Posts tagged ‘Strukturalismus’

17. Juli 2017

Es kommt wie es kommt, am Bewusstsein vorbei, fragmentarisch aufgenommen und nicht aufgenommen, bewusst/unbewusst zu Tage tretend und nicht.
Man ist frei.

Ich bin keine Einheit. Ein großer Druck kommt von des sekundär als Notwendigkeit gemusterten Musters der Vereinheitlichung des „Selbst“, des „Weltbildes“, der Ideologie etc.

Fragmentarisch exstenzial. Vereinheitlicht strukturiert. Parallel. Ohne Druck geht es nicht – ein Muster.


 

Dangerous Person? – diving

21. Dezember 2016

Die Leere der strukturalen Ebene

Feuerbringer in Referenz zu Sam Harris schreibt über:

Was wollen Dschihadisten wirklich?

https://feuerbringer.wordpress.com/2016/12/21/was-wollen-dschihadisten-wirklich/

Eine Möglichkeit, was Dschihadisten „wollen“/ausdrücken/etc. ist:
Sie verhalten sich so, dass* sich eine Gesellschaft öffentlich fragt: Was wollen Dischihadisten wirklich?

Strukturale Handlungen sind (Sinn- und ggf. Trieb- und Energie- etc.-)Verschiebungshandlungen, die um einen leeren Kern kreisen (so z.B. in einer Interpretation [durch Leser und Autor] von Jacques Derrida).

___
* Nicht voluntaristisch gemeint.

5. November 2016

„Es muss nicht immer Strukturalismus sein“ sagt er zu mir und wird subjektiv. In Anführungsstrichen, denn etwas wird nicht, etwas ist.
Unstrukturiert und seind. Nicht seiend im Konjunktiv, sondern subjektiv — als Bewusstsein, welches Ausgangslage des Subjekts ist — ist-end. Ohne End, ohne Anfang würden u.a. manche Postmodernisten sagen.
Das Bewusstsein ist dazwischengeschaltet, als Metapher — also das Dazwischengeschaltet und das Bewusstsein nicht-selbst als Metapher. Das Bewusstsein z.B. interpretiert als — unter allen anderen Möglichkeiten des Bewusstseins und seiner reflexiven Nichtselbst-Wahrnehmung — fragmentarische Wahrnehmung des Nicht-Selbst.

11. Juli 2016

Die zwei Vergleichsformulierungen stimmen beide vermutlich zur selben, oder zumindest vermutlich zur gleichen, Zeit:

Weiter-Weiter-ad infinitum Funktionalismus:
Die Lage ist [immer–das motiviert und hält immer am Laufen–] ernst, aber nicht [funktionalistisch: niemals] hoffnungslos.

Sinnfrage ernst genommen:
Die Lage ist hoffnungslos [formulierbar z.B. als zirkulär, wiederholend, muster-reproduzierend, strukturalistische Konstruktions-Austauschbarkeit, etc.], aber nicht ernst. [Als solches absurd und immer zugleich ernst und unernst -> also nivellierend, und nur [[oder immerhin]] ein Spiel der zueinaner und gegeneinander gestellten, aus dem Nullsummenspiel inflationierten [[als Blasen, vielleicht aus virtuellen Teilchen und Anti-Teilchen gebildeten]] Konstruktionen.]

25. Februar 2016

Immer schön aufregen, Blutdruck hochhalten. Sonst wird’s (einem/das Leben) langweilig.
Und wenn das dauernde Aufregen langweilig wird? Dann helfen Entspannungsübungen, entspannen ist jetzt wirklich wichtig. Entspannung ist angesagt.

Langeweile ist ein Privileg! Ich könnte mich aufregen über Leute, die ihre Langeweile zur Schau stellen. Ich reg mich auf. Da muss man sich doch aufregen. Ich brauch dann immer was zur Entspannung.

