Allgemeiner Derzeit-Zustand des Bereichs ‚Utopie/n‘ in meinem Denken.
Mit Anklang auf den Text ‚Berührungsangst‚ von Milch_Honig.

Die technologische Utopie ist derzeit die einzige Hoffnung auf (quantitative und vielleicht sogar qualitative) Veränderung, die ich habe.
Das 2.0 als Veränderung der sich immer wiederholenden reduktiven Musterung in 1.0. Dass die Utopie erreicht wird ist fraglich. Ob es, wenn sie erreicht wird/ist, besser ist, ist ungewiss.
Die Existenz als zusammengefasste (als-ob-)Ganzheit ist ambivalent. Ob sich diese, dem menschlichen Ganzheits- und Eindeutigkeits-Drang/-Muster/-Aspekt entsprechende, Reduktion beim Menschen (oder Postmenschen) in plurale Erfahrungen aufteilen kann, ist für mich eine der Fragen (m)einer Utopie 2.0. Eine Pluralisierung, wo weder das Private noch das Öffentliche eine als-ob-Ganzheit darstellen, innerhalb oder zwischen denen es um die selektiv-reduktive Ordnungsfestlegung und Hierarchie (Hegemonie) geht. Eben (gleichermaßen, gleicher Maßstab, rational) auch keine Hegemonie des einseitig-aspektuell ‚Unbegrenzten‘, was in anderen Aspekten dann um so mehr begrenzt und die Existenz-Pluralitäts-Erfahrung normiert und reduziert.

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Der intensivere eindeutigere Geschmack der/mit den ‚einfacheren‘ oder aus weniger Richtungen/Unterschiedlichkeiten zusammengesetzten Chips.
Der differenziertere Geschmack der/mit den unterschiedlicher zusammengesetzten Chips.

Eventuell bei den Differenzierteren: Die verschiedenen Geschmacksrichtungen und Aspekte können auch intensiv herausgeschmeckt werden? Mit Training oder mit Aufmerksamkeit etc.? Sich trotz Differenzierung die Intensitäts-Fähigkeit erhalten? Möglich?, mehr oder weniger?

Das “’Alles“ in einem‘ und das ‚vieles (und nicht eines) für vieles‘. Und dabei die Pluralität zwischen den verschiedenen Formen. Und vermutlich muss es dazu die Dialektik zwischen den Mustern/den Forderungen nach Klarheit (durch einfachere Differenzierung/quantitativ größere Teilgruppen) und nach Differenzierung (der einfachen Differenzierung) geben und dieses Spannungsfeld der verschiedenen Formen (für die verschiedenen Muster und Aspekte) erhalten werden/gespannt sein.
Dass weder die klarer definierten noch die differenzierter bis diffusen Chips die anderen aus dem präsenten/tatsächlichen/repräsentierten Angebot verdrängen.

Dialektik der Chips. Ohne diese keine Pluralität, denn die gibt es nicht als Ganzes (als vereinheitlichte Nichtpluralität).

