Schlagwort: Soziologie

Unterschiede der Sozialwissenschaften

Mir fiel  heute ein, dass es so sein könnte/man es so interpretieren könnte, dass

die Soziologie und Psychologie viel mehr über menschliche Verhaltensmuster; Ähnlichkeiten; Wiederholungen; Möglichkeiten, Muster zu re-konstruieren ‚wissen‘. (‚Wissen‘ im Sinne von in rationaler Logik und Zusammenhangsbildung nachvollziehbar begründet annehmen, rekonstruieren oder konstruieren können.)

Als die Wirtschaftswissenschaft. Die weiß wenig und von dem was sie weiß ist ein größerer Teil Wissen, Musterbildung und Interpretation der Soziologie und Sozialpsychologie etc.

Wenn es so ist/interpretiert werden kann. Liegt das am Thema/Bereich der Wirtschaftswissenschaften -> also der Wirtschaft und wirtschaftlicher Vorgänge etc.? Oder daran, dass die Wirtschaftswissenschaft keine eigene Methode hat/ist? Oder keine sozialwissenschaftliche Methode?

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Soziologie, Philosophie, Psychologie

Soziologie macht Desillusion, Beklemmungen und leermütig.
Philosophie ist ein Zirkel — das ist wohl der Sinn der Philosophie (kein allgemeiner Sinn).
Psychologie sollte mich (und jeden der es mag) aufheitern, dabei aber gut und schlecht, Probleme und deren Lösungen, mir (als) praktikabel verkaufen. (Und nicht zu praktikabel, denn der Mensch ist abhängig von Problemen wie von Lösungen.) Im Sinne Pierre Bourdieus: Nicht die Illusion nehmen–das ist nicht nötig (man „weiß“ es ja) und schafft (aus Notwehr der menschlichen Psyche) in der Regel nur neue Illusionen oder Anti-Illusionen. Sondern neue Erzählungen, nach dem Ende des primären Sinns, ermöglichen. Und mich die Suche, die kein fest-stellbares Ziel (nicht fest und nicht an einem bestimmten Ort zu stellen) sein und haben kann, so zu akzeptieren helfen, dass sie kein Ziel mehr haben muss, sondern für sich steht und läuft und was sie so macht.

Allgemeine Erkenntnisse und verschiedene Soziologiken

„Sie lehnen den Begriff der Sozialen Kontrolle ab. Daher – vielleicht deshalb, aber das ist eine soziologisch-theoretische Frage – können sie beim Soziologen-Treffen nicht weiter teilnehmen“ sagte er freundlich.
„Zumindest in seiner, oder einer, essenzialistischen Form, ja,“ bestätigte ich und blieb noch eine Weile vor dem Konferenz-Gebäude stehen. Und auch vor dem Gedankengebäude.

Wir als offen und Wir als Definition

Wenn Menschen nicht das Menschsein als „wir“ (kleingeschrieben als Aufgabe) erarbeiten, schaffen sie sich ein anderes „Wir“. Z.B. (als) eine ausgrenzende, rechtsungleiche oder abgestufte Form von „Menschheit“ – die gehören dazu, die anderen nicht. Oder in Gruppen und Gemeinschaften, die sich abgrenzen. Nun, abgrenzen ist strukturell nachvollziehbar. Aber oft, nicht immer, gesellt sich dazu ein Überlegenheitspostulat, und dazu, oft, eine „Mission“ bzw. eine Ausrede, andere Menschen zu unterdrücken, Hierarchien zu erzwingen u.a.

Und da gibt es noch die Stirnerartigen und Dávilaisten. Respekt auch diesen.

Ist gemeinsam leben schwierig, aber bereichernd?

Also ich finde die unten zitierte Idee einer Umsetzung eines Zusammenlebens auf theoretischer Grundlage gut. 🙂 Ob das in der Praxis weitergedacht und durch Erfahrung ausgefeilt werden kann ist offen. Das ist doch schon mal was. Wenn es auch zunächst skurril anmuten kann.

Wenn junge Menschen zuviel Judith Butler lesen…

Text einer leider inzwischen gelöschten Anzeige auf der Website wg-gesucht.de (womöglich steckte aber auch eine Castingagentur für ein schräges Reality-Format dahinter):

Hallo WG-Suchende,

für unsere 5köpfige WG suchen wir ab 10.09. oder 01.10. oder 01.11. eine_n langfristige_n Mitbewohner_in, die_der sich nicht cis-männlich positioniert; eine längere Zwischenmiete nach Vereinbarung wäre auch möglich.
Das Zimmer ist ca 12 qm groß. Wenn es dir sehr wichtig ist, in einem größeren Zimmer zu wohnen, wäre noch das 14qm Zimmer verhandelbar. Das freie Zimmer kostet mit allem drum und dran 235,- €. Wenn du in einer schwierigen finanziellen
Situation lebst, würde ein Teil von uns dich bei der Miete entlasten können. […]

Der weitere Text […]

Traum-Geschichten

Ich habe heute von einem Text(auszug) geträumt, in dem die ‚Soziologie‘ als (erkenntnisbringende) Wissenschaft ziemlich verrissen wurde. Ein Zitat aus dem Traumtext (Traum hier keine Wertung, sondern eine Eigenschaftsbeschreibung): „Die einzige (nachweisbare) Leistung der Soziologie ist die Integrationslehre bzw. der Integrationswille. […] Was hat die Soziologie in all den Jahren ihres Bestehens hervorgebracht?“

Hintergrund des Traums ist vermutlich meine derzeitige, vom Studium ausgehende, Beschäftigung mit Wissenschaftstheorie und sozialanalytischen Theoriemodellen, wie unter anderem „Homo oeconomicus“ und „Homo sociologicus“.