24. Februar 2016

Lachen oder Weinen in der Binarität

„Diese dreckigen braunen Ratten Pack Abschaum Bodensatz von Sachsen. Allesamt braune Nazis und nicht zur Gemeinschaft gehörend.“
„Warum?“
„Weil diese braunen Packratten-Sachsen alle pauschalieren und pauschale Feindbilder haben.“

21. Februar 2016

Strukturalismus  – – Nihilismus
– – absoluter und/oder relativer Relativismus
– – Absurdismus                                  – – Zen

8. Januar 2016

Eine Schwerkraft für alle, verschiedene Abstände zum Kern

Wir halten uns primär nicht an Normen (soziale Normungen, Standardisierungen, Gleichmachungen, Uniformierung, etc.), weil diese moralisch gut oder schlecht sind, sondern weil diese unsere Aufnahme in die jeweilige (historisch bestehende) Gesellschaft und die jeweiligen sozialen Gruppen erleichtern (je nach dem von überhaupt ermöglichen bis verbessern). Wohlverhalten ist unsere Eintrittskarte und (entziehbare) Aufenthaltserlaubnis in den sozialen Gefügen.

Diese Einfügung in das Gesamtgefüge ist ein soziales, nicht-individuelles Phänomen, welches aus Effekten besteht und nicht aus dem (theoretisch freien, bewussten) Handeln von Individuen. Nur handelnde Akteure, denkende Wesen, sind potenziell/theoretisch zu moralischen Unterscheidungen fähig. Ein soziales Gefüge ist kein mit Bewusstsein ausgestatteter Akteur und handelt nicht. Daher sind soziale Gefüge a-moralische Phänomene, sie haben also weder moralische, noch unmoralische Kategorien. Ein Gefüge existiert nicht nach einer moralischen Einschätzung (das können nur Lebewesen mit entsprechendem Bewusstsein), sondern nach der/seiner Funktionalität – wenn es sich reproduzieren kann und stabil bleibt, bleibt es, wenn nicht ändert es sich oder hört auf zu existieren. Das geschieht auch nicht nach moralischen Kategorien, sondern systemischen und strukturellen Aspekten. Ein soziales Gefüge überlebt nicht, weil es moralisch „gut“ ist oder „schlecht“ etc., sondern weil es funktioniert/sich reproduzieren kann.

Die verschiedenen sozialen Gefüge
– von einer kleinen bis zur großen, abstrakter konstruierten, Gruppe; und einer darüber existierenden Gesellschaft (als ein etwas differenzierterer, also teils kleinere Widersprüche in den Normierungen aushaltender, Überbau) –
haben unterschiedliche Logiken, die im Gesamtgefüge integriert sind. In den jeweiligen konkreten Kontexten (z.B. dem Teilsystem ‚Kultur‘ oder dem Wirtschafts-Teil-System) gibt es jeweilige soziale Normen und Standardisierungen etc. Diese sind nicht von Menschen „gewählt“ worden. Sie sind Audruck der Gesamtsystemlogik, der Teilsystemlogik und der sich daraus ergebenden/sich von diesen ableitenden strukturellen (nicht von Menschen vernunft-ursächlich oder sonstwie bewusst gewählten Konstruktionen -> Vgl. Rationalismus als Gesellschaftsplanungs-Vorstellung in der Zeit der Aufklärung [und allgemein]) Arrangements.
Die Menschen interpretieren mehr oder weniger viele der jeweiligen bestehenden Normen als angenehm/als „ihre“ Normen (weil diese jeweiligen Normierungen charakterlich und biografisch [genetisch und Lebenserfahrungen] zu ihnen passen, oder weil sie durch die Umstände in ihrer Lebensbiografie reibungsarm/glatt sozialisiert und in die jeweiligen – im Prinzip, aber nur theoretisch: kontingenten – Normvorgaben eingefügt worden sind).

Es geht also ursächlich (so weit man es nachverfolgen kann, also im kritisch-rationalen Sinne: basal) nicht darum, ob eine Norm/Standard/soziale Gleichmachung moralisch legitim oder nicht, vernunftethisch vernünftig oder nicht etc. ist. Es geht darum, ob eine Norm effektiv existiert und ob sie den Logiken des sozialen Gesamtsystems (mit seinen Teilsystemen) entspricht.