Ich war gestern nach langer Zeit mal wieder ideologisch tätig. Das tat gut. Eine selektive und nichtobjektiv-vereindeutigte Bestimmung (festlegende reduktive Deutung) und An- und Zu-Ordnung der Dinge zu erstellen und aus dem allgemeinen Fundus der Ideologien zu zitieren. Sich damit ausrichten. Darauf hin und darum herum zu argumentieren. Gegen die dem widersprechende andere Ideologie und Thema-Deutung und -Bewertung zu verteidigen und im Spiel um den situativen Sieg zu spielen (mit mehr oder weniger heißem, an die persönliche und gruppische Identität und das Weltbild gehenden Charakter), um einen als-ob-möglichen Sieg (einer reduktiven und einseitigen Eindeutigkeit gegen die andere) zu kämpfen. [Ein Spiel mit Illusio im Sinne Pierre Bourdieus.]
Ignorieren, dass der andere gerade so gute und schlechte Argumente hat wie man selbst. Sich im Gefecht/Spiel zwischen den Ideologien und den nichtobjektiv sein könnenden Wertungen eines Themas zu befinden. Sich festzuhalten und gehalten werden von einer Meinung, einer aufgestellten Ordnung, eines als-ob-klaren Referenzrahmens und Weltbildes.
Der Ambivalenz der Existenz für die Zeit der mehr oder weniger heißen Diskussion/en verlassen. Mit der sich u.a. der Philosoph ständig (von persönlichem Konstellationsmuster wegen) herumschlagen und diese Spannung aushalten muss.
Diese starken Spannungen (der Dialektik der sekundären Existenzformen, hier Mensch und Gruppen von Menschen) mal einseitig und nichtobjektiv in eine parzielle Richtung “aufzulösen“, zu ignorieren und als-ob-Eindeutigkeit zu erstellen und artikulieren (und damit u.a. den menschlichen Eindeutigkeits-Trieb teilbefriedigen zu können)
tut gut.

Vielleicht schaffe ich es — um meine innere Dialektik ausgeglichener zu gestalten — die auf Abstand gehaltenen widersprechenden menschlichen Mustern (Bedürfnis und Trieb nach Hordengemeinschaft, Weltbildklarheit, ideologischer Als-ob-Wahrheit und -Eindeutigkeit, u.a.) etwa gleich groß zu halten. — Z.B. quantitativ: einen etwa gleich großen Anteil von
– Parzialisierung (Weltbild, Ideologie, Identitätskonstrukt)
– und rationaler Objektivität (gleicher Maßstab für das Existierende, ohne Horden-Einseitigkeit, Gruppen-Ungleichbehandlung, Hierarchie-Erfindung etc.). Abstrakt-allgemeine und Kontext-Rationalität.

zu praktizieren.

Unwahrscheinlich, da ich derzeit in einem quantitativ vorwiegend rationalen und philosophischen Modus/Zustand befinde. Aber der Ausflug in die Ideologie, die als-ob-Eindeutigkeit und fröhliche bzw. bestimmte menschliche Muster zum Ausdruck kommende und teilbefriedigende Nichtobjektivität war.

Differentiation is maybe primary maybe not. (Structuralist logic or another differentiation logic may be primary or — as I currently think with an existentialistic ontology: differentiation [with probably zero-sum ontological basis] is secondary but effective in the reality experience of all human beings.)
Secondarily differentiation (with language, notions, concepts, abstract groupings etc.) is making up the secondary space of plurality.

Dialectics is (with)

the tension field of plurality where different
notional etc. differentiations/interpretive representations of existing things (material and immaterial, rational and value-subjective etc.)
live side by side and a tension (dialectics) holding them apart (so that at least a certain amount of plurality can co-exist in the secondary as-if-whole reduction of space we call order and have as a battle field for hegemony of one ideology against the other.
Dialectical tension of different tensors/vectors make up the secondary space of society. And keep it at the same time in an orbit around each other and around the goal of hegemony and around some degree of acceptance of commonality/play&battle ground for all involved.

Plurality of Existence (‚The Existence‘ as abstract[-open-for-plural-character] notion for: the non-mono-fixatable plural of existences)
– and partialising reductions: ideologies, worldviews, identity fixations — selective one-sided/de-pluralising/de-complexifying etc. reductions, into as-if-whole orders&hierarchies
– and Dialectics between these one-sided/hierarchising reductions, keeping them in a Tension Field called Society.

Dialectics upholds distance (repulsion of amongst others Ideological Groups and their orderings of ‚the world‘ etc.) and keeps it together as a society by attraction
– structural co-dependency of the ideologies and ideological groups that are all partial and one-sidedly imbalanced.
– And the fight&play for the hegemony within the as-if-whole battle field.

