfahren wurde bis zum Erlass einer Verordnung auf Basis eines Gummiparagraphen, oder der Verabschiedung eines Gesetzes gegen diese volkskörperschĂ€dlichen Umtriebe eingestellt.