Normierungen und Gleichmachungen sind ein Ausdruck unserer in Gruppen (und heute zusätzlich und das Gesamtgefüge-anders-arrangierend: in Gesellschaften) uns gegebenen Lebensweise. Die Normen sind ein Ausdruck der Funktionalität. Alles Normabweichende wäre anstrengend für das System und dessen Effektivität. Und wir fügen uns – ganz „natürlich“ oder weil wir mit Zuckerbrot und Peitsche diszilpliniert und „überzeugt“ (nicht in Vernunftkategorien) worden sind.
Überleben, unsere Sicherheit, unsere Versorgung mit basalen Dingen (Essen, Obdach, Krankenversorgung etc.) und ein mehr oder weniger großer Wohlstand, Konsum etc. stehen für uns als Menschen aus unserer Akteursicht/Sicht als Handelnde auf dem (systemisch und strukturell vorgegebenen) Programm. Für die Systeme selbst und deren Strukturen „geht es“ um ihr Funktionieren und ihre Reproduktion, nicht mehr und nicht weniger.

Aber/Und – als erschreckende oder beglückende Momente – gibt es für manche und manchmal Momente der Abweichung. Ein kleiner Ausflug mit/zu etwas mehr Abstand zur Schwerkraft der biologischen und sozialen Systeme und Strukturen.

„Das mögen vielleicht Künstler oder in ihrer Wahrnehmung der systemischen Ordnungen ver-rückte Menschen erleben, aber ich als Normalbürger doch nicht.“

Doch, es könnte auch Sie treffen. Falls Sie einen erleben und wahrnehmen – und Sie sich währenddessen nicht die ganze Zeit Sorgen um soziale Verstoßung und Statusverlust machen (müssen) – genießen Sie diese Momente und Ausflüge, falls Sie der Typ dazu sind.

5. Januar 2016

Es gibt Opposition gegen das Bestehende, und es gibt Opposition innerhalb des Bestehenden.

Die außerhalb des ‚aktiven’/repräsentierenden Teils des Systems verortete Opposition kann inhaltlich & strukturell gehalthabend sein/sich in beschränktem Maße so bewegen. Dadurch ist sie
– relativ authentisch (im Sinne der nicht abschließbaren ernsthaften Suche nach Authentizität, das heißt: nicht offensichtlich unauthentisch)
– und in ihrem (mehr oder weniger großen, abweichenden) Gehalt theoretisch (etwas) gefährlich für die Reproduktion des Gesamt-Systems (als dem Gefüge der verschiedenen Teilsysteme und deren Strukturen und Substrukturen etc.).

Die innerhalb des repräsentierenden Teils eines oder mehrerer Systeme (Wirtschaft, Kultur, Politik, oder anders formulierte) verortete Opposition erfüllt eine wichtige Funktion für die dauerhaft stattfindende Stabilisierung und Reproduktion der jeweiligen Systeme, und damit insgesamt für das Gesamt-System. Die systemisch als „innen“ integrierte Opposition ist keine Opposition, die Grundsätze in Frage stellt. Sie repräsentiert ein Gewicht zum Ausgleich oder der Balance innerhalb der systemischen Parameter.

3. Januar 2016

Rationalität, Kritik etc. und gesellschaftlich-systemischer und -struktureller Rahmen

Es gibt in einer Gesellschaft – vereinfacht zusammengefasst formuliert – die erlaubten und die nicht erlaubten Dinge:

– unmoralische/vernunftethisch falsche Dinge, die gesellschaftlich erlaubt (oder stärker: institutionalisiert) sind, also systemisch erlaubt/nicht „zu bekämpfen“ sind. Diese erlaubten Dinge werden von den wichtigen gesellschaftlichen Akteuren (welche system-funktional und strukturell für die konkrete Ausgestaltung des vorgegebenen System-Rahmens zuständig sind) entweder toleriert oder gefördert (rhetorisch, materiell etc.). Z.B. als ‚erlaubte Abweichung‘ aka ‚künstlerisch wertvoll‘, als ’notwendiges Übel‘ deklariert oder als ‚moralisch‘ und ‚gut‘ (um)deklariert.