So neither ideology can fully accept the other. There always has to be a plurality of ideologies and as-if-directions that make up the tension field society.
And they can also never live without each other — no ideology is defined (has any self-definition and orientation) and no ideology can exist without respective other ideologies. There are always (from the existentially basic plurality of things) many ways to reductively construct an ideology, so there are always more than two ideologies in a society. But when things are artificially intensified, then the game/fight for hegemony is constructed and narrated by one or two ‚grand‘ ideologies as a fight between two ideologies/groups. The dualistic reduction gives intensification of the ideological experience and horde feelings. It satisfies the horde patterns of humans, and at the same time de-pluralises society. That inavoidable plurality (based on existence ontology) will then come back sooner or later again.

Dass man die Menschen als plurale nichteinheitliche, kein ‚gutes‘ oder ‚böses‘ und kein pseudo-pluralistisches ‚eher gut‘ und ‚eher böse‘ pauschaliert/als-ob-vereinheitlicht. Sondern als plurale Zusammensetzung sekundärer Art so wie sie objektiv (nach gleichen Maßstäben der Wirklichkeits-Beschreibung) sind.
Das kann,
wenn es den pluralistischen Aufbau der Existenz gibt (Ontologie)
und man diesen erreichen kann (in bestimmtem Maße bzw. als Strukturierung anklingen/in Strukturen wiedergeben/repräsentieren und stärker als heute präsent/erfahrbar machen)
vermutlich nur die Simulation und die Virtualisierung der Existenzerfahrung in einer von ‚Künstlicher Intelligenz‘, von ohne Hordenhirn existierenden Maschinen grund- bzw. rahmen-strukturierten Welt, eine Utopie 2.0
erreichen.
Utopie, weil/als es ein qualitativer Schritt der menschlichen Existenzerfahrung weg wäre von der sehr großen (quantitativ sehr viel Platz und Energie im menschlichen Leben einnehmenden) Stärke des Parzialisierungsmusters / des Hordenmusters und Hordenhirns (des Hordenaspekts in der pluralen Zusammensetzung des menschlichen Existenz-Verarbeitens, im menschlichen Denken und Verkörpern und unserer menschlichen Gruppenkonstrukte).
Hin zu einer Parallelisierung und Pluralisierung der Existenzwahrnehmung und Existenzerfahrung, welche quantitativ stärker/mehr Platz und Energie für Pluralität und weniger für reduktive Nullsummen-Dauerwiederholungen nutzt.
Und qualitativ die menschlichen Muster (die wahrnehmbaren Fraktale der Existenz, die aus singulärer ‚atomistischer‘ Basis zusammengesetzten Ähnlichkeitsserien, Strukturierungen, Muster, etc.) pluralisiert. Und die Erfahrungen der Pluralität der Existenz verbreitert — von Momenten über Situationen bis Serien und Strukturierungen, die dann pluraler und weniger entweder-oder ‚erstellt’/platonisch: entdeckt, und erfahren werden könnten. Weniger Kontingenzverluste und einseitige Festlegungs-Notwendigkeit. Mehr Erfahrung der Existenz als Pluralität von Potenzialen und Möglichkeiten auf Basis der ‚Atome‘ und all ihrer Kombinations- und Konstellations-Möglichkeiten (die die Grenze des theoretisch möglich Erfahrbaren definieren).

Der Pluralisten (als plurale Komposition Mensch mit pluraler Priorität) mit und ‚in‘ Philosophie, Kultur, Kunst, Politik, Technik- und Technologiken-Interesse, etc.

und als gesellschaftliche ‚Rolle’/sekundärer Teil des abstrakten Spannungsfeldes Gesellschaft

behandelt und bemisst in ihren grundsätzlichen Rechten und ihrer Existenzberechtigung alle Menschen gleich. (Als plurale Komposition hat er ebenso wie alle anderen — ein Beispiel für die Gleichheit der Menschen in ihren Grundmustern — Vorlieben und Abneigungen etc.)

