Der Versuch der ‚Mitte’*, die Welt zu verändern (bzw. ein einseitiges Weltbild und Ordnung&Hierarchie der Dinge als ‚Ganzheit‘ autoritär durchzusetzen) ist zum Scheitern verurteilt — wie alle einseitigen Ideale bzw. ideologischen Ganzheits-Ordnungen. Leider und glücklicherweise, aus der jeweiligen Sicht der unterschiedlichen Sehnsüchte und Bedürfnisse des Menschen.
Wenn aber die ‚Mitte‘ — das eigentlich für Langeweile und Ordnung zuständige Phänomen der Gesellschaft — versucht, die Welt zu entpluralisieren, das selektiv-reduktiv als Gute eingeordnete zur Ganzheit zu machen und alles existenziell widersprechende und damit die Ambivalenz und Offenheit (der Erfahrung) bzw. diskreten Pluralität der Existenz zu entkommen. Dann ist eine Gesellschaft durcheinander, da die ‚Mitte‘ ihre Funktion nicht mehr erfüllt.
Dieses Durcheinander mag interessant sein. Es führt auch zu vielleicht ungewöhnlichen Konstellationen. Es verlegt die Aufgabe der ‚Mitte‘ auf verschiedene andere Positionen in der Gesellschaft, die im Plural die Spannung so austarieren müssen, dass dazwischen wieder eine langweilige Mitte vorkommt. Aber die Rolle der Abweichung und Pluralitäts-Repräsentation und (immer wieder-)Entdeckung der Pluralität und Nichteindeutigkeit der Welt wird dann von wem übernommen? Natürlich auch der Kunst in ihrer nicht (zumindest nicht direkt) beruhigenden Form. Aber diese allein kann das nicht. Kunst ist etwas absolutes. Es existiert neben der Politik, zwar mit vielen Anklängen daran, aber an-sich und für-sich ein eigener Bereich. Das Relative und von der Spannung zwischen Einseitigkeiten abhängige der politisch-ideologischen Spiel- und Kampf-Zone der Gesellschaft. Für Spiel und Kampf der Horden/Gruppen um die Hegemonie über die Ordnungs- und Hierarchiesetzung einer Gesellschaft. Ist nicht durch Kunst abzudecken bzw. zu ersetzen. So wenig wie das Nullsummen-Spiel der Politik die Kunst oder der wirtschaftlichen Bereich der Kooperation über politisch-ideologische Orientierungs- und Ordnungs-Grenzen hinweg ersetzen kann. All diese Aspekte existieren platonisch nebeneinander parallel und können sich nicht gegenseitig ersetzen.

 

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* ‚Mitte‘ z.B. strukturalistisch interpretiert-definiert als: das nahe an der Nulllinie der Nichtexistenz operierende wenig lebendige, dafür stark geordnete.

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Der Idealist hat Realismus in sich. Der Realist wäre ohne Idealismus kein Realist.

Konservativ sein, heißt nicht nur das Feuer zu bewahren, sondern die Mittel und Techniken, die dazu notwendig sind und die grundlegenden Muster und Strukturen und Strukturierungen — Regeln und Institutionen etc. — die dazu notwendig sind, die Mittel und Technologie zu erzeugen/präsent zu halten, die es zum Feuer machen benötigt.

Es heißt auch, die Asche zu bewahren, denn mit dieser Asche kann man den Boden düngen, so dass das Gesäte — und überraschende Abweichungen und potenziell interessantes Unkraut — mehr und ggf. besser wächst.

 

 

Umso älter ich werde, um so zeitloser kommen mir die Wiederholungen vor. Eigentlich auch logisch. Andererseits ist es dann ja auch eingeteilt (vielleicht eine interne Differenzierung des Raum-Zeit-Blocks) in:
– Stürmische Jugend, Sturm und Drang, Motivation zum Einsatz für Veränderung durch einseitige ideologische Neu/Ordnungsvorstellungen. Sich mit Verve bis Furor dafür Aussprechen. Und vielleicht auch dadurch motiviert verschiedenes tun, was man auch ohne tun könnte, aber damit ein übergeordnetes als-ob-ganzes Motiv hat. Ideologie als einseitige Motivation dominant.
– Akzeptanz des mittleren Alters, Pragmatismus, etc. [z.B. sagt ‚Lebensalters-/Chronologie‘-Forschung: Entweder hat man etwas erreicht. Oder akzeptiert, dass es nicht wahr wird, bescheidet sich und seine Realträume im Ist-Zustand etc.]
Und Unternehmertypen unternehmen, und andere richten sich ein. Ob im Neolithikum oder bei den Römern oder im Mittelalter oder in der heutigen ? Zeit ? / der jeweiligen jetzigen Interpretation von Konstellationen als z.B.
– Momente, – Situationen, – Projektionen als Serien aus Fraktalen Ähnlichkeits-Anknüpfungen, – Zeiten, Gegenwarts-Beschreibungen etc.

 

Es wird Zeit (Zeit wird, aber die Existenz ist) für einen christlichen Sach-Roman. In diesen Zeiten, da es u.a. vielleicht eher protestantische Fernsehserien (us-amerikanische Serien mit christlicher Mythologie etc. als Rahmen und Orientierung für Charaktere und Problem/Ziel-Konstruktionen)
und Dan Brown Filme (unterhaltsam) gibt.
Ist es eine katholisch-christliche Roman-Sache.

 

‚Postmodern‘ Warriors and Anti-Warriors (who are to each other mutually Anti-Warriors. And besides that play more or less [intensively] on other fields of secondary societal differentiations and structurations).

Amongst others with the Internet, Society 1.5 balances itself. As a secondary tension field of partialisations. With parallel existing structurations, and based* on timeless Platonic Forms (aspects, things, patterns etc.) of Existence.
* Singularity as basic ontological mode of Existence, Singularities exist basically and they resound to timeless Platonic Forms. Singularities can be rationally (meaning here: with the same measure for all) modelled as reverberating/expressing Platonic timeless Forms. So: Every moment and every constellation of things etc. is singular. And parallel to that, at the same time(lessness), the Platonic Forms are always there, they exist timeless.
And secondarily, this is secondarily structured by humans into
– social, cultural and political partialisations, partial structurations of Existence’s Plurality and Parallelism into well-ordered and hierarchised fixations/repeated order constructs.
– And into scientific pattern models/theories that describe patterns in some aspects and as aspects of Existence.