– ethisch falsche Dinge, die nicht erlaubt sind.

Ähnlich dazu gibt es auch gesellschaftlich als ‚gut‘ und als ’nicht gut‘ eingestufte Dinge (Ideen, Handlungen, Gruppen, etc.). Ein Beispiel für die einzelnen Erscheinungsformen/Folgen dieser systemisch-strukturell begründeten* (Zu-)Ordnung der Dinge [vergleiche Michel Foucault]: Die Religionsausübung.

Offizielle und gesellschaftlich-gouvernemental geordnet erfasste Kirchen ’sind‘ (d.h.: werden systemisch und gesellschafts-strukturell eingeordnet und bezeichnet als) gesellschaftlich gut. Als „Sekten“ bezeichnete Formen Religionsausübung sind gesellschaftlich-gouvernemental schlecht.

Ebenso gibt es irrationale und rationale** Dinge, die erlaubt sind oder erwünscht. Und irrationale und rationale Dinge, die verpönt sind oder system-bedingt (und durch die entsprechenden system- und struktur-tragenden Akteure) ausgegrenzt werden.

Alles, was gesellschaftlich inkorporiert, diszipliniert, gesteuert und kontrolliert werden kann, kann erlaubt sein. Was sich der gouvernementalen Rahmung und Eingliederung entzieht wird gesellschaftlich als negativ zugeordnet.

___
* Die systemischen und strukturellen Rahmenbedingungen (Grundlagen und darauf aufbauenden Strukturen) sind die relativ ursprüngliche (im sozialen Bereich, nicht im naturwissenschaftlichen, was wieder dahinter stecken mag) (Ver)Ursache dessen, was Menschen in Systemen und Strukturen dann dem entsprechen/das nachvollziehend ausführen, in dem sie es in Handlungen umsetzen.

Auch dabei können Abweichungen (sozusagen Mutationen) passieren. Diese werden aber in der Regel schnell wieder disziplinert/“unschädlich“ gemacht. Einige Wenige davon verändern
– kulminierend, zusammen mit anderen Veränderungen, graduell oder in einem punktuellen Umbruch; nicht-intentional und nicht bewusst steuer-, plan- oder gestaltbar –
bestimmte Parameter des Systems. Allerdings verändern auch diese unbeabsichtigten/unabsehbaren systemisch-strukturellen Veränderungen vermutlich niemals die Grundlogik und die Grund-Bedingungen von Systemen und Strukturen als solche. Allen voran (in der gesellschaftlichen Status-Konstruktion hierarchisch) die system-repräsentierenden/-anführenden Akteure (Funktions-Eliten in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen).
** Was in einer Gesellschaft als rational gilt ist auch (ko-)bedingt durch systemische und strukturelle Anforderungen, Logiken und Dynamiken. Aber auch wenn wir uns ‚Als ob‘ auf eine umfassende Rationalität einigen würden, würde die Gesellschaft qua strukturaler und systemischer Anforderungen immer noch zwischen erlaubten (systemisch und strukturell gestatteten) und unerlaubten, erwünschten und unerwünschten etc. rationalen Handlungen und Kritik unterscheiden. Die gestattete/erwünschte oder zumindest tolerierte Kritik wäre dann aus Sicht der system- und struktur-tragenden Akteure und Institutionen „hilfreich“, „konstruktiv“ etc. und die ‚falsche‘ (auch die noch so rationale) Kritik wäre „destruktiv“, „utopisch“, „verrückt“, „fantasierend“, „obskur“, „düstere Absichten“, „überzogen“, „maßlos“, „radikal“, „unausgewogen“ und viele sich im Laufe der Menschheitsgeschichte dauerhaft wiederholenden Sprechschablonen mehr.

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