Aus strukturaler Sicht — sekundär sind alle Teile einer Struktur gleich notwendig.
Wie auch aus existenzialer Sicht — alles Existierende existiert existenzial gleichermaßen, gleich “tief“ und gleich frei und unfrei etc. Und daher als ‚Naturrecht’/ontologisch mit dem gleichen ‚Willen’/Muster nach Existenzerhaltung und Existenzentfaltung – dem zur Entfaltung kommen der Pluralität der als-ob-Einheit Mensch. Und seiner verschiedenen Aspekte, Muster, Triebe, etc.

Die Ideologen legen fest, wer sein darf und wer nicht und wie. Ideologien schaffen ‚Ordnung‘ durch hierarchische Einteilung des Existierenden in mehr berechtigte und weniger bis gar nicht berechtigte, in ungleiche Berechtigungen und Messen nach ungleichen Maßstäben.

Ideologie und Hordentrieb sind als Teil des Parzialisierungsmusters des Menschen starke Muster der menschliche Existenz. Auch hier: von allen Menschen. Mustergleichheit und Unvereinbarkeit der Ideologien, da um das als-ob-Ganze gekämpft wird um Hegemonie der einen Gruppe über die andere/n und ‚die Anderen‘ (als großer als-ob-pauschalierbarer Gegner und Feind).

 

Die Dialektik zwischen den notwendigerweise (Begrenzung des Menschen, Strukturdenken des Menschen etc.) bzw. konstitutiverweise (die Funktionsweise der Ideologien ausmachend) einseitigen und Spannung erzeugenden Ideologien
ist die Form in der eine Gesellschaft existieren kann.

Dazu braucht es Pluralisten, die die Existenz des Plurals an u.a. Einseitigkeiten/Ideologien und Ideen, Strukturierungen, Lebensweisen etc. aufrechterhält.

Und es braucht die Ideologien — immer im Plural — die die Spannung erzeugen und mit ihren Als-ob-Ordnungen die verschiedenen Differenzierungen (als als-ob-Ganzes von Weltbildern, Ideologien, Gruppen und Identitäts-Konstrukten) anordnen. Dabei bedarf es eines Mindestmaßes an Pluralität von Differenzierungen und von verschiedenen Als-ob-Gesamtordnungen von Differenzierungen (Ideologien).
Statt einer als-ob-Klarheit von Differenz (ein geschlossen klares Innen/Außen etc.), welche in noch stärker reduktiver Hordenlebensweise vorherrscht und Abweichung noch stärker unterdrückt und eliminert als es die heutige gesellschaftliche Lebensweise tut.

 

Dialectics.

Be the ‚centre‘ – someone has to represent that sociological (and philosophically etc. modellable) position.

I rather am at the secondary ‚margins‘, at the outskirts of the secondary as-if-whole. Where the less stable, more interesting things ‚happen’/constellations and singularities and serialisations of ideas, projects, structurations etc. are.

There are the ideology of the ‚Middle‘ and of Centrism (two resounding but different phenomena).
There are the nonmiddle and noncentrist ideologies.
There is the Role and ‚(Pluri-)Direction‘ of the Pluralist. Defending the Plurality of the Secondary Existences. Of Structurations, Composition Interpretations, Moment Experiences, Situative Meetings of Subjects and Aspects and Patterns. And ongoing serialisations.

Whatever you are, keep in mind Plurality of Existence within and without us all. And the non-fixatableness (there is no one fixation of plurality, purality is plural) of existential plurality and of secondary constructions and structurations plurality by any (constitutively one-sided/partial, biased and treating equal existences unequally, making hierarchies that cannot be accepted by the respective others) ideology.

This means at the same time/parallel and practical: Plurality is always there. Plurality is also showing itself in the non-acceptance and non-acceptability (as an as-if-whole) of one ideology’s as-if-fixation of Plurality/Existence by any other ideology (with their as-if-fixation of Plurality/